Stromnetz · Havanna und Guantánamo

Kuba schaltet 14 Provinzen nach landesweitem Stromnetzzusammenbruch wieder an

Ein Zusammenbruch einer Übertragungsleitung und Sturmfluten legten am Freitag das kubanische Stromnetz lahm, ließen 9,4 Millionen Einwohner ohne Strom, bevor am Samstag eine teilweise Wiederherstellung erfolgte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, BBC, ANSA.it und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Havanna, Guantánamo · Kuba
Wie es dazu kam
  1. 18.09.Übertragungsfehler in Zentralkuba löst landesweiten Stromausfall aus
  2. 18.09.Not-Mikroinseln stellen Strom für 5 % der Kunden in Havanna wieder her
  3. 19.09.Unión Eléctrica schaltet Übertragungsleitungen in 14 von 15 Provinzen wieder zu
  4. 19.09.Stromversorgung in Havanna erreicht 48 %, während Guantánamo weiterhin abgeschaltet bleibt

Zusammenbruch des Stromnetzes auf der gesamten Insel

Kuba erlebte am Freitag, den 18. September 2026, kurz vor 14:00 Uhr Ortszeit einen landesweiten Stromausfall. Das staatliche Versorgungsunternehmen Unión Eléctrica (UNE) berichtete, dass ein Ausfall von Hochspannungsleitungen in Kombination mit instabilen Wetterbedingungen in Zentralkuba die Abschaltung verursachte. Die Störung unterbrach zunächst die Stromversorgung in fünf westlichen Provinzen, von Havanna bis Matanzas, bevor die restlichen zehn Provinzen abgeschaltet wurden. Je nach Zählmethode offizieller und internationaler Beobachter handelt es sich um den sechsten, siebten oder achten großflächigen Stromausfall im Jahr 2026. Während eines früheren Generalblackouts Anfang August benötigten Techniker 36 Stunden, um das nationale Netz wieder zu verbinden, nachdem es im März und Juli zu vorherigen Störungen gekommen war.

Gestaffelte Wiederherstellung und regionale Erholung

Nach der vollständigen Abschaltung aktivierte Félix Estrada, nationaler Lastverteilungsdirektor der UNE, Notfallwiederherstellungsprotokolle, um regionale Stromkreise zu stabilisieren. Techniker richteten isolierte Stromverteilungs-Mikroinseln in Camagüey, Pinar del Río und Granma ein, um Krankenhäuser und Wasserpumpanlagen zu versorgen. Bei Einbruch der Dunkelheit am Freitag hatten nur 5 % der etwa 862.000 Kunden Havannas Strom erhalten. Am späten Samstagnachmittag gab die UNE bekannt, dass die Übertragungsleitungen das Stromsystem in 14 der 15 kubanischen Provinzen wieder verbunden hatten. Die Provinz Guantánamo im äußersten Osten blieb weiterhin ohne Strom, und die Defizite bei der Stromerzeugung hielten den Zugang zu Strom in Havanna am Samstagabend auf 48 % beschränkt. Die Havannaer Bewohnerin Lucia Martinez beschrieb die kurze und instabile Rückkehr des Stroms in der Hauptstadt.

„Hier hatten wir am Nachmittag etwa vier Stunden Strom, dann ging der Strom wieder aus.“

Lucia Martinez

Treibstoffembargo und Infrastrukturverfall

Der Stromausfall spiegelt die langjährige Abnutzung der sieben thermoelektrischen Kraftwerke Kubas wider, die das Rückgrat des heimischen Stromnetzes bilden. Die Erzeugungskapazität ist drastisch gesunken, weil den Betreibern Ersatzteile für die Reparatur veralteter Anlagen und importierter Diesel für den Betrieb von Reservegeneratoren fehlen. Die Versorgungskrise verschärfte sich, nachdem die Vereinigten Staaten im Januar 2026 eine Energieblockade verhängten, gefolgt von einem weiteren Sanktionspaket im August. Seit Januar hat Kuba nur eine dokumentierte Treibstofflieferung erhalten, die von einem russischen Tanker im März gebracht wurde. Zuvor lieferte Venezuela täglich rund 35.000 Barrel Öl, was etwa der Hälfte des kubanischen Bedarfs entspricht, aber die Lieferungen sind unter US-Druck zurückgegangen. UN-Menschenrechtsexperten verurteilten das Embargo, während Washington darauf beharrte, dass internes wirtschaftliches Missmanagement den Zusammenbruch verursacht habe.

Ununterbrochene Ausfalldauer nach Region in den letzten WochenStunden
Havanna
30 Stunden
Andere Provinzen
60 Stunden

Daten aus dem Artikeltext

Haushaltsstörungen in den Provinzen

Die wiederholten Ausfälle haben das tägliche Leben auf der Insel mit 9,4 Millionen Menschen beeinträchtigt. In den letzten Wochen haben geplante Stromabschaltungen in Havanna regelmäßig 30 aufeinanderfolgende Stunden und in den umliegenden Provinzen mehr als 60 Stunden überschritten. Der Stromausfall legt Elektrokochgeräte lahm, stoppt die kommunale Wasserversorgung und zwingt Schulen und Regierungsbüros zur Schließung. Bewohner berichteten von Verlusten von Kühlkost, langen Transportverzögerungen, Flugausfällen und reduzierten Arbeitszeiten. Als Reaktion auf die Engpässe kam es zu kleinen Protesten, trotz strenger Gesetze gegen nicht genehmigte Demonstrationen, die mit Gefängnisstrafen belegt werden. Die Schullehrerin Lidia Fernandez beschrieb die zunehmende Belastung der grundlegenden Haushaltsbedürfnisse.

„Es ist eine Sache nach der anderen: kein Wasser, kein Gas zum Kochen, kein Strom. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie wir nicht verrückt geworden sind.“

Lidia Fernandez, Havannaer Schullehrerin

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