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Kurz gefasst

  • Mohammad Mohbeer, ein Berater des Staatsoberhaupts Mojtaba Khamenei, sagte, Iran werde neun Länder angreifen, falls iranische Militärstützpunkte oder petrochemische Anlagen erneut attackiert würden. Die Nachrichtenagentur Tasnim verbreitete die Äußerungen; die Länder nannte er nicht.

  • Farzin Nadimi vom Washington Institute sagte gegenüber CNN, amerikanische Militäreinrichtungen in Großbritannien und der Stützpunkt Ramstein in Deutschland könnten Ziele sein, falls Iran Langstreckenraketen gegen Europa einsetze. Es gibt keine Bestätigung dafür, dass Iran solche Angriffe beschlossen hat.

  • Anfang Oktober zogen die USA Langstreckenbomber von RAF Fairford nach einer nicht näher bezeichneten Bedrohung ab. Wenige Tage zuvor hatten britische Behörden mehrere Verdächtige wegen eines mutmaßlichen iranischen Komplotts gegen den Stützpunkt festgenommen.

  • Außenminister Abbas Araghchi sagte, die Straße von Hormus werde innerhalb weniger Tage wieder geöffnet, wenn die USA Irans Vorschlag für einen siebentägigen Waffenstillstand akzeptierten. Donald Trump lehnte den Deal ab, so mehrere vom Wall Street Journal zitierte US-Vertreter.

Teheran
Teheran, Fairford, Ramstein · Iran, Vereinigtes Königreich, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. Ende September 2026Der Sprecher der Revolutionsgarde, Hossein Mohebbi, sagt, die Garden hätten neue Ziele, die noch nicht getroffen wurden
  2. Anfang Oktober 2026Die USA ziehen Langstreckenbomber nach einer nicht näher bezeichneten Bedrohung von RAF Fairford ab
  3. 19.10.Mohammad Mohbeer droht neun Ländern; Mohebbi sagt, die meisten US-Stützpunkte in der Region seien nicht mehr aktiv

Warnung an neun Länder

Mohammad Mohbeer, ein konservativer Politiker und Berater des Staatsoberhaupts Mojtaba Khamenei, sagte, Iran werde mehrere US-Verbündete im Nahen Osten angreifen, falls das Land erneut attackiert werde. Die von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Äußerungen bezogen sich auf neun Länder und knüpften die Vergeltung an Angriffe auf iranische Militärstützpunkte oder petrochemische Anlagen. Die neun Länder nannte er nicht. Seine Erklärung wiederholte eine Drohung, die zuvor Irans neuer Verteidigungsminister Mehrdad Akhlaghi Ketabchi ausgesprochen hatte.

Hossein Mohebbi, Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde, schlug am Montag, dem 19. Oktober, einen anderen Ton an. Er sagte, die meisten amerikanischen Stützpunkte in der Region seien nicht mehr einsatzfähig und die US-Streitkräfte seien mehrere hundert Kilometer von Iran weg verlegt worden. Aus seiner Sicht ist Washington mit voller militärischer Macht in den Krieg gezogen, kann aber keinen neuen Konflikt mehr beginnen, der ihm weiteren Nutzen brächte. Zudem sagte er, der Krieg sei nicht vorbei und die Garden hätten sich auf einen langen Krieg vorbereitet.

Ziele jenseits des Nahen Ostens

Während des gesamten Septembers verbreiteten iranische Militärkommandeure eine Reihe öffentlicher Botschaften, in denen sie behaupteten, Iran habe große Bestände neuer Waffen aufgebaut. Ende September sagte Mohebbi, die Garden hätten neue Ziele, die noch nicht getroffen worden seien. Iranische Vertreter ließen die Möglichkeit offen, bei einer Wiederaufnahme der Feindseligkeiten Unterseekabel für das Internet, KI-Rechenzentren sowie regionale Öl- und Gasanlagen anzugreifen.

Farzin Nadimi, leitender Forscher am Washington Institute, sagte gegenüber CNN, falls Teheran Langstreckenraketen gegen europäische Ziele einsetze, könnten darunter auch amerikanische Militäreinrichtungen in Großbritannien und der Stützpunkt Ramstein in Deutschland fallen. Er bezeichnete einen solchen Schritt als schwere Eskalation, die nur in einem sehr fortgeschrittenen Stadium des Konflikts erfolgen würde. Es gibt keine Bestätigung dafür, dass Iran entschieden hat, europäische Ziele anzugreifen.

Die Sorge wuchs Anfang Oktober, als die USA Langstreckenbomber, die auf dem britischen Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, abzogen und nach einer nicht näher bezeichneten Bedrohung zu US-Stützpunkten zurückbrachten. Wenige Tage zuvor hatten britische Behörden mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen iranischen Komplott gegen den Luftwaffenstützpunkt festgenommen, auf dem die Bomber stationiert waren.

Pattsituation und die Optionen der USA

Fast neun Monate, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel im Februar ihren Krieg gegen Iran begonnen haben, ist der Konflikt in einer Sackgasse ohne absehbares Ende angelangt. Die Regierung Trump prüft neue wirtschaftliche und militärische Maßnahmen, um Teheran zu Zugeständnissen zu zwingen, während Iran weiter Widerstand leistet. Beide Seiten beanspruchen den Sieg: Teheran verweist auf sein Überleben, Washington auf die Schäden, die es dem iranischen Regime zugefügt hat. Nach Angaben mehrerer von CNN zitierter US-Vertreter hat das Pentagon Pläne ausgearbeitet, die auch die Bombe GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast umfassen – die stärkste nichtnukleare Waffe im Arsenal der USA.

