Makroökonomie · Dublin

Irlands Steuereinnahmen steigen um 6 % auf 59,6 Mrd. € – erste Zahlungen der globalen Mindeststeuer von 15 % beflügeln Juli-Einnahmen

Irland hat in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 Steuern in Höhe von 59,6 Mrd. € eingenommen, ein Anstieg von knapp 6 % unter Ausklammerung der einmaligen Apple-Erlöse des Vorjahres, da die ersten Zahlungen der globalen Mindeststeuer von 15 % von Großunternehmen die Körperschaftsteuer im Juli ankurbelten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, Irish Examiner, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dublin · Irland

Steuereinnahmen steigen um 6 % ohne Apple-Sondereffekt

Die irischen Steuereinnahmen erreichten in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 59,6 Mrd. €, ein Plus von 1,6 Mrd. € oder 2,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ohne die einmaligen Erlöse aus dem Apple-Steuerfall, die die Vorjahreszahlen (1,726 Mrd. €) in die Höhe getrieben hatten, stiegen die Steuereinnahmen im Jahresverlauf um 3,4 Mrd. € oder knapp 6 %. Die Bruttogesamteinnahmen einschließlich nichtsteuerlicher Einnahmen und Kapitalressourcen erreichten 73,6 Mrd. €, ein Anstieg von 800 Mio. € im Jahresvergleich. Das Finanzministerium erklärte, der starke Ausgang sei auf die Einkommensteuer, die Mehrwertsteuer und die ersten Zahlungen im Rahmen eines neuen globalen Mindeststeuersatzes von 15 % für große Unternehmen zurückzuführen.

Juli-Einnahmen getrieben von Mehrwertsteuer und Einkommensteuer

Die Steuereinnahmen im Juli beliefen sich auf insgesamt 9,6 Mrd. €, ein Plus von 1,1 Mrd. € gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Die Mehrwertsteuer erbrachte im Juli 3,8 Mrd. €, ein Plus von 600 Mio. € oder 17,5 %, der größte monatliche Anstieg. Das Finanzministerium wies darauf hin, dass die Mehrwertsteuerzahlung durch zeitliche Effekte begünstigt wurde, und der Irish Independent führte den Anstieg teilweise auf eine Hitzewelle zurück, die die Verbraucher zum Geldausgeben animierte. Die Einkommensteuereinnahmen erreichten im Juli 3,3 Mrd. €, ein Plus von 400 Mio. € oder 12,7 %, einer der höchsten monatlichen Sprünge im Jahr 2026.

Steuereinnahmen Juli 2026: Wachstum im Jahresvergleich nach Kategorie%
Körperschaftsteuer
5.1 %
Einkommensteuer
12.7 %
Mehrwertsteuer
17.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Die Körperschaftsteuer brachte im Juli 1,3 Mrd. € ein, ein Plus von 100 Mio. € oder 5,1 % im Jahresvergleich. Allerdings stammten rund 1,1 Mrd. € davon aus Zahlungen im Rahmen des neuen 15 %-Aufschlagsatzes für größere Unternehmen, der im Zuge einer Überarbeitung der globalen Steuerregeln für multinationale Konzerne eingeführt wurde. Der Juli war der erste Monat, in dem Zahlungen nach den neuen Regeln fällig wurden, die für Gewinne ab Januar 2024 gelten. Daryl Hanberry, Steuer- und Rechtspartner bei Deloitte Irland, sagte, es sei „überraschend, den deutlichen Rückgang der Kernkörperschaftsteuer“ in diesem Monat zu sehen. Beamte des Finanzministeriums erklärten, die Zahlen seien durch eine große, einmalige Steuerzahlung im letzten Juli verzerrt worden.

Entwicklung im Jahresverlauf

Kumuliert erreichten die Körperschaftsteuereinnahmen in den sieben Monaten bis Juli 15 Mrd. €, ein Plus von 678 Mio. € oder 4,7 % gegenüber dem Vorjahr (ohne den Apple-Sondereffekt). Die Einkommensteuer, die größte Einnahmequelle des Staates, belief sich auf insgesamt 21,9 Mrd. €, ein Plus von 1,5 Mrd. € oder 7,5 %. Die Mehrwertsteuereinnahmen lagen bei 16,3 Mrd. €, ein Plus von 1,4 Mrd. € oder 9,7 %. Ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Lebensmittelbetriebe und Friseure, der am 1. Juli in Kraft trat, wird sich erst im September niederschlagen.

Steuereinnahmen nach Kategorie im Jahresverlauf, Ende Juli 2026Mrd. €
Körperschaftsteuer
15 Mrd. €
Einkommensteuer
21.9 Mrd. €
Mehrwertsteuer
16.3 Mrd. €

Daten aus dem Artikeltext

Separate CSO-Zahlen zeigen, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin nahe einem historischen Tiefstand von 5 % verharrt. Kevin Timoney, Chefökonom des Brokerhauses Davy, sagte, der Anstieg der Einkommensteuer sei ein Beleg für „einen sehr starken Arbeitsmarkt“.

Ausgabendruck und Defizit

Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 74,2 Mrd. €, wobei die Bruttoausgaben 64,9 Mrd. € betrugen, ein Plus von 4,5 Mrd. € oder 7,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die laufenden Ausgaben lagen 7,8 % über dem Vorjahr, die Investitionsausgaben 4,3 %. Bis Ende Juli wies der Staatshaushalt ein Defizit von 0,6 Mrd. € auf, verglichen mit einem Überschuss von 4,1 Mrd. € im Vorjahr. Der zugrunde liegende Haushaltssaldo verschlechterte sich um 1,4 Mrd. € aufgrund von Überweisungen an zwei staatliche Investmentfonds.

Mehrausgaben im Gesundheits- und Bildungsbereich beliefen sich im bisherigen Jahresverlauf auf insgesamt über 500 Mio. €, wobei das Gesundheitswesen 0,4 Mrd. € über dem veranschlagten Wert und das Bildungswesen 0,1 Mrd. € darüber lag. Der Irish Fiscal Advisory Council warnte, dass „erhebliche Mehrausgaben wahrscheinlich sind“ und sagte, sie seien „am deutlichsten im Gesundheitswesen“ zu erkennen. Die Regierung prognostiziert für dieses Jahr Mehrausgaben der Ministerien in Höhe von 700 Mio. €.

Politische Reaktion

Der Tánaiste und Finanzminister Simon Harris sagte, die Ergebnisse zeigten die Notwendigkeit, „einen vernünftigen und nachhaltigen Ansatz in der Fiskalpolitik“ beizubehalten.

„Der Haushalt 2027 wird eine sorgfältige Balance finden: Wir werden ein Paket schnüren, das den Arbeitnehmern hilft, mehr von ihrem Einkommen zu behalten, während wir weiterhin in unsere öffentlichen Dienstleistungen und die kritische Infrastruktur investieren.“

Simon Harris, Tánaiste und Finanzminister

Der Minister für öffentliche Ausgaben, Jack Chambers, sagte, die Zahlen „unterstreichen die erhöhten Investitionen in Dienstleistungen und Infrastruktur“, die die Regierung tätigt. Das Finanzministerium prognostizierte im April einen gesamtstaatlichen Überschuss von 9,2 Mrd. € oder 2,5 % des modifizierten Bruttonationaleinkommens für das Jahr.

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Quellen und Kontext

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