Wahlen · Rom
Italiens neue rechtsextreme Partei Futuro Nazionale gegründet: 3.000 demonstrieren für Abschiebungen in Rom
Der frühere General Roberto Vannacci hielt den Gründungsparteitag von Futuro Nazionale mit 1.500 Delegierten ab, während zeitgleich 3.000 Menschen für Zwangsrückführungen demonstrierten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, Frankfurter Allgemeine, Deutsche Welle und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Futuro Nazionale unter Führung des Ex-Generals Roberto Vannacci hielt in Rom seinen Gründungsparteitag mit rund 1.500 Delegierten ab und zählt fast 100.000 Mitglieder.
Rund 3.000 Menschen demonstrierten für „Remigration“ und Abschiebungen, während Zehntausende an einer konkurrierenden Pro-Migrations-Kundgebung teilnahmen. Die Polizei hielt die Gruppen getrennt.
Umfragen sehen die Partei bei 4–5 %, über der Drei-Prozent-Hürde. Sie hat bereits acht Parlamentarier und könnte der Koalition der Ministerpräsidentin Stimmen abziehen.
Vannacci propagiert „Remigration“, EU-Skepsis und eine „Italien den Italienern“-Botschaft. Er wirft der Regierung vor, in Einwanderungs- und Kriminalitätsfragen zu schwach zu sein.
Die Partei unterhält enge Kontakte zur deutschen AfD und spiegelt deren EU- und einwanderungsfeindliche Positionen wider.
- 13.06.Rund 1.500 Delegierte nehmen am Gründungsparteitag von Futuro Nazionale teil; zeitgleicher Anti-Einwanderungs-Protest mit 3.000 Teilnehmern.
- 14.06.Parteitag endet mit Rede von Roberto Vannacci; Partei wird formell gegründet.
Gründungsparteitag
Die neue rechtsextreme Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) hielt am Samstag und Sonntag ihren Gründungsparteitag in Rom ab. Die von dem pensionierten Armeegeneral und EU-Abgeordneten Roberto Vannacci geleitete Veranstaltung brachte rund 1.500 Delegierte zusammen. Vannacci war Anfang des Jahres nach einem Streit aus Matteo Salvinis Lega-Partei ausgetreten und führt nun eine Bewegung, die fast 100.000 zahlende Mitglieder zählt. Der Parteitag begann am Samstag, die Beratungen dauerten bis Sonntag an, als Vannacci eine Abschlussrede hielt.
„Wir schämen uns nicht, es zu sagen, und ich bitte euch sogar, es auch zu sagen: Italien den Italienern!“
Straßenproteste
Zeitgleich am Samstag marschierten rund 3.000 Menschen durch die römische Innenstadt unter einem Banner mit der Aufschrift „Remigration und Rückeroberung“ und forderten die zwangsweise Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer. An dem Protest beteiligten sich rechtsextreme und neofaschistische Gruppen wie CasaPound, deren Sprecher Luca Masella sagte: „Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, denn sie haben hier nichts zu suchen.“ Er fügte hinzu, dass selbst legal eingewanderte Personen, die sich nicht integriert hätten, „nach Hause geschickt“ werden sollten. In einem anderen Stadtteil versammelten sich Zehntausende zu einem konkurrierenden Pro-Migrations-Marsch, der von linken Gruppen und Gewerkschaften organisiert wurde, einige schwenkten palästinensische Flaggen. Tausende Polizisten wurden eingesetzt, um die Gruppen getrennt zu halten.
Wahlbedrohung für Meloni
Futuro Nazionale stellt eine direkte Wahlherausforderung für Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihre rechte Koalition dar, die seit Oktober 2022 regiert. Die Partei hat bereits acht Parlamentarier, die von Koalitionsparteien übergewechselt sind, und Meinungsumfragen sehen ihre Unterstützung zwischen 4 und 5 Prozent. Nach den geltenden Regeln gilt eine Drei-Prozent-Hürde, die Vannaccis Bewegung überschreiten könnte. Die nächste Parlamentswahl ist für Herbst 2027 vorgesehen, und in der anstehenden Wahlrechtsreform ist keine Änderung der Hürde geplant. Meloni steht vor einem Dilemma: sich auf Vannacci einzulassen und gemäßigte Wähler zu verprellen, oder Distanz zu wahren und rechts entscheidende Stimmen zu verlieren.
Radikale Ideologie und Verbindungen
Vannacci bezeichnet seine Partei als die „wahre Rechte“ und wirft der Meloni-Regierung vor, eine „ängstliche Rechte“ zu sein, die in den Bereichen Einwanderung, Kriminalität und EU zu weich sei. Er befürwortet die „Remigration“ – die massenhafte Rückführung von Migranten, nicht nur die Verhinderung neuer Ankünfte – und nationale Souveränität. Die Partei unterhält Verbindungen zur deutschen AfD und hat scharfe Kritik von links auf sich gezogen. Der Oppositionsabgeordnete Angelo Bonelli nannte die Protestparolen „abscheulich“ und warf Meloni Schweigen vor. Vannaccis Popularität wuchs durch sein Buch „Il mondo al contrario“ (Die verkehrte Welt), das gegen Migranten und LGBTQ-Personen wettert, und seine unverblümte Rhetorik polarisiert weiterhin.
„Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, dass wir die legalen Einwanderer nach Hause schicken wollen, die sich offensichtlich nicht angepasst oder integriert haben.“
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Quellen und Kontext
- Bloomberg BusinessItaly's Far-Right Group Becomes Party in Fresh Threat to Meloni
- Frankfurter AllgemeineNeue Vannacci-Partei: Der Gründer sagt "Italien den Italienern"
- Deutsche WelleItalien: Rechtsextreme und Neofaschisten machen mobil
- HandelsblattProteste: Neue Rechtspartei in Italien - Demo für "Remigration
- Roberto Vannacci
- Gründer und Vorsitzender von Futuro Nazionale, ehemaliger italienischer Armeegeneral und EU-Abgeordneter, früheres Mitglied der Lega.
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin Italiens und Vorsitzende der rechten Partei Fratelli d'Italia.
- Matteo Salvini
- Vizepremierminister Italiens und Vorsitzender der Lega-Partei, von der sich Vannacci abgespalten hat.
- Luca Masella
- Sprecher der rechtsextremen CasaPound-Bewegung, die sich an der Remigrationsprotest beteiligte.
- Angelo Bonelli
- Italienischer Abgeordneter der Opposition, der die Protestparolen und Melonis Schweigen kritisierte.
- Orte
- Rom
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