Diplomatie · Cork und Dublin
Fine-Gael-Blueprint beziffert die Kosten der irischen Einheit im ersten Jahr auf 3,2 bis 25 Mrd. Euro
Die Kostenmodellierung der Partei beziffert die Rechnung für das erste Jahr auf etwa 3,2 Mrd. bis 25 Mrd. Euro und schlägt einen Nord-Süd-Minister, einen Staatsfonds und ein gesetzlich verankertes Forum zur Steuerung des Übergangs vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Examiner, Irish Independent, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Kinsellas Modellierung beziffert die Kosten für den Fiskus im ersten Jahr auf etwa 3,2 Mrd. bis 25 Mrd. Euro, je nach Modell und je nach Einigung mit der britischen Regierung.
Das ungünstigste Szenario schätzt eine Rechnung von 41,2 Mrd. Euro für das 25. Jahr nach der Einheit.
Die gemanagte Integration bräuchte über 25 Jahre ein jährliches Wachstum Nordirlands von etwa 3 % bis 4,7 %, gegenüber einem Schnitt von etwa 1,3 % seit Anfang der 2000er-Jahre.
Der Blueprint schlägt einen Staatsminister für Nord-Süd-Beziehungen, eine Einheit im Department of the Taoiseach, einen Staatsfonds und ein fünfjähriges Forum mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre vor.
- Tage vor dem Ard FheisTaoiseach Micheál Martin kündigt eine Future Studies Initiative zu Szenarien der Vereinigung an
- 7.11.Fine Gael veröffentlicht auf dem Ard Fheis in Cork den „Blueprint for a Unified Ireland“
- Samstagabend, 7. NovemberSimon Harris sagt auf der Konferenz in Cork, das Dokument beginne ein Gespräch
Was der Blueprint vorschlägt
Fine Gael hat am Samstag, 7. November, auf seinem Ard Fheis in Cork den „Blueprint for a Unified Ireland“ vorgestellt. Die Kostenmodellierung wurde von dem Ökonomen Stephen Kinsella erstellt, der den Tánaiste Simon Harris berät, und legt vier Modelle für eine vereinte Insel vor: „Unitary“, „Federal“, „Managed Integration“ und „Higher Cost“, jeweils gemessen am Status quo. Die Modellierung beziffert die Kosten für den Fiskus im ersten Jahr auf etwa 3,2 Mrd. bis 25 Mrd. Euro, wobei die Financial Times das untere Ende auf 3 Mrd. Euro rundet.
- Erstes Jahr, niedrigste Schätzung
- 3.2 Mrd. €
- Erstes Jahr, höchste Schätzung
- 25 Mrd. €
- 25. Jahr, Hochkostenszenario
- 41.2 Mrd. €
Daten aus dem Artikeltext
Die Spanne hängt vom gewählten Modell ab, davon, ob die britische Regierung aufgelaufene Rentenansprüche und Schuldzinsen behält, und davon, wie Gehälter, Renten und öffentliche Dienstleistungen harmonisiert werden. Das ungünstigste Hochkostenszenario beziffert die Rechnung für das 25. Jahr nach der Einheit auf 41,2 Mrd. Euro. Kinsella betont, es gebe „keine einzige feste Kostengröße für die Einheit“, und eine Einigung mit London sei entscheidend für die Schätzungen.
Die Partei schlägt zudem einen Staatsminister für Nord-Süd-Beziehungen innerhalb einer eigenen Einheit im Department of the Taoiseach vor, dazu einen Staatsfonds zur Deckung der Übergangskosten. Außerdem soll ein unabhängiges, von der Regierung unterstütztes, gesetzlich verankertes parteiübergreifendes Forum entstehen, geleitet von einem unabhängigen Vorsitzenden, das fünf Jahre lang läuft und um zwei Jahre verlängert werden kann.
Wachstum und die Kosten des Übergangs
Kinsellas Analyse betrachtet das Wirtschaftswachstum als entscheidenden Faktor. Das jährliche Wachstum Nordirlands lag seit Anfang der 2000er-Jahre im Schnitt bei etwa 1,3 %. Bei der gemanagten Integration, in der Gehälter im öffentlichen Dienst und soziale Sicherung schrittweise angeglichen werden, die Infrastrukturausgaben steigen und einige öffentliche Dienste parallel laufen, während die Institutionen verschmelzen, bräuchte die Region ein jährliches Wachstum von etwa 3 % bis 4,7 %, um die Übergangskredite über 25 Jahre zu finanzieren. Bei 2 % pro Jahr, argumentiert er, zahle kein Modell diese Kredite innerhalb von 25 Jahren zurück.
