Diplomatie · New York, Rabat und Tel Aviv

Israel und Marokko einigen sich bei New Yorker Gesprächen auf Eröffnung von Botschaften und Ausbau der Luftverbindungen

Die Außenminister Israels und Marokkos trafen sich unter Vermittlung der USA in New York, um ihre diplomatischen Verbindungsbüros zu vollwertigen Botschaften aufzuwerten und bis Ende 2026 Wirtschaftsabkommen abzuschließen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, Bloomberg Business, The Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Rabat, Tel Aviv · Vereinigte Staaten, Marokko, Israel
Wie es dazu kam
  1. Juni 2022Außenminister Jair Lapid kündigt während Marokko-Besuchs Botschaftspläne an
  2. 2023Israel erkennt marokkanische Souveränität über die Westsahara an
  3. 16.09.Außenminister treffen sich in New York und vereinbaren Aufwertung der Vertretungen zu Botschaften

Diplomatische Aufwertung in New York

Israel und Marokko einigten sich am Mittwoch darauf, ihre jeweiligen diplomatischen Verbindungsbüros zu vollwertigen Botschaften aufzuwerten und Botschafter zu ernennen. Die Entscheidung wurde bei einem trilateralen Treffen in New York getroffen, das vom US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, ausgerichtet wurde und an dem der israelische Außenminister Gideon Saar und der marokkanische Außenminister Nasser Bourita teilnahmen. Das israelische Außenministerium gab die Vereinbarung in einer offiziellen arabischen Erklärung auf X bekannt und bestätigte, dass beide Nationen ihre bestehenden diplomatischen Vertretungen aufwerten werden. Verbindungsbüros hatten zwischen 1994 und 2000 funktioniert, bevor Rabat sie während der Zweiten Intifada schloss und später im Rahmen des Normalisierungsabkommens vom Dezember 2020 wiedereröffnete. Während keine der beiden Regierungen ein konkretes Datum für die Botschaftseröffnungen festlegte, vereinbarten beide Seiten, in den kommenden Monaten gegenseitige hochrangige offizielle Besuche zu organisieren.

Wirtschaftliche und kommerzielle Verpflichtungen

Neben den diplomatischen Aufwertungen legten die Delegationen konkrete wirtschaftliche Ziele fest, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein sollen. Dazu gehört der Abschluss von zwei bilateralen Wirtschaftsabkommen zum Schutz ausländischer Investitionen und zur Vermeidung von Doppelbesteuerung, die grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen erleichtern sollen. Israel und Marokko verpflichteten sich auch zum Ausbau der Direktflüge zwischen beiden Ländern, einschließlich zusätzlicher Strecken, die von marokkanischen kommerziellen Fluggesellschaften betrieben werden. Die bilaterale Zusammenarbeit hat sich seit 2020 in den Bereichen Handel, Tourismus, Technologie und Verteidigung ausgeweitet. Die Kontakte zwischen den israelischen und marokkanischen Streitkräften haben gemeinsame Verteidigungsprogramme entwickelt, darunter einen eigenen militärischen Arbeitsplan für 2026.

Westsahara und multilaterale Beziehungen

Das Treffen in New York folgte auf eine Veranstaltung zum sechsten Jahrestag der Abraham-Abkommen von 2020, an der Delegationen aus Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kasachstan teilnahmen. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die USA und Israel ihre Anerkennung der marokkanischen Souveränität über das gesamte Gebiet der Westsahara. Die Erklärung bezeichnete den marokkanischen Autonomieplan als ernsthaft, glaubwürdig und realistisch und nannte ihn die einzig tragfähige Grundlage für die Beilegung des Territorialstreits. Die USA erkannten die marokkanische Souveränität über die Westsahara erstmals 2020 an, Israel folgte 2023. Saar würdigte die marokkanische Führung während des New Yorker Gipfels.

„Die Abraham-Abkommen zeigen, dass alle Barrieren durchbrochen werden können, dass ein neuer Weg für alle gewählt werden kann, der des Friedens und der Zusammenarbeit all unserer Länder. Marokko nimmt in dieser Vision einen ganz besonderen Platz ein. Ich möchte ihnen für ihre Freundschaft und ihr Engagement für den Wiederaufbau der Freundschaft zwischen Muslimen und Juden danken.“

Gideon Saar, israelischer Außenminister

Innere Unruhen und politische Zwänge

Die diplomatische Vertiefung fällt mit anhaltendem innenpolitischen öffentlichen Druck in Marokko zusammen, der nach dem Ausbruch des Gaza-Krieges infolge des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 entstanden ist. Zehntausende marokkanische Demonstranten haben Proteste veranstaltet, die den vollständigen Abbruch der bilateralen Beziehungen fordern. Demonstrationen, die von Studenten, Linken, Islamisten, Familien und Gewerkschaftsmitgliedern organisiert wurden, waren von Anti-Normalisierungs-Parolen geprägt, wobei einige Demonstranten israelische Flaggen verbrannten oder gegen den königlichen Berater André Azoulay skandierten. Der marokkanische Rechtsrahmen erlaubt allgemeine Meinungsfreiheit, stellt aber jede direkte Kritik an König Mohammed VI. und der Monarchie unter Strafe. Marokkanische Gerichte haben Aktivisten zu Haftstrafen verurteilt, die die Monarchie online angriffen oder gegen boykottierte Unternehmen protestierten, die mit Israel Geschäfte machen. Die marokkanische Regierung hat eine Einstellung der Kampfhandlungen in Gaza gefordert, während sie ihren diplomatischen Rahmen mit Israel beibehält.

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