Diplomatie und die Straße von Hormus

Außenminister Abbas Araghchi schrieb auf X, als Washington zuletzt die Sache zu Ende bringen wollte, sei Iran stärker daraus hervorgegangen, und warnte, auch Iran habe noch offene Rechnungen. Er warf Benjamin Netanyahu vor, Amerika in einen weiteren Krieg zu treiben, um dem Gefängnis zu entgehen, ohne Rücksicht auf die Folgen für Israel. Araghchi sagte laut CBS News, die Straße von Hormus, die während des Konflikts geschlossen war, werde innerhalb weniger Tage wieder geöffnet, wenn die USA Irans Vorschlag für einen siebentägigen Waffenstillstand akzeptierten. Zu den berichteten Bedingungen gehören die Freigabe von Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögen, die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl und die Aufhebung der Seeblockade, wobei die Meerenge erst am letzten Tag wieder geöffnet würde. Trump lehnte den Vorschlag ab, und mehrere US-Vertreter sagten gegenüber dem Wall Street Journal, er zweifle daran, dass Iran seine Zusagen einhalten würde.

Zivilisten in Teheran

Ein 70-jähriger Einwohner Teherans sagte gegenüber CNN, er und andere warteten jeden Tag und jede Nacht darauf, dass die Bombardierung wieder beginne. Er habe alle seine tragbaren Akkus aufgeladen und Wasser für Luftangriffe bevorratet. Die einfachen Iraner, ohnehin zermürbt von Jahren des Konflikts und wirtschaftlicher Unsicherheit, leben mit der Angst, dass der Krieg jeden Moment zurückkehren könnte.

Weiter in der heutigen Ausgabe

Israel nimmt zehn nach Siedlerangriffen im Westjordanland festDie israelische Polizei hat am Montag, 19. Oktober, mitgeteilt, sie habe zehn Menschen wegen Siedlergewalt im besetzten Westjordanland festgenommen, darunter wegen des Angriffs auf eine US-Fotojournalistin und eines Angriffs auf eine europäische Diplomaten-Delegation am Vortag.Konflikte · vor 58 Min.
Heutiger Brief · 4 Min. zum AnhörenRussische Angriffe kappen 550.000 ukrainischen Haushalten den StromLive · 1 ThemaBrasiliens Wahlgericht ordnet Meta-Audit an

Quellen und Kontext

  • in.grvor 5 Std.Iran: Wenn die USA erneut angreifen, werden neun Länder im Nahen Osten den Preis zahlenΙράν: Αν οι ΗΠΑ επιτεθούν ξανά, εννέα χώρες στη Μέση Ανατολή θα πληρώσουν το τίμημα · Original auf Griechisch
  • ΣΚΑΪvor 6 Std.Iran droht 9 Ländern im Falle einer Wiederaufnahme der US-MilitäroperationenΤο Ιράν απειλεί 9 χώρες σε περίπτωση επανέναρξης των αμερικανικών στρατιωτικών επιχειρήσεων · Original auf Griechisch
  • Η Ναυτεμπορικήvor 11 Std.Iran warnt vor regionalem Krieg im Falle einer Wiederaufnahme des KonfliktsΤο Ιράν προειδοποιεί για περιφερειακό πόλεμο σε περίπτωση επανέναρξης της σύγκρουσης · Original auf Griechisch
  • Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα Onlinevor 13 Std.„Die Welt wird überrascht sein“: Signal für einen totalen Krieg aus Teheran"Ο κόσμος θα εκπλαγεί": Σήμα ολοκληρωτικού πολέμου από Τεχεράνη | ΤΟ ΒΗΜΑ · Original auf Griechisch
Mohammad Mohbeer
Konservativer Politiker und Berater des Staatsoberhaupts Mojtaba Khamenei, der neun Ländern drohte
Mojtaba Khamenei
Staatsoberhaupt Irans, dessen Berater die Drohung gegen neun Länder aussprach
Abbas Araghchi
Iranischer Außenminister, der vor neuen US-Angriffen warnte und einen siebentägigen Waffenstillstand vorschlug
Donald Trump
US-Präsident, der Irans Waffenstillstandsvorschlag ablehnte und neue militärische und wirtschaftliche Maßnahmen prüft
Benjamin Netanyahu
Israelischer Ministerpräsident, dem Araghchi vorwarf, die USA in einen weiteren Krieg zu treiben

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Veröffentlicht heute um 00:56.

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In diesem Text

Warnung an neun LänderWarnung an neun LänderZiele jenseits des Nahen OstensZiele jenseits des Nahen OstensPattsituation und die Optionen der USAPattsituation und die Optionen der USADiplomatie und die Straße von HormusDiplomatie und die Straße von HormusZivilisten in TeheranZivilisten in Teheran

Auf Grundlage von Berichten von

in.gr, ΣΚΑΪ, Η Ναυτεμπορική, Ειδήσεις, H Kαθημερινή, G4Media.ro, Digi24

Liste der Quellen

Konflikte · Teheran, Fairford und Ramstein

Iran droht neun Ländern im Nahen Osten für den Fall neuer US-Militäraktionen

Ein Berater des iranischen Staatsoberhaupts sagte, Teheran werde US-Verbündete in der Region angreifen, sollte es erneut attackiert werden – zu Beginn des Oktobers zog die USA Langstreckenbomber aus Großbritannien ab. Der im Februar begonnene Krieg ist in einer Sackgasse stecken geblieben.

Teheran

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