
Jürgen Klopp nominiert 44 Spieler in zwei Kader für vier Nations-League-Spiele
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat einen erweiterten 44-köpfigen Kader benannt, der in zwei separate Mannschaften für vier anstehende Nations-League-Spiele aufgeteilt ist. Dabei nominierte er 16 Spieler ohne Länderspielerfahrung und verzichtete auf Stürmer Deniz Undav.
Zwei Kader für vier Herbstspiele
Bundestrainer Jürgen Klopp hat einen erweiterten Kader von 44 Spielern benannt, der in zwei separate Mannschaften für die anstehenden Partien der UEFA Nations League aufgeteilt ist. Die Nationalmannschaft bestreitet ab dem 24. September vier Gruppenspiele innerhalb von zehn Tagen, beginnend in Amsterdam gegen die Niederlande. Am 27. September empfängt Deutschland Griechenland in Augsburg, bevor ein zweiter Kader am 1. Oktober ein Heimspiel gegen Serbien und am 4. Oktober ein Auswärtsspiel in Athen gegen Griechenland bestreitet. Laut UEFA-Regeln müssen die Spieltagsaufstellungen von maximal 23 Spielern bis Mitternacht vor der jeweiligen Partie eingereicht werden, wobei die Trainer zwischen den Spielen Änderungen vornehmen dürfen. Klopp entwarf den geteilten Spielplan, um die Belastung der Spieler zu managen und potenzielle Kandidaten vor der Europameisterschaft 2028 im Vereinigten Königreich und Irland zu sichten.
- Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam
- Heimspiel gegen Griechenland in Augsburg
- Heimspiel gegen Serbien
- Spiel gegen Griechenland in Athen
Sechzehn Debütanten im Kader
Die 44 Spieler umfassende Gruppe enthält 16 Spieler, die noch nie für die deutsche A-Nationalmannschaft gespielt haben. Zu den Debütanten zählen der Rechtsverteidiger Felix Keidel von der SV Elversberg, der erst drei Bundesliga-Spiele bestritten hat, sowie der Stürmer Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt. Weitere potenzielle Neulinge sind die Freiburger Verteidiger Max Rosenfelder und Philipp Treu, Hoffenheims Flügelspieler Bambasé Conté, Augsburgs Verteidiger Hennes Behrens sowie die Mittelfeldspieler Mika Baur, Finn Jeltsch, Vitaly Janelt, Yannik Engelhardt, Saïd El Mala, Brajan Gruda und Derry Scherhant. Klopp erklärte bei der Kaderbekanntgabe in Frankfurt am Main, dass sein Trainerstab den Fokus auf die Bewertung des verfügbaren Talentpools legte und nicht darauf, was fehle.
Wir sehen etwas in diesen Jungs, wir sehen großes Potenzial. Bei uns ist viel Talent entstanden. Wir haben nicht darauf geschaut, was uns fehlt, sondern darauf, was wir haben. Ich bin mit der Auswahl zufrieden.
- Erster Kader
- 24 Spieler
- Zweiter Kader
- 20 Spieler
- WM-Kader 2026
- 16 Spieler
- Debütanten ohne Länderspiel
- 16 Spieler
Torhüter-Hierarchie und Rückkehrer
Im Tor wird der 34-jährige Marc-André ter Stegen nach seinem Wechsel zu Ajax Amsterdam als Nummer eins für die ersten Partien gesetzt sein. Ter Stegen, der auf 44 Länderspiele kommt, verpasste die Weltmeisterschaft aufgrund einer Oberschenkelverletzung, kehrt aber zusammen mit 16 Spielern aus dem WM-Kader zurück. Der Trainer bestätigte, dass Ter Stegen die nötige Stabilität bringt, um eine ansonsten junge Elf zu führen, wobei die langfristigen Stammplätze von der Leistung abhängen. Für die Spiele gegen Serbien und Griechenland im Oktober plant Klopp, die Torhüter zu rotieren. Der 23-jährige Bayern-München-Torwart Jonas Urbig soll sein Länderspieldebüt geben. Die torhüter ohne Länderspielerfahrung Noah Atubolu und Finn Dahmen gehören ebenfalls zum erweiterten Kader.
Wichtiger als wer spielt, ist wie wir spielen.
Prominente Ausfälle im Kader
Klopp verzichtete auf mehrere etablierte Nationalspieler in der erweiterten Auswahl, allen voran Stürmer Deniz Undav vom VfB Stuttgart. Undav war mit drei Toren und zwei Vorlagen bei der Weltmeisterschaft der erfolgreichste Torschütze der Deutschen, bevor das Aus im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Paraguay die Ära von Julian Nagelsmann beendete. Auch Galatasaray-Flügelspieler Leroy Sané, der 80 Länderspiele bestritten hat, wurde nicht berücksichtigt, ebenso wie der 36-jährige Hoffenheim-Torwart Oliver Baumann. Klopp erklärte, er habe sich für ter Stegen als erfahrenen Rückhalt entschieden und die übrigen Torwartplätze für die nächste Generation reserviert. Etablierte Feldspieler wie Florian Wirtz, Jamal Musiala, Serge Gnabry, Karim Adeyemi und Kapitän Joshua Kimmich sind eingeplant, maximal zwei der zehn Spiele zu bestreiten.

