Fußball · Lausanne und Nizza

Ineos stellt Lausanne-Sport zum Verkauf und beauftragt Alvarez & Marsal mit der Suche nach einem Käufer

Jim Ratcliffes Ineos hat beschlossen, den Schweizer Super-League-Klub zu verkaufen, den die Gruppe im November 2017 erworben hat; eine Beratungsfirma wurde beauftragt, einen Investor zu finden. Der Klub steht am Tabellenende, die Verluste dieser Saison werden auf rund 5,5 Millionen Franken geschätzt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, rts.ch, 20 Minuten und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lausanne, Nizza · Schweiz, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Abstieg 2022Klub steigt unter Ineos ab
  2. Aufstieg 2023Klub steigt erneut in die höchste Liga auf
  3. 26.10.The Athletic berichtet über Ineos' Verkaufsentscheidung; Alvarez & Marsal beauftragt

Die Verkaufsentscheidung

Ineos, die britische Chemiegruppe unter der Führung von Jim Ratcliffe, hat beschlossen, Lausanne-Sport zu verkaufen, den Schweizer Super-League-Klub, den sie im November 2017 übernommen hat – so berichtet The Athletic am Montag, 26. Oktober. Die Suche nach einem Käufer hat die Gruppe der Beratungsfirma Alvarez & Marsal übertragen. Ineos wollte sich auf Anfrage von The Athletic nicht äußern. Der Verkauf ist Teil eines Plans, das Sportportfolio der Gruppe zu verkleinern, zu dem OGC Nice, das Radsportteam INEOS Grenadiers und eine Beteiligung am Formel-1-Team Mercedes-AMG Petronas gehören. Ratcliffes Gruppe will ihre Ressourcen zudem auf Manchester United konzentrieren, wo Ineos knapp 30 Prozent hält und die Kontrolle über das Fußballgeschäft übernommen hat. Identität und Ambitionen eines künftigen Eigentümers sind noch nicht bekannt.

Was das Verkaufsprospekt verspricht

Alvarez & Marsal hat nach Angaben von The Athletic, die das Papier nach eigenen Angaben eingesehen hat, ein fünfseitiges Dokument mit dem Titel „Project Striker“ an potenzielle Investoren verschickt. Das Dokument präsentiert Lausanne-Sport als etablierten Erstligisten in einer Liga mit zwölf Teams, deren beide historisch dominierenden Klubs, der FC Basel und die Young Boys, zuletzt geschwächelt haben. Es setzt auf die schlanke Infrastruktur des Klubs und auf die Chance auf eine europäische Qualifikation, die dem Klub unter Ineos nur ein einziges Mal gelungen ist. Über die Vergangenheit verliert das Prospekt wenig. Die sieben Schweizer Meistertitel und die neun Cupsiege des Vereins werden nicht erwähnt, ebenso wenig die jährlichen Verluste und der Platz am Tabellenende. Der Klub spielt seit 2020 im 12.500 Zuschauer fassenden Stade de la Tuilière und besitzt weder Stadion noch Trainingszentrum.

Ergebnisse und Finanzen

Lausanne steht mit sechs Punkten aus elf Spielen auf dem letzten Platz der Super League. Unter Ineos stieg der Klub 2018 und 2022 ab und 2020 und 2023 auf, ein Abstieg in dieser Saison wäre der dritte unter der Gruppe. The Athletic schätzt, dass der Klub in dieser Saison einen Verlust von rund 5,5 Millionen Schweizer Franken ausweisen wird. Die einzige europäische Qualifikation unter Ineos gelang in der vergangenen Saison in der Conference League, wo der Klub in den Play-offs ausschied. Die Finanzen des Klubs könnten sich laut 20 Minuten weiter verschlechtern, wenn das Ineos-Sponsoring nicht schnell ersetzt wird.

Manchester United und ein breiterer Rückzug

Der Verkauf fällt in eine Phase, in der Manchester United auf dem Platz schwächelt. Der Evening Standard berichtet von acht Spielen in Folge ohne Sieg, die Cheftrainer Michael Carrick an den Rand der Entlassung gebracht haben, und die Fans im Old Trafford skandierten, Ineos solle den Klub verkaufen. Ratcliffe kaufte 2023 knapp 30 Prozent von United von der Familie Glazer. Lausanne-Sport traf in der Länderspielpause im September/Oktober in einem Freundschaftsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf United und verlor 2:1. Lausanne ist nicht der einzige Klub auf dem Markt. Ineos hat auch OGC Nice, 2019 gekauft, zum Verkauf gestellt, und RTS berichtet, dass die am weitesten fortgeschrittenen Gespräche mit einem US-Investor im Juni 2026 scheiterten. Die New York Times berichtet, der geforderte Preis für Nice sei auf 250 Millionen Euro gesenkt worden. Die Sponsoringverträge von Ineos mit den All Blacks und Tottenham Hotspur endeten 2025, und die Trennung vom America's-Cup-Partner Sir Ben Ainslie verstärkte den Rückzug. Mehrere Medienberichte, auf die sich Blick beruft, beziffern die Gesamtschulden der Gruppe auf nahezu 18 Milliarden Pfund.

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