
Irans WM-Delegation steht vor Visum-Sackgasse und Ticketkontingent-Streichung vor US-Gruppenphase
13 Mitglieder der iranischen WM-Delegation haben noch immer keine US-Visa, und das gesamte Ticketkontingent für drei Gruppenspiele wurde ohne Begründung gestrichen, was dringende Gespräche zwischen der FIFA und dem iranischen Fußballverband auslöste.
Visum-Sackgasse
Die iranische Nationalmannschaft ist in ihrem Basislager in Tijuana, Mexiko, eingetroffen, doch 13 Delegationsmitglieder haben noch keine Visa für die Einreise in die Vereinigten Staaten erhalten, wo alle drei Spiele der Gruppe G ausgetragen werden. Der iranische Fußballverband (FFIRI) forderte am Dienstag von der FIFA Aufklärung, nachdem die gesamte Quote von 8 % der Stadionkapazität für jedes seiner drei Vorrundenspiele ohne Angabe von Gründen gestrichen worden war.
FIFA-Gespräche
Kenny Grafström, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände, traf sich mit der iranischen Delegation in Tijuana und bezeichnete das Gespräch als „äußerst konstruktiv“. Grafström bezog sich auf ein vorheriges persönliches Treffen in Istanbul, wo sich der Iran auf das Turnier vorbereitet hatte.
Präsident Taj und ich hatten eine äußerst konstruktive Diskussion, genau wie bei unserem letzten persönlichen Treffen in Istanbul. Die FIFA wird den Dialog und die Zusammenarbeit mit der FFIRI fortsetzen, um sicherzustellen, dass die Erfahrung des Teams und der Delegation positiv ist und sie alle notwendigen Bedingungen haben, um auf dem Platz zu bestehen. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen.
Spielplan Gruppe G
Der Iran, trainiert von Amir Ghalenei, trifft am 16. Juni auf Neuseeland und am 21. Juni auf Belgien, beide Spiele in Los Angeles, bevor am 27. Juni in Seattle ein Spiel gegen Ägypten ansteht. Das Team bereitet sich unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in Tijuana vor und muss für die Gruppenphase dreimal in die USA einreisen.
Geopolitischer Hintergrund
Die logistischen Komplikationen ereignen sich vor dem Hintergrund eines aktiven Krieges zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, der seit der amerikanisch-israelischen Offensive auf Teheran am 28. Februar andauert. Der Konflikt verleiht dem, was normalerweise routinemäßige Turnierlogistik wäre, eine zusätzliche diplomatische Brisanz.
- Iran gegen Neuseeland in Los Angeles
- Iran gegen Belgien in Los Angeles
- Iran gegen Ägypten in Seattle


