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Italiens Ex-General Vannacci gründet rechtsextreme Partei, während 3.000 für erzwungene Rückführung von Migranten in Rom demonstrieren

Der ehemalige General Roberto Vannacci eröffnete den Gründungsparteitag seiner Partei Futuro Nazionale, während ein separater 3.000-köpfiger Marsch durch Rom die erzwungene Rückführung von Einwanderern forderte und den Wettbewerb der Rechten vor den italienischen Parlamentswahlen verschärfte.

Demonstration und Gegendemonstration

Am Samstag marschierten etwa 3.000 Menschen aus ganz Italien unter massiver Polizeipräsenz durch den Stadtteil Prati und trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Remigration und Rückeroberung“. Polizeifahrzeuge blockierten jede Seitenstraße; Hubschrauber und Drohnen kreisten über ihnen. Die Demonstranten, verstärkt durch neofaschistische Gruppen wie Casapound, forderten die erzwungene Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer.

Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, weil sie nicht hier sein sollten. Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, dass wir die legalen Einwanderer nach Hause schicken wollen, die sich offensichtlich nicht angepasst oder integriert haben.

Am Kolosseum versammelte sich eine Gegendemonstration mit einem Transparent mit der Aufschrift „Fuck Remigration“. Der linke Oppositionsabgeordnete Angelo Bonelli verurteilte den Marsch und seine „abscheulichen Parolen“ und beschuldigte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni des Schweigens. Meloni führt seit mehr als dreieinhalb Jahren eine rechte Koalition.

Parteigründung und Vannaccis Rhetorik

Gleichzeitig hielt die neue Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) ihren Gründungsparteitag in Rom ab, an dem etwa 1.500 Delegierte teilnahmen. Die Partei wurde vom ehemaligen General und EU-Abgeordneten Roberto Vannacci gegründet, der die einwanderungsfeindliche Lega Anfang des Jahres nach einem Streit mit Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini verlassen hatte.

Früher durfte man das Wort Remigration nicht sagen; jetzt sagt man uns, man könne es nicht tun, weil man die Staatsbürgerschaft nicht entziehen könne.

Vannacci machte klar, dass er seine Positionen nicht abschwächen werde. „Italien den Italienern!“, rief er seinen Anhängern zu und betonte, dass die Anziehungskraft seiner Bewegung genau auf diesen Positionen beruhe. Zuvor war er durch Äußerungen gegen Migranten und Homosexuelle sowie durch sein Buch „Il mondo al contrario“ berüchtigt geworden, in dem er behauptete, Minderheiten hätten eine Diktatur errichtet. Der Parteitag sollte am Sonntag mit einer Schlussrede Vannaccis fortgesetzt werden.

Politische Herausforderung für Meloni

Futuro Nazionale entwickelt sich zu einer Bedrohung für die Wiederwahlchancen von Ministerpräsidentin Meloni. Acht amtierende Parlamentarier sind bereits zur Bewegung Vannaccis übergelaufen. Für Meloni entsteht durch den Aufstieg der neuen Kraft rund 18 Monate vor den nächsten Parlamentswahlen ein Dilemma: Wenn sie auf Vannacci zugeht, riskiert sie, gemäßigte Wähler zu verprellen; wenn sie sich distanziert, könnte sie entscheidende Stimmen aus dem eigenen rechten Lager verlieren.

Vannacci bezeichnet die Regierung als „zaghaftes Rechts“ und wirft ihr vor, gegenüber der Europäischen Union zu schwach, in der Kriminalitätsbekämpfung zu lasch zu sein und ihre Zusagen zur Abschiebung nicht einzuhalten. Meloni hat die Kritik scharf zurückgewiesen.

Es wurden abscheuliche Parolen gerufen, und Ministerpräsidentin Meloni schwieg.

Mitgliederzahlen und Umfragen

Seit seinem Austritt aus der Lega hat Vannacci nach eigenen Angaben fast 100.000 zahlende Mitglieder gewonnen. Die Partei, die Verbindungen zur deutschen AfD unterhält, liegt in Umfragen bei etwa 4 % bis 4,5 %, wobei sie den Großteil ihrer Unterstützung ehemaligen Lega-Wählern abjagt. „Wir sind die wahre Rechte“, sagte Vannacci zu den Delegierten.

Wochenende der rechtsextremen Mobilisierung in Rom
  1. Vannacci verlässt die Lega nach einem Streit; später sagt er, seine Bewegung habe fast 100.000 zahlende Mitglieder gewonnen.
  2. Tausende marschieren unter dem Banner 'Remigration' durch Prati; Gründungsparteitag von Futuro Nazionale beginnt mit 1.500 Delegierten.
  3. Parteitag von Futuro Nazionale wird fortgesetzt und endet mit Vannaccis Schlussrede.

Vannacci besteht darauf, dass seine Partei nicht gemäßigt wird. „Genau wegen dieser Positionen gewinnt die Bewegung Zuspruch“, sagte er.

Rom

2 Quellen

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