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Fußball·vor 2 Std.

Irland verlegt Israel-Spiel an neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Boykottaufrufe halten an

Das Heimspiel der Republik Irland in der Nations League gegen Israel am 4. Oktober wird nach Protesten und Boykottaufrufen wegen des Gaza-Krieges an einem neutralen Ort im Ausland und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Oppositionspolitiker fordern die vollständige Absage des Spiels.

FA gibt Spielortwechsel bekannt

Der irische Fußballverband (FAI) bestätigte am Freitag, dass das Heimspiel gegen Israel, das ursprünglich für den 4. Oktober im Dubliner Aviva-Stadion geplant war, nun an einem neutralen Ort im Ausland und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Die UEFA hat dem Wechsel zugestimmt, und auch das Auswärtsspiel am 27. September, das als Israels „Heimspiel“ ausgewiesen ist, soll voraussichtlich an einem neutralen Ort ausgetragen werden. Der FAI erklärte, man habe mit Interessengruppen gesprochen und sei zu dem Schluss gekommen, dass „operative Herausforderungen“ eine Austragung des Spiels im eigenen Land unmöglich machten.

Nach Konsultationen mit verschiedenen Interessengruppen ist der Verband der Ansicht, dass operative Herausforderungen die Durchführung des Spiels im eigenen Land beeinträchtigen könnten, daher wird die Partie außerhalb des Aviva-Stadions ausgetragen.

Football Association of Ireland statement

Anfang des Jahres hatte FAI-Geschäftsführer David Courell noch gesagt, das Spiel werde in Dublin stattfinden, nachdem die Polizei ein sicheres Umfeld zugesichert hatte. Doch beim jüngsten Freundschaftsspiel gegen Katar warfen Demonstranten Tennisbälle mit der Aufschrift „Stop the Game“ auf den Platz.

Kritik von Opposition und Aktivisten

Oppositionsparteien verurteilten die Verlegung umgehend. Joanna Byrne, Sportsprecherin von Sinn Féin, nannte sie „feige“ und warf der Regierung vor, keinen Fahrplan für einen vollständigen Boykott vorzulegen. Duncan Smith, außenpolitischer Sprecher der Labour Party, bezeichnete den Schritt als „Ausweichmanöver“.

Den Spielort zu verlegen ist ein Ausweichmanöver. Wir müssen das Spiel stoppen und den Mut haben, uns von der Partie zu verabschieden.

Grünen-Chef Roderic O'Gorman sagte, die Spiele sollten gar nicht erst ausgetragen werden, und fügte hinzu: „Aus den Augen, aus dem Sinn – das funktioniert nicht.“ Die Kampagne StopTheGame bezeichnete die Entscheidung als „die Mutter aller Verrätereien an unseren Spielern durch den FAI“.

Warnungen des FAI und Unterstützung aus Palästina

Der FAI argumentierte, dass ein Verzicht auf beide Spiele Israel sechs Punkte bescheren, den Abstieg in die Liga C der Nations League riskieren, Irlands Qualifikationschancen für die EM 2028 (die es gemeinsam ausrichtet) schwächen und weitreichende finanzielle Folgen für den irischen Fußball haben würde. Sportminister Patrick O'Donovan forderte die Politiker auf, „sich zurückzuhalten“, und betonte, es gebe ein regelbasiertes System und ein Boykott würde Israel ironischerweise belohnen. Der palästinensische Fußballverband würdigte Irlands Haltung.

Der palästinensische Fußballverband würdigt die prinzipientreuen Positionen des irischen Fußballverbands zur Unterstützung der Rechte des palästinensischen Volkes und der palästinensischen Sportler.

Palestinian Football Association

Der israelische Fußballverband erklärte: „Die Tatsache, dass das Spiel nicht in Dublin stattfindet, ändert nichts an unserem Ehrgeiz zu gewinnen.“

Wie es weitergeht

Der FAI hat der UEFA noch nicht den genauen alternativen Austragungsort mitgeteilt; Island und die Schweiz gehören zu den in Betracht gezogenen Ländern, während Ungarn, wo Israel zuvor Heimspiele ausgetragen hat, nicht mehr zur Verfügung steht. Eine von einigen FAI-Mitgliedern angestrebte außerordentliche Hauptversammlung zur Abstimmung über einen Boykott ist für den Vorstand nicht bindend. Einige Spieler könnten unter Druck geraten, individuell zu boykottieren.

Wichtige Termine für Irlands Nations-League-Spiele gegen Israel
  1. FAI bestätigt Verlegung des Heimspiels an neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit
  2. Israels „Heimspiel“ an einem neutralen Ort
  3. Irlands Heimspiel an einem neutralen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Dublin

8 Quellen

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