Mohammad Mohbeer, ein konservativer Politiker und Berater des Staatsoberhaupts Mojtaba Khamenei, sagte, Iran werde mehrere US-Verbündete im Nahen Osten angreifen, falls das Land erneut attackiert werde. Die von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Äußerungen bezogen sich auf neun Länder und knüpften die Vergeltung an Angriffe auf iranische Militärstützpunkte oder petrochemische Anlagen. Die neun Länder nannte er nicht. Seine Erklärung wiederholte eine Drohung, die zuvor Irans neuer Verteidigungsminister Mehrdad Akhlaghi Ketabchi ausgesprochen hatte.
Hossein Mohebbi, Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde, schlug am Montag, dem 19. Oktober, einen anderen Ton an. Er sagte, die meisten amerikanischen Stützpunkte in der Region seien nicht mehr einsatzfähig und die US-Streitkräfte seien mehrere hundert Kilometer von Iran weg verlegt worden. Aus seiner Sicht ist Washington mit voller militärischer Macht in den Krieg gezogen, kann aber keinen neuen Konflikt mehr beginnen, der ihm weiteren Nutzen brächte. Zudem sagte er, der Krieg sei nicht vorbei und die Garden hätten sich auf einen langen Krieg vorbereitet.
Während des gesamten Septembers verbreiteten iranische Militärkommandeure eine Reihe öffentlicher Botschaften, in denen sie behaupteten, Iran habe große Bestände neuer Waffen aufgebaut. Ende September sagte Mohebbi, die Garden hätten neue Ziele, die noch nicht getroffen worden seien. Iranische Vertreter ließen die Möglichkeit offen, bei einer Wiederaufnahme der Feindseligkeiten Unterseekabel für das Internet, KI-Rechenzentren sowie regionale Öl- und Gasanlagen anzugreifen.
Farzin Nadimi, leitender Forscher am Washington Institute, sagte gegenüber CNN, falls Teheran Langstreckenraketen gegen europäische Ziele einsetze, könnten darunter auch amerikanische Militäreinrichtungen in Großbritannien und der Stützpunkt Ramstein in Deutschland fallen. Er bezeichnete einen solchen Schritt als schwere Eskalation, die nur in einem sehr fortgeschrittenen Stadium des Konflikts erfolgen würde. Es gibt keine Bestätigung dafür, dass Iran entschieden hat, europäische Ziele anzugreifen.
Die Sorge wuchs Anfang Oktober, als die USA Langstreckenbomber, die auf dem britischen Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, abzogen und nach einer nicht näher bezeichneten Bedrohung zu US-Stützpunkten zurückbrachten. Wenige Tage zuvor hatten britische Behörden mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen iranischen Komplott gegen den Luftwaffenstützpunkt festgenommen, auf dem die Bomber stationiert waren.
Fast neun Monate, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel im Februar ihren Krieg gegen Iran begonnen haben, ist der Konflikt in einer Sackgasse ohne absehbares Ende angelangt. Die Regierung Trump prüft neue wirtschaftliche und militärische Maßnahmen, um Teheran zu Zugeständnissen zu zwingen, während Iran weiter Widerstand leistet. Beide Seiten beanspruchen den Sieg: Teheran verweist auf sein Überleben, Washington auf die Schäden, die es dem iranischen Regime zugefügt hat. Nach Angaben mehrerer von CNN zitierter US-Vertreter hat das Pentagon Pläne ausgearbeitet, die auch die Bombe GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast umfassen – die stärkste nichtnukleare Waffe im Arsenal der USA.
Außenminister Abbas Araghchi schrieb auf X, als Washington zuletzt die Sache zu Ende bringen wollte, sei Iran stärker daraus hervorgegangen, und warnte, auch Iran habe noch offene Rechnungen. Er warf Benjamin Netanyahu vor, Amerika in einen weiteren Krieg zu treiben, um dem Gefängnis zu entgehen, ohne Rücksicht auf die Folgen für Israel. Araghchi sagte laut CBS News, die Straße von Hormus, die während des Konflikts geschlossen war, werde innerhalb weniger Tage wieder geöffnet, wenn die USA Irans Vorschlag für einen siebentägigen Waffenstillstand akzeptierten. Zu den berichteten Bedingungen gehören die Freigabe von Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögen, die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl und die Aufhebung der Seeblockade, wobei die Meerenge erst am letzten Tag wieder geöffnet würde. Trump lehnte den Vorschlag ab, und mehrere US-Vertreter sagten gegenüber dem Wall Street Journal, er zweifle daran, dass Iran seine Zusagen einhalten würde.
Ein 70-jähriger Einwohner Teherans sagte gegenüber CNN, er und andere warteten jeden Tag und jede Nacht darauf, dass die Bombardierung wieder beginne. Er habe alle seine tragbaren Akkus aufgeladen und Wasser für Luftangriffe bevorratet. Die einfachen Iraner, ohnehin zermürbt von Jahren des Konflikts und wirtschaftlicher Unsicherheit, leben mit der Angst, dass der Krieg jeden Moment zurückkehren könnte.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenKonflikte · Teheran, Fairford und Ramstein
Ein Berater des iranischen Staatsoberhaupts sagte, Teheran werde US-Verbündete in der Region angreifen, sollte es erneut attackiert werden – zu Beginn des Oktobers zog die USA Langstreckenbomber aus Großbritannien ab. Der im Februar begonnene Krieg ist in einer Sackgasse stecken geblieben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, ΣΚΑΪ, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht .