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Konflikte·vor 3 Std.

Israel bombardiert Hisbollah-Infrastruktur in Beiruts Dahieh nach drei Drohnenangriffen auf Nordisrael

Israelische Luftangriffe trafen am Sonntag die Hisbollah-Infrastruktur im Vorort Dahieh, Stunden nachdem drei von der Miliz gestartete Sprengstoffdrohnen nahe der Grenze einschlugen, ohne Verletzungen zu verursachen.

Die Angriffe auf Dahieh

Die israelische Luftwaffe griff am Sonntagnachmittag an, was das Militär als „terroristische Ziele“ der Hisbollah in den südlichen Vororten Beiruts bezeichnete. In einer gemeinsamen Erklärung erklärten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz, der Angriff sei eine direkte Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah. Arabische Fernsehbilder zeigten große Rauchwolken, die aus dem Gebiet Dahieh aufstiegen; Anwohner berichteten von mindestens zwei Explosionen. Es lagen zunächst keine Angaben zu Opfern vor.

Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah.

Benjamin Netanjahu und Israel Katz

Hisbollahs Drohnenangriff

Bereits am frühen Sonntagmorgen hatte die Hisbollah nach Angaben des israelischen Militärs drei Sprengstoffdrohnen in Richtung Nordisrael gestartet. Zwei Einschläge wurden auf israelischem Boden nahe der libanesischen Grenze bestätigt, einer davon im Gebiet der Stadt Schlomi. In mehreren Grenzgemeinden heulten die Luftschutzsirenen, Verletzte gab es jedoch nicht. Die Hisbollah hat sich zu dem Einsatz bislang nicht geäußert.

Evakuierungswarnungen und die Dahieh-Doktrin

Kurz nach den Drohneneinschlägen veröffentlichte der arabischsprachige Sprecher der IDF, Avichay Adraee, auf X zwei aufeinanderfolgende Warnungen und rief die Bewohner von 29 Orten im Südlibanon auf, sich vor geplanten Angriffen in Sicherheit zu bringen. Die erste Warnung betraf 13 Dörfer, eine zweite fügte 16 weitere nördlich des Flusses Sahrani hinzu. Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb später auf X, der Luftangriff sei ein Test der von Netanjahu erklärten „Dahieh-Doktrin“, wonach jeder Angriff auf Nordisrael mit einem sofortigen Schlag gegen die Hochburg der Hisbollah in den südlichen Vororten Beiruts beantwortet werde.

Der Angriff ist ein Test der Dahieh-Doktrin.

Ereignisablauf am 14. Juni 2026
  1. Die Hisbollah startet drei Sprengstoffdrohnen; zwei schlagen nahe der Grenze in Nordisrael ein, keine Verletzten.
  2. Arabischsprachiger IDF-Sprecher warnt Bewohner von 29 Orten im Südlibanon, sich vor geplanten Angriffen zu evakuieren.
  3. Israelische Luftangriffe treffen Hisbollah-Ziele im Vorort Dahieh in Beirut.
  4. Finanzminister Smotrich bezeichnet den Angriff als Test der Dahieh-Doktrin.

US-Iran-Abkommen im Hintergrund

Mehrere Berichte wiesen darauf hin, dass das erwartete Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran den theoretischen Waffenstillstand an der israelisch-libanesischen Front erneuern und möglicherweise verstärken könnte. Diese Aussicht stößt in Israel auf erhebliche Kritik. Die Erwähnung des Abkommens erfolgte, als die Luftangriffe wieder aufgenommen wurden, weniger als eine Woche nachdem ähnliche Angriffe auf Dahieh einen iranischen Raketenhagel gegen Israel ausgelöst hatten.

Beirut · Schlomi

3 Quellen

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