„Ein Plan für die Wiedervereinigung muss als Plan für schnelleres Wachstum in Nordirland beginnen.“
Er verweist auf Abwasser, das Stromnetz und den Verkehr sowie auf Qualifikationen, die Produktivität lokaler Unternehmen und Forschung und Entwicklung. Die Regionalregierung Nordirlands hat in diesen Bereichen Ambitionen, doch es fehlten die Mittel oder der politische Wille für nennenswerte Fortschritte. Kinsella betrachtet auch die deutsche Wiedervereinigung und merkt an, dass die Konvergenz nach 2011 wieder einsetzte, von 2012 bis 2019 am schnellsten lief, durch Covid gestoppt wurde und seither langsamer geworden ist, besonders außerhalb Berlins.
Politische Reaktionen
Emer Currie TD, die das Dokument zusammengestellt hat, wies die Vorstellung zurück, die Kosten könnten die öffentliche Unterstützung bremsen. Sie argumentierte, die Menschen seien bereit, die Einheit zu finanzieren.
„Ich denke, die Menschen sind bereit, die Kosten für eine vereinte Insel zu tragen.“
Simon Harris, der auch stellvertretender Premierminister und Finanzminister ist, sagte am Samstagabend auf der Konferenz in Cork, das Dokument sei der Anfang eines Gesprächs und nicht dessen Ende. Wenige Tage zuvor hatte Taoiseach Micheál Martin eine Future Studies Initiative angekündigt, die drei Szenarien prüfen soll: ein wiedervereinigtes Irland mit Regierung in Dublin, einen Bundesstaat, in dem nordirische Institutionen in Belfast bleiben, und den Status quo. Die Initiative wird kein bevorzugtes Ergebnis auswählen.
Außenministerin Helen McEntee sagte, Fine Gael plane nicht, in Nordirland Kandidaten aufzustellen, wolle aber echte Gespräche darüber, wie ein vereintes Irland aussehen könnte. Die Sinn-Féin-Vorsitzende Mary Lou McDonald begrüßte den Blueprint und forderte Harris auf, Oppositionsparteien, die Parteien im Norden, die Zivilgesellschaft und die Diaspora einzubinden.
„Irlands Zukunft ist viel zu wichtig, um durch parteipolitische Unterschiede eingeengt zu werden.“
Fine Gaels größere Bewährungsprobe
Der Leitartikel der Irish Times ordnet den Blueprint als Teil eines größeren Identitätsproblems ein. Fine Gaels Unterstützung hat sich seit 2011 halbiert, und Harris' persönliche Beliebtheit sinkt. Die Partei sucht Erneuerung unter den Worten „Stabilität und Reform“. Harris forderte in seiner im Fernsehen übertragenen Rede Strafen für Menschen, die das Arbeitslosengeld als Lebensweise betrachten. Eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage sah die Democratic Unionist Party bei 14 %, dem niedrigsten Wert seit fünf Jahren, wegen ihres Umgangs mit einem geplanten Marsch des Oranierordens; die Partei ist die größte unionistische Gruppe in Nordirland.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Irish ExaminerÖffentlichkeit ist „bereit, für eine vereinigte Insel zu zahlen“, sagt Fine GaelPublic 'prepared to pay for a unified island', says Fine Gael · Original auf Englisch
- Irish IndependentDie Menschen sind „bereit, die milliardenschweren Kosten für ein vereinigtes Irland zu zahlen“, sagt Fine GaelPeople are 'prepared to pay' the multi-billion cost for unified Ireland, Fine Gael says · Original auf Englisch
- Financial Times NewsDublin stellt „Blaupause“ für ein vereinigtes Irland vorDublin launches 'blueprint' for united Ireland · Original auf Englisch
- The Irish TimesNachricht vom Herausgeber: Die nervöse Selbstreflexion von Fine GaelMessage from the Editor: Fine Gael's nervous introspection · Original auf Englisch
- Emer Currie
- Fine-Gael-TD, die das Blueprint-Dokument zusammenstellte und vorstellte
- Simon Harris
- Fine-Gael-Vorsitzender, Tánaiste und Finanzminister, der im November 2027 Taoiseach werden soll
- Micheál Martin
- Taoiseach und Fianna-Fáil-Vorsitzender, der die Future Studies Initiative vorschlug
- Stephen Kinsella
- Ökonom, der die Kostenmodellierung für den Blueprint erstellte und Tánaiste Simon Harris berät
- Helen McEntee
- Außenministerin, die gemeinsam mit Emer Currie zum Blueprint sprach
- Mary Lou McDonald
- Sinn-Féin-Vorsitzende, die den Blueprint begrüßte und eine breitere Einbindung forderte
- Deirdre Heenan
- Professorin der Ulster University, deren Forschung in den Blueprint einfloss
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