Konflikte · Seoul und Teheran
Irans Außenminister droht Deutschland, nachdem Merz von über 100 Milliarden Euro Energiekosten spricht
Irans Außenminister Abbas Araghchi warnte auf X, jeder neue Krieg werde Schäden weit über 100 Milliarden Dollar nach sich ziehen. Er reagierte damit auf Bundeskanzler Friedrich Merz, der in Seoul sagte, der Iran-Konflikt habe Europa mehr als 100 Milliarden Euro an höheren Energiepreisen gekostet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, La Razón, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Merz sagte am 30. Oktober in Seoul, europäische Unternehmen und Verbraucher hätten wegen des Konflikts mehr als 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Energiekosten gezahlt, und Deutschland wolle einen diplomatischen Ausweg.
Araghchi schrieb auf X, jeder neue Krieg werde massive Angriffe und Schäden weit über 100 Milliarden Dollar bringen, und erklärte, rote Linien gehörten der Vergangenheit an.
Araghchi verwies auf Merz' ZDF-Interview vom 17. Juni 2025 beim G7-Gipfel in Kananaskis in Kanada, in dem Merz die israelischen Angriffe auf den Iran als Drecksarbeit für alle bezeichnet hatte.
Die Gespräche zwischen Teheran und Washington stocken seit Juli, während eine katarische Delegation am 30. Oktober in Teheran mit iranischen Behörden zusammenkam – ihr zweiter Besuch binnen einer Woche.
- Juli 2026Die Friedensgespräche zwischen Teheran und Washington stocken
- 30.10.Merz sagt, Europa habe über 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Energiekosten gezahlt
- 31.10.Araghchi warnt vor einem verheerenden Schlag und erklärt, rote Linien gehörten der Vergangenheit an
Merz' Plädoyer für einen diplomatischen Ausweg
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach am 30. Oktober während eines Besuchs in Südkorea in Seoul. Er sagte, Deutschland suche einen diplomatischen Ausweg aus dem Krieg, der die Energiepreise für europäische Unternehmen und Verbraucher in die Höhe getrieben habe. Nach seinen Angaben hatten sich die Zusatzkosten auf mehr als 100 Milliarden Euro summiert, weshalb Deutschland ein starkes wirtschaftliches Interesse daran habe, den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden. Berlin koordiniere und verstärke seine diplomatischen Bemühungen über viele Kanäle, sagte er. Merz appellierte zudem an alle Konfliktparteien.
„Dieser Konflikt lässt sich nicht militärisch lösen.“
Araghchis Drohung
Irans Außenminister Abbas Araghchi reagierte am Samstag, 31. Oktober, auf X und bezeichnete Merz' Zahl als klein im Vergleich zu dem, was Irans Streitkräfte leisten könnten. In seinem Beitrag warnte er vor Vergeltung gegen jeden, der es wage, dem iranischen Volk zu schaden.
„100 Milliarden Euro sind nichts im Vergleich zu dem verheerenden Schlag, den Irans mächtige Streitkräfte denen zufügen werden, die es wagen, unserem Volk zu schaden.“
Araghchi erklärte zudem, rote Linien gehörten der Vergangenheit an. Im Fall eines neuen Krieges würden massiven Angriffen und Schäden weit über 100 Milliarden Dollar folgen, sagte er. Mohsen Resaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, kritisierte am Freitag, 30. Oktober, die europäische Sorge über die Energiekosten und fragte auf X, ob die Europäer bedacht hätten, dass die Folgen des Beifalls für Kriegsverbrechen auch sie erreichen würden.
Die „Drecksarbeit“-Äußerung von 2025
Israel hatte im Juni 2025 einen zwölftägigen Krieg gegen den Iran begonnen, und Araghchi verwies auf eine Äußerung von Merz aus dieser Zeit. In einem ZDF-Interview am 17. Juni 2025 während des G7-Gipfels in Kananaskis in Kanada hatte Merz die israelischen Angriffe auf den Iran als Drecksarbeit bezeichnet, die für alle erledigt werde. Er lobte zugleich den Mut der israelischen Armee und Regierung und sagte, Europa hätte sonst womöglich noch Monate und Jahre mehr unter dem Terror des Regimes gestanden, möglicherweise mit einer Atombombe. Araghchi warf ihm vor, die US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe des vergangenen Jahres als Europas Drecksarbeit begrüßt zu haben. Die Äußerung hatte breite Kritik ausgelöst, und Merz sagte später, er habe es so beschrieben, es gebe keinen Anlass, das zu wiederholen.
„Ich habe es so beschrieben, es gibt keinen Anlass, das zu wiederholen. Man kann es so oder so ausdrücken.“
Gespräche stocken, Spannungen wachsen
Die Friedensgespräche zwischen Teheran und Washington stocken seit Juli. Nach Angaben iranischer Medien traf am 30. Oktober eine katarische Delegation in Teheran mit iranischen Behörden zusammen, der zweite Katar-Besuch binnen einer Woche. Der Besuch fiel in eine Zeit, in der US-Medien über eine mögliche neue Eskalation spekulierten. Merz äußerte sich am selben Tag in Seoul, Araghchis Beitrag folgte am Samstag, 31. Oktober. Der Krieg begann am 28. Februar 2026, als Israel und die Vereinigten Staaten den Iran angriffen; Merz bezog die zusätzlichen Energiekosten auf die acht Monate seither.
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USA und Iran: Angriffspläne und Hormus
Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
- 01.11Araghchi warnt, ein neuer Krieg würde über 100 Milliarden Dollar kosten, und antwortet damit auf Merz‘ Behauptung zu Energiekosten
- 01.11Trump sagt, die USA müssten noch „ein oder zwei Ziele“ angehen
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Quellen und Kontext
- Spiegel OnlineIran: Friedrich Merz wird für Drecksarbeit-Aussage attackiert
- La RazónIran verurteilt deutsche Unterstützung für den Krieg und warnt vor einem hohen Preis für EuropaIrán denuncia el apoyo alemán a la guerra y advierte de un alto precio para Europa · Original auf Spanisch
- Blick.chDeutschland mit "vernichtendem Schlag" des Irans konfrontiert?
- watson.ch/Iran weist Äusserungen von Friedrich Merz zurück - und droht
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler (CDU), der am 30. Oktober in Seoul die Äußerungen zu den Energiekosten machte und im Juni 2025 die „Drecksarbeit“-Bemerkung
- Abbas Araghchi
- Irans Außenminister, der Merz auf X mit der Drohung eines verheerenden Schlags antwortete
- Mohsen Rezaei
- Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, der die europäische Sorge über die Energiekosten kritisierte
- Orte
- Seoul, Teheran, Iran, Deutschland, Israel, Vereinigte Staaten
- Organisationen
- Europäische Union
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