Wirtschaft · Bukarest

Ausländische Investoren fordern von Rumänien fiskalische Konsolidierung und einen Plan für den Euro-Beitritt

Sieben ausländische Investorengruppen haben am 4. November in Bukarest Premierminister Luca Niculescu getroffen und fiskalische Konsolidierung sowie einen Euro-Plan verlangt. Am 5. November sagte er, die Gewerkschaften würden an den Konsultationen zum EU-Haushalt beteiligt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, Digi24, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Sieben Investorenorganisationen treffen Premierminister Luca Niculescu und Minister im Palatul Victoria
  2. 5.11.In der Kabinettssitzung skizziert Niculescu Gewerkschaftsgespräche, einen Energiebericht und vierteljährliche Kammertreffen

Sieben Investorengruppen treffen die Regierung

Am Mittwoch, 4. November, traf Premierminister Luca Niculescu im Palatul Victoria in Bukarest mit Vertretern ausländischer Investoren zusammen, gemeinsam mit mehreren Ministern. Sieben Organisationen nahmen teil: AHK (die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer), AmCham, BRCC (die Britische Handelskammer in Rumänien), CCIFER (die französische Kammer), der Foreign Investors Council (FIC), CCIpR (die italienische Kammer) und NRCC (die niederländische Kammer). In der Regierungserklärung hieß es, das Hauptziel der Regierung sei die Wiederbelebung der Wirtschaft; Niculescu dankte den Investoren für ihre Rolle bei der Entwicklung Rumäniens. Unter den anwesenden Ministern waren Finanzminister Alexandru Nazare, Energieminister Dumitru Chisăliță und Oleg Ungureanu, Leiter der Kanzlei des Premierministers.

Was die Investoren forderten

Das gemeinsame Kommuniqué stellte die fiskalische Konsolidierung an die Spitze der wirtschaftlichen Prioritäten und nannte sie ein "zentrales Element" der Wettbewerbsfähigkeit Rumäniens. Die Organisationen erklärten, die Konsolidierung müsse mit einem kleineren Haushaltsdefizit, niedrigerer Inflation und Strukturreformen einhergehen. Sie forderten die Abschaffung der Mindestumsatzsteuer (IMCA) zum 1. Januar 2027 sowie den Start der Beihilferegelungen im Paket zur wirtschaftlichen Wiederbelebung. An sektoralen Maßnahmen schlugen sie Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen für die Industrie vor, eine schnellere Digitalisierung der öffentlichen Dienste und einen überarbeiteten Mechanismus zur Mehrwertsteuererhebung im Kampf gegen Steuerhinterziehung. Für die kommenden sechs Monate verlangen sie einen kohärenten Pfad struktureller Reformen im Einklang mit dem OECD-Beitritt Rumäniens sowie ein nationales Projekt für die Einführung des Euro, das von der Regierung, der Zentralbank (BNR) und weiteren relevanten Akteuren getragen wird. Das Kommuniqué nennt kein Zieldatum für den Euro.

Die Antwort der Regierung zu den Steuern

Vertreter der Handelskammern aus sechs Ländern, nämlich den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten, sprachen am Mittwochnachmittag mit der Regierung. Die Regierungsvertreter erklärten ihnen, das Programm sehe keine Steuererhöhungen vor, halte am Einheitssteuersatz fest und schaffe die IMCA ab – ein Schritt, den die Wirtschaft ebenfalls gefordert hatte. Niculescu sagte den Besuchern, Rumänien sei ein sicherer Zielort für ihr Geld. Er verwies auf eine Platzierung von 4,5 Milliarden Euro an den internationalen Finanzmärkten als Zeichen verbesserter externer Glaubwürdigkeit und sagte:

„Das gute Signal dieser Tage, als Rumänien an den internationalen Märkten 4,5 Milliarden Euro aufgenommen hat, bestätigt, dass die Überwindung der politischen Blockade in Bukarest die externe Glaubwürdigkeit gestärkt hat.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Gewerkschaften, Renten und der EU-Haushalt

Am Donnerstag, 5. November, sagte Niculescu zu Beginn der Kabinettssitzung, die in dieser Woche geführten Gespräche mit den Gewerkschaftsbünden hätten die Rentenindexierung und den Abbau von Bürokratie betroffen. Die Regierung habe ihre Unterstützung für ein erstes Paket konkreter Maßnahmen bestätigt:

„Wir haben unsere Unterstützung für ein erstes Paket konkreter Maßnahmen bestätigt, die auf die Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Die Gewerkschaften werden an der Konsultation beteiligt, in der Rumäniens nationale Position zum nächsten europäischen Förderzyklus erarbeitet wird, der noch vorbereitet wird. Eine Entscheidung zur Rentenindexierung, einem der angesprochenen Themen, ist in den Quellen nicht verzeichnet.

Energie und die nächsten Schritte

In derselben Sitzung sagte Niculescu, er habe Energieminister Dumitru Chisăliță gebeten, einen Bericht vorzubereiten, der gemeinsam mit den anderen betroffenen Ministerien erstellt werden solle und zu einem Maßnahmenpaket führen solle, das Rumäniens Energiemix besser nutze. Energie sei ein zentrales Anliegen der Investoren:

„Energie ist, wie Sie wissen, eines der wichtigsten Themen für Investoren.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Auf der Tagesordnung des Donnerstags standen außerdem Maßnahmen zur Sicherheit und zur Finanzierung von KMU, Start-ups, Kleinstunternehmen und Landwirten. Niculescu sagte, die Investoren hätten ihre Unterstützung für Rumäniens OECD-Beitritt bekundet, nachdem Generalsekretär Mathias Cormann zu Beginn derselben Woche eine optimistische Botschaft gesendet hatte. Er bat den Leiter der Kanzlei, vierteljährliche Treffen mit Mitgliedern der Handelskammern vorzubereiten.

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