IVAM eröffnet Ausstellung ‚La Albufera‘ – eine Mischung aus Sorolla, Doré und zeitgenössischer Kunst zum 40. Jahrestag des Naturparks
Das Institut Valencià d'Art Modern (IVAM) eröffnet heute die Ausstellung ‚La Albufera‘, die fast zwei Jahrhunderte künstlerischer Darstellungen des ikonischen valencianischen Feuchtgebiets umfasst – von der Romantik des 19. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Umweltfragen.
Eine visuelle Zeitreise
Die Ausstellung, die vom 8. Juli bis 18. Oktober 2026 im Centre Julio González läuft, vereint mehr als 200 Werke, darunter Fotografien, Gemälde, Dokumente, Videoarbeiten, Installationen und Archivmaterial. Sie zeichnet die Entwicklung der L'Albufera nach – von der romantischen Faszination des 19. Jahrhunderts, festgehalten in Stichen von Gustave Doré und Gemälden von Joaquín Sorolla, bis hin zu den heutigen Ängsten vor der ökologischen Krise.
Die L'Albufera ist eine Landschaft, die Teil des kollektiven Gedächtnisses von Generationen von Valencianern ist; ein Raum, in dem Natur, Landwirtschaft, Fischerei, Traditionen und Kultur seit Jahrhunderten koexistieren.
Wiederbelebung eines Fotoprojekts von 1985
Ausgangspunkt ist eine wenig bekannte Episode in der Geschichte des IVAM selbst. 1985, ein Jahr bevor das Feuchtgebiet offiziell unter Schutz gestellt wurde, beauftragte das Museum zwölf nationale und internationale Fotografen, den Ort in einem Projekt namens ‚L'Albufera. Visió tangencial‘ zu dokumentieren. Diese Bilder, die seitdem nicht mehr ausgestellt wurden, gewinnen nun wieder an Bedeutung und treten in einen Dialog mit neuen künstlerischen Vorschlägen.
Es handelt sich um einen historischen Auftrag, bei dem zwölf namhafte nationale und internationale Fotografen das Naturgebiet porträtierten, kurz bevor es zum Naturpark erklärt wurde.
Zeitgenössische Künstler erkunden die Landschaft neu
Vier Jahrzehnte später lud das IVAM sechs zeitgenössische Künstler ein, dasselbe Gebiet erneut zu bereisen und die künstlerischen Ausdrucksformen zu erweitern. Bleda y Rosa arbeiteten an den physischen, historischen und symbolischen Grenzen des Feuchtgebiets; Paula García-Masedo untersuchte die materiellen und produktiven Prozesse, die die Landschaft geprägt haben; Teresa Marín schuf eine Videoinstallation über Wasserströme; und Jorge Ribalta, Lucía Loren und Jorge Yeregui steuerten weitere Werke in den Bereichen Fotografie, Skulptur und Installation bei.
Umweltreflexion über einen geschützten Raum
Die Schau fällt mit dem 40. Jahrestag der Ausweisung der L'Albufera als Naturpark am 8. Juli 1986 zusammen. Kuratorin Sandra Moros hat die Ausstellung so strukturiert, dass sie die vielschichtigen wirtschaftlichen und ökologischen Umstände offenlegt, die dieses mediterrane Juwel geprägt haben, und lädt zur Reflexion über mögliche Zukünfte des Gebiets ein.
- Das IVAM beauftragt 12 Fotografen mit dem Projekt ‚L'Albufera. Visió tangencial‘ vor der offiziellen Eröffnung des Museums.
- Die L'Albufera wird zum Naturpark erklärt.
- Die Ausstellung ‚La Albufera‘ wird im IVAM eröffnet und vereint historische Werke mit neuen zeitgenössischen Auftragsarbeiten.


