
CBO berichtet: USA-Krieg mit Iran kostet 38 Milliarden Dollar bis August, monatliche Ausgaben bis zu 3 Milliarden Dollar
Eine überparteiliche Bewertung des Congressional Budget Office zeigt, dass der Konflikt die Raketenbestände erschöpft hat und mindestens fünf Jahre benötigen wird, um die geleerten Arsenale wieder aufzufüllen.
Ausgabenaufschlüsselung und monatliche Prognosen
Das überparteiliche Congressional Budget Office veröffentlichte am Dienstag eine Bewertung, wonach der militärische Konflikt der USA gegen Iran bis zum 1. August 2026 38 Milliarden Dollar gekostet hat. Die monatlichen Ausgaben werden je nach Intensität der Operationen auf zwei bis drei Milliarden Dollar geschätzt, wobei eine aktive Eskalation die Ausgaben in Richtung der oberen Grenze treibt. Die Zahlen liegen nahe an den 37,5 Milliarden Dollar, die Verteidigungsminister Pete Hegseth am 21. Juli 2026 in einer Senatsanhörung genannt hatte. Pete Hegseth beantragte im Sommer zusätzliche 67 Milliarden Dollar als Ergänzungsmittel vom Kongress, um die Operationen aufrechtzuerhalten. Der bewaffnete Konflikt begann am 28. Februar 2026 nach gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf iranische Einrichtungen.
- Krieg beginnt nach gemeinsamen Angriffen auf Iran
- Verteidigungsminister Pete Hegseth meldet Kosten von 37,5 Milliarden Dollar an den Senat
- Stichtag der CBO-Abrechnung mit Gesamtkosten von 38 Milliarden Dollar
- CBO veröffentlicht Bericht mit Prognose monatlicher Kriegskosten von bis zu 3 Milliarden Dollar
Munitionsverbrauch und Ersatzzeitplan
Der Munitionsverbrauch stellt die größte Komponente der direkten Kriegsausgaben dar; allein für den Ersatz verbrauchter Waffen sind 21,7 Milliarden Dollar erforderlich. Die Wiederauffüllung der erschöpften Bestände an Raketenabwehrsystemen wird etwa 13 Milliarden Dollar kosten, während der Ersatz von Marschflugkörpern für Landangriffe rund 7 Milliarden Dollar ausmacht. Das CBO schätzt, dass die vollständige Wiederherstellung der erschöpften US-Arsenale fünf Jahre dauern könnte. Eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Pentagon-Generalinspekteurs nannte Engpässe bei Rohstoffen und Facharbeitern als Haupthindernisse für die Produktion. Das US-Militär verbrauchte in den ersten fünf Monaten der Operationen praktisch alle seine Bestände an weitreichenden Präzisionsraketen.
- Munitionsersatz insgesamt
- 21.7 Mrd. $
- Abfangraketen der Raketenabwehr
- 13 Mrd. $
- Marschflugkörper für Landangriffe
- 7 Mrd. $
Strategische Einsatzbereitschaft und wirtschaftliche Auswirkungen
Der schnelle Munitionsverbrauch schafft Herausforderungen für die US-Verteidigungsbereitschaft, falls ein weiterer bewaffneter Konflikt ausbricht. Der CBO-Bericht warnte, dass das Defizit bei Abfangraketen und Marschflugkörpern schwerwiegende operative Verwundbarkeiten gegenüber einem Gegner schafft, der über große ballistische Raketen- und Marschflugkörperarsenale verfügt. Im Inland prognostizierte das CBO, dass der Krieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2027 die US-Inflation um 0,5 % erhöhen wird. Die finanzielle Bewertung umfasst weder die Bundeskreditaufnahme, die die Gesamtschuldenlast um zig Milliarden Dollar erhöhen könnte, noch die jüngsten Angriffe auf US-Militärbasen und Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Politischer Zank in Washington
Die Untersuchung wurde auf Ersuchen des Abgeordneten Brendan Boyle aus Pennsylvania, des ranghöchsten Demokraten im Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses, durchgeführt. Das CBO stellte fest, dass das Verteidigungsministerium während der Vorbereitung der Studie die Zusammenarbeit mit den Finanzprüfern des Kongresses verweigerte. Vertreter des Weißen Hauses und des Pentagons gaben keine sofortigen Stellungnahmen zu den Ergebnissen ab. Der Abgeordnete Brendan Boyle kritisierte den Militärfeldzug und seine finanziellen Kosten vor den anstehenden Kongresswahlen im November.
Donald Trumps katastrophaler Krieg im Iran hat bereits das Leben tapferer amerikanischer Soldaten gefordert und andere verletzt. Über diese menschlichen Kosten hinaus macht dieser überparteiliche CBO-Bericht deutlich, dass der Krieg auch die amerikanischen Steuerzahler zig Milliarden Dollar gekostet hat und weiter kostet, während er gleichzeitig die Preise in die Höhe treibt.
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