Sicherheit · Valletta und Mosta
Italienischer 15-Jähriger verbrachte 72 Tage in maltesischer Isolation nach Schulbombenschwindel, Familie sagt, er habe sich selbst verletzt
Am 25. Mai wegen eines falschen Bombenalarms an seiner Schule festgenommen, hat der 15-jährige Flavio Santoiemma nun über zwei Monate in einem maltesischen Jugendgefängnis verbracht, darunter eine anfängliche viertägige Isolationszeit unter Erwachsenen, die zu Selbstverletzung führte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Corriere della Sera, il Giornale.it, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Jugendliche befindet sich seit 72 Tagen in Haft (Stand 5. August), darunter 4 Tage in einer Erwachseneneinrichtung, wo er sich selbst verletzte.
Nach der Festnahme wurde Flavio 96 Stunden lang in Isolation im Erwachsenengefängnis Corradino festgehalten, was zu einem psychischen Zusammenbruch und Selbstverletzung führte.
Das italienische Außenministerium und die Botschaft in Valletta stehen in ständigem Kontakt mit der Familie; ein Konsularbeamter besuchte am 26. Juni, und Botschafterin Valentina Setta sollte am 5. August einen Besuch abstatten. Außenminister Antonio Tajani sagt, er habe alle diplomatischen Kanäle aktiviert, um die Freilassung des Jungen zu erreichen.
Die Anwälte der Familie haben die Haftbedingungen als illegal bezeichnet, und die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 19. August angesetzt.
Nach der Verlegung in die Jugendeinrichtung Coors verbrachte er 35 Tage lang 22 Stunden am Tag eingesperrt, aß im Stehen und drei Tage lang mit den Händen, weil kein Besteck zur Verfügung gestellt wurde.
- 26.06.Erster konsularischer Besuch der italienischen Botschaft
- 5.08.Zweiter konsularischer Besuch geplant, mit Botschafterin Valentina Setta
- 19.08.Nächste Gerichtsverhandlung geplant
Ein 15-jähriger italienischer Junge, Flavio Santoiemma, hat nun 72 Tage in Haft auf Malta verbracht, nachdem er am 25. Mai wegen eines falschen Bombenalarms an seiner Schule in Mosta festgenommen wurde. Seine Eltern, Antonio Santoiemma und Daniela Lorusso, die seit fünf Jahren auf der Insel leben, bezeichnen seine Behandlung als Verstoß gegen internationale humanitäre Standards. Die italienische Botschaft in Valletta und die Farnesina beobachten den Fall; die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 19. August angesetzt.
Anfängliche Inhaftierung und Verlegung ins Erwachsenengefängnis
Die maltesische Polizei erhielt gegen 9 Uhr am 25. Mai einen Anruf von einer männlichen Stimme, die eine Bombe an der Mosta-Sekundarschule meldete. Die Schüler wurden evakuiert, und Soldaten der Streitkräfte von Malta durchsuchten das Gebäude, ohne etwas Verdächtiges zu finden. Flavio wurde noch am selben Tag festgenommen. Anstatt sofort in eine Jugendeinrichtung gebracht zu werden, wurde er vier Tage lang in Isolation in der Abteilung 6 von Corradino, dem Erwachsenengefängnis von Malta, festgehalten. Während dieser Zeit, so sein Vater, führte der starke Stress dazu, dass sich der Teenager selbst verletzte.
„Nostro figlio per quattro giorni è stato detenuto in isolamento presso la divisione 6 del carcere di Corradino per adulti, dove per il forte stress si è autolesionato.“
Nach dem Selbstverletzungsvorfall überführten ihn die maltesischen Behörden in das Jugendgefängnis Coors, auch bekannt als YOURS.
Bedingungen in der Jugendeinrichtung Coors
Die Verlegung beendete die harte Isolation nicht. In den ersten 35 Tagen in Coors war Flavio 22 Stunden am Tag in seiner Zelle eingesperrt. Seine Eltern berichteten, dass er gezwungen war, im Stehen zu essen, und drei Tage lang mit den Händen essen musste, weil niemand Besteck bereitstellte. Seine Zelle enthielt ein Bett, eine Toilette und ein Waschbecken, das die Mutter als defekt beschrieb.
„Fino a che punto mio figlio può affrontare questa detenzione? È illegale, viola i principi umanitari.“
Nach einem Monat wurde das Regime leicht gelockert: Er kann jetzt in einem anderen Raum fernsehen, an einem Tisch sitzend essen und zwei Stunden in einem Spielzimmer verbringen. Er bleibt jedoch von anderen Insassen isoliert, duscht nur mittags, während andere ruhen, und steht unter ständiger Videoüberwachung, die seine Mutter mit einem Hochsicherheitsregime "41-bis" verglich.
Rechtlicher Prozess und konsularische Reaktion
Der Fall wird derzeit von den maltesischen Justizbehörden geprüft. Ein Konsularbeamter der italienischen Botschaft besuchte Flavio am 26. Juni, und ein zweiter Besuch von Botschafterin Valentina Setta war für den 5. August geplant. Die Botschaft hat auch mit dem Direktor des Gefängnisses gesprochen und an früheren Anhörungen als Beobachter teilgenommen. Die Farnesina erklärte, sie habe den Fall mehrfach bei den lokalen Behörden angesprochen und stehe in ständigem Kontakt mit der Familie, einschließlich einer Videokonferenz am Vortag mit Beamten des Außenministeriums und den Anwälten der Familie. Außenminister Antonio Tajani sagte, er habe alle diplomatischen Kanäle zu Malta aktiviert, um eine schnelle Lösung zu erreichen und die Freilassung des Jungen zu sichern.
Einwände der Familie und nächste Schritte
Die Eltern bestreiten nicht, dass ihr Sohn für den falschen Alarm die Konsequenzen tragen muss, und sagen, er müsse Verantwortung übernehmen. Ihr Einwand gilt der Art der Inhaftierung, die ihre Anwälte als illegal gemäß internationalen Verträgen, denen Malta beigetreten ist, beurteilen.
„Se c'è stato un reato si deve assumere le proprie responsabilità, noi contestiamo l'illegalità della detenzione perché sta violando tutti i trattati di cui Malta fa parte.“
Die nächste Anhörung, die die Rechtmäßigkeit seiner weiteren Inhaftierung prüfen wird, ist für den 19. August angesetzt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Corriere della SeraIn cella a Malta 15enne italiano. Il papà: "Condizioni disumane"
- il Giornale.itMalta, 15enne italiano in carcere da 70 giorni. La famiglia: "Condizioni preoccupanti
- Rai newsStudente italiano di 15 anni in isolamento da 72 giorni a Malta: la denuncia dei genitori
- Corriere della SeraMalta, un 15enne italiano in carcere da 70 giorni. Il caso seguito dalla Farnesina. Il padre: "Le sue condizioni sono preoccupanti"
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