Fußball · Dublin
Irland verlegt Israel-Spiel an neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Boykottaufrufe halten an
Das Heimspiel der Republik Irland in der Nations League gegen Israel am 4. Oktober wird nach Protesten und Boykottaufrufen wegen des Gaza-Krieges an einem neutralen Ort im Ausland und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Oppositionspolitiker fordern die vollständige Absage des Spiels.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Examiner, The Irish Times, Washington Post und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der FAI verlegte das Heimspiel am 4. Oktober gegen Israel an einen neutralen Ort im Ausland unter Ausschluss der Öffentlichkeit und berief sich auf operative Herausforderungen.
Sinn Féin, Labour und die Grünen kritisierten die Verlegung als unzureichend und forderten die vollständige Absage der Spiele.
Ein Verzicht würde Irland sechs Punkte kosten, den Abstieg in der Nations League riskieren, die EM-2028-Qualifikationschancen schwächen und die Finanzierung des Breitensports kürzen.
Der palästinensische Fußballverband lobte Irlands prinzipientreue Haltung, während Israel erklärte, die Spielortänderung ändere nichts an seinem Ehrgeiz zu gewinnen.
- 12.06.FAI bestätigt Verlegung des Heimspiels an neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit
- 27.09.Israels „Heimspiel“ an einem neutralen Ort
- 4.10.Irlands Heimspiel an einem neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit
FA gibt Spielortwechsel bekannt
Der irische Fußballverband (FAI) bestätigte am Freitag, dass das Heimspiel gegen Israel, das ursprünglich für den 4. Oktober im Dubliner Aviva-Stadion geplant war, nun an einem neutralen Ort im Ausland und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Die UEFA hat dem Wechsel zugestimmt, und auch das Auswärtsspiel am 27. September, das als Israels „Heimspiel“ ausgewiesen ist, soll voraussichtlich an einem neutralen Ort ausgetragen werden. Der FAI erklärte, man habe mit Interessengruppen gesprochen und sei zu dem Schluss gekommen, dass „operative Herausforderungen“ eine Austragung des Spiels im eigenen Land unmöglich machten.
„Nach Konsultationen mit verschiedenen Interessengruppen ist der Verband der Ansicht, dass operative Herausforderungen die Durchführung des Spiels im eigenen Land beeinträchtigen könnten, daher wird die Partie außerhalb des Aviva-Stadions ausgetragen.“
Anfang des Jahres hatte FAI-Geschäftsführer David Courell noch gesagt, das Spiel werde in Dublin stattfinden, nachdem die Polizei ein sicheres Umfeld zugesichert hatte. Doch beim jüngsten Freundschaftsspiel gegen Katar warfen Demonstranten Tennisbälle mit der Aufschrift „Stop the Game“ auf den Platz.
Kritik von Opposition und Aktivisten
Oppositionsparteien verurteilten die Verlegung umgehend. Joanna Byrne, Sportsprecherin von Sinn Féin, nannte sie „feige“ und warf der Regierung vor, keinen Fahrplan für einen vollständigen Boykott vorzulegen. Duncan Smith, außenpolitischer Sprecher der Labour Party, bezeichnete den Schritt als „Ausweichmanöver“.
„Den Spielort zu verlegen ist ein Ausweichmanöver. Wir müssen das Spiel stoppen und den Mut haben, uns von der Partie zu verabschieden.“
Grünen-Chef Roderic O'Gorman sagte, die Spiele sollten gar nicht erst ausgetragen werden, und fügte hinzu: „Aus den Augen, aus dem Sinn – das funktioniert nicht.“ Die Kampagne StopTheGame bezeichnete die Entscheidung als „die Mutter aller Verrätereien an unseren Spielern durch den FAI“.
Warnungen des FAI und Unterstützung aus Palästina
Der FAI argumentierte, dass ein Verzicht auf beide Spiele Israel sechs Punkte bescheren, den Abstieg in die Liga C der Nations League riskieren, Irlands Qualifikationschancen für die EM 2028 (die es gemeinsam ausrichtet) schwächen und weitreichende finanzielle Folgen für den irischen Fußball haben würde. Sportminister Patrick O'Donovan forderte die Politiker auf, „sich zurückzuhalten“, und betonte, es gebe ein regelbasiertes System und ein Boykott würde Israel ironischerweise belohnen. Der palästinensische Fußballverband würdigte Irlands Haltung.
„Der palästinensische Fußballverband würdigt die prinzipientreuen Positionen des irischen Fußballverbands zur Unterstützung der Rechte des palästinensischen Volkes und der palästinensischen Sportler.“
Der israelische Fußballverband erklärte: „Die Tatsache, dass das Spiel nicht in Dublin stattfindet, ändert nichts an unserem Ehrgeiz zu gewinnen.“
Wie es weitergeht
Der FAI hat der UEFA noch nicht den genauen alternativen Austragungsort mitgeteilt; Island und die Schweiz gehören zu den in Betracht gezogenen Ländern, während Ungarn, wo Israel zuvor Heimspiele ausgetragen hat, nicht mehr zur Verfügung steht. Eine von einigen FAI-Mitgliedern angestrebte außerordentliche Hauptversammlung zur Abstimmung über einen Boykott ist für den Vorstand nicht bindend. Einige Spieler könnten unter Druck geraten, individuell zu boykottieren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Irish ExaminerFAI hopes Palestinian backing will sway members on Israel fixture
- The Irish TimesConfirmation of neutral venue for Ireland-Israel match prompts criticism from Opposition
- Irish ExaminerFAI accused of a 'cop out' by moving Israel fixture overseas
- Washington PostIreland's home game against Israel in Nations League to be played at neutral site
- Joanna Byrne
- Sinn-Féin-Sportsprecherin, die die Entscheidung als feige bezeichnete
- Duncan Smith
- Außenpolitischer Sprecher der Labour Party, der die Verlegung des Spiels als Ausweichmanöver bezeichnete
- Roderic O'Gorman
- Grünen-Chef, der sagte, die Spiele sollten gar nicht erst ausgetragen werden
- Patrick O'Donovan
- Sportminister, der die Politiker aufforderte, sich zurückzuhalten und die UEFA-Regeln zu respektieren
- David Courell
- FAI-Geschäftsführer, der zuvor gesagt hatte, das Spiel werde nach Zusicherung der Gardaí in Dublin stattfinden
- Orte
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