Energie & Handel
Italiens Gaspreis steigt im Oktober um 9,1 Prozent für schutzbedürftige Kunden
Arera zufolge sind die Großhandelsnotierungen für Gas im Oktober deutlich gestiegen, was den Gaspreis für einen typischen Haushalt gegenüber September um 9,1 Prozent erhöht. Die Verbraucherorganisation UNC schätzt die Mehrbelastung auf 163 Euro pro Jahr und spricht von einem Rekord.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Adnkronos, Open und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Arera zufolge stieg der Referenzpreis für den typischen Haushalt im Oktober 2026 gegenüber September um 9,1 Prozent auf 176,80 Cent pro Kubikmeter.
Rund 2,3 Millionen Kunden im Schutzsystem für schutzbedürftige Kunden zahlen allein für den Gasrohstoff 88,36 Euro pro Megawattstunde.
Bei konstanten Preisen über 12 Monate erreichen die jährlichen Gasausgaben laut UNC vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2027 1.945 Euro, mit Strom 2.814 Euro.
Laut UNC kostet der Rohstoff 94,5436 Cent pro Kubikmeter gegenüber 124,7659 im Dezember 2022, also 24,2 Prozent weniger, während die Gesamtrechnungen 16,8 Prozent über diesem Höchststand liegen.
Anstieg der Großhandelspreise treibt die Gaspreise im Oktober
Arera, die italienische Energieregulierungsbehörde (Autorità di regolazione per energia reti e ambiente), teilte mit, der Gaspreis für Oktober 2026 sei gegenüber September um 9,1 Prozent gestiegen, nachdem die Großhandelsnotierungen deutlich angezogen hätten. Die Erhöhung gilt für die rund 2,3 Millionen Kunden, die sich noch im Schutzsystem für schutzbedürftige Kunden befinden; für sie liegt allein der Rohstoffpreis für Gas bei 88,36 Euro pro Megawattstunde. Für den neuen typischen Kunden – eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 1.100 Kubikmetern – erreichte der Referenzpreis 176,80 Cent pro Kubikmeter, ebenfalls 9,1 Prozent mehr als im September. Arera berechnet die Rohstoffkomponente aus dem Monatsdurchschnitt des italienischen Großhandelsmarkts (PSV Day Ahead), der innerhalb der ersten zwei Arbeitstage des Folgemonats veröffentlicht wird.
Wie sich die 176,80 Cent aufteilen
Arera gliedert den Referenzpreis in fünf Bestandteile. Auf die Gasversorgung und damit verbundene Tätigkeiten entfallen 97,06 Cent, also 54,9 Prozent der Rechnung. Die Steuern machen 41,68 Cent aus (23,57 Prozent), während Verteilung, Messung, Transport und damit verbundene Dienstleistungen 27,25 Cent (15,41 Prozent) ausmachen. Der Einzelverkauf kostet 5,83 Cent (3,3 Prozent), und die Systementgelte belaufen sich auf 4,98 Cent (2,82 Prozent).
- Gasversorgung und damit verbundene Tätigkeiten
- 97.06 Cent pro Kubikmeter
- Steuern
- 41.68 Cent pro Kubikmeter
- Verteilung, Messung und Transport
- 27.25 Cent pro Kubikmeter
- Einzelverkauf
- 5.83 Cent pro Kubikmeter
- Systementgelte
- 4.98 Cent pro Kubikmeter
Daten aus dem Artikeltext
Verbraucherorganisationen sprechen von einem Rekord
Die Unione Nazionale Consumatori (UNC) erklärte, der Gaspreis inklusive Steuern sei noch nie so hoch gewesen. Marco Vignola, Vizepräsident der Organisation, formulierte es so:
„Ein historischer Rekord. Noch nie war der Gaspreis inklusive Steuern so hoch.“
Vignola sagte, der Dezember 2022, der nach Beginn des Krieges in der Ukraine jahrelang die Rangliste angeführt habe, stehe nun an dritter Stelle, hinter September und Oktober. Er wies zudem darauf hin, dass der Rohstoff weniger koste als damals: 94,5436 Cent pro Kubikmeter gegenüber 124,7659 Cent im Dezember 2022, also 24,2 Prozent weniger.
- Dezember 2022
- 124.7659 Cent pro Kubikmeter
- Oktober 2026
- 94.5436 Cent pro Kubikmeter
Daten aus dem Artikeltext
Vignola machte die Reaktion der Regierung dafür verantwortlich. Die Regierung Draghi habe 2022 die Systementgelte auf null gesetzt und die Mehrwertsteuer auf 5 Prozent gesenkt, während die derzeitige Regierung Meloni „weiterhin nichts tue“ und das Haushaltsgesetz keine Maßnahmen zu den Rechnungen enthalte. Die Verbraucherorganisation Assoutenti nannte den Anstieg „einen neuen Schlag für die italienischen Verbraucher“.
Was das für die Haushaltsrechnungen bedeutet
Die UNC wendet den Anstieg von 9,1 Prozent auf den typischen Haushalt an und kommt auf 163 Euro mehr pro Jahr (162,58 Euro). Die Schätzung geht von konstanten Preisen in den kommenden 12 Monaten aus. Die Gasausgaben vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2027 würden 1.945 Euro erreichen, was zusammen mit 869 Euro für Strom eine jährliche Energierechnung von 2.814 Euro ergibt. Gegenüber Oktober 2020 sei der Gaspreis nach Angaben der Organisation um 162,9 Prozent höher, und gegenüber Dezember 2022 liege er – auf Basis einer neu berechneten historischen Reihe – um 16,8 Prozent höher. Es handelt sich um eigene Berechnungen der Organisation, nicht um Zahlen von Arera.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Fatto QuotidianoGasrechnungen Oktober 2026: Preis +9,1%, historischer RekordBollette gas ottobre 2026: prezzo +9,1%, record storico | Il Fatto Quotidiano.it · Original auf Italienisch
- AdnkronosGas, der Preis auf der Rechnung schießt in die Höhe: +9,1% im Oktober. Verbraucher: „Historischer Rekord, noch nie so hoch“Gas, il prezzo vola in bolletta: a ottobre +9,1%. Consumatori: "Record storico, mai così alto" · Original auf Italienisch
- OpenGasrechnung, Boom von +9,1% im Oktober. Verbraucheralarm: „Es ist der höchste Preis aller Zeiten“. Wie viel wird auf der Rechnung ausgegebenBolletta del gas, a ottobre il boom a +9,1%. Allarme dei consumatori: "È il prezzo più alto di sempre". Quanto si spenderà in bolletta · Original auf Italienisch
- Il Sole 24 OREGasrechnung steigt um 9% für schutzbedürftige KundenLa bolletta del gas aumenta del 9% per i clienti vulnerabili · Original auf Italienisch
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