
Everton-Eigentümer offen für Verkauf der Mehrheitsbeteiligung – weniger als zwei Jahre nach Übernahme
Die Friedkin Group, die den Premier-League-Klub im Dezember 2024 gekauft hat, hat Moelis & Company beauftragt, einen möglichen Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung zu begleiten. Die Eigentümer erklärten am Freitag, sie würden nur Käufer in Betracht ziehen, die auf den seit der Übernahme erzielten Fortschritten aufbauen können.
Eigentümer öffnen die Tür für einen Verkauf
Die Friedkin Group (TFG), der in den USA ansässige Eigentümer von Everton, erklärte am Freitag, sie prüfe neue Investitionsmöglichkeiten für den Premier-League-Klub, einschließlich eines möglichen Verkaufs einer Mehrheitsbeteiligung. Die Erklärung kam weniger als zwei Jahre, nachdem TFG im Dezember 2024 die Kontrolle vom früheren Eigentümer Farhad Moshiri übernommen hatte. TFG erklärte, sie werde nur Angebote von Parteien prüfen, von denen sie glaube, dass sie auf den seit der Übernahme erzielten Fortschritten aufbauen könnten, und hat die Investmentbank Moelis & Company beauftragt, den Prozess zu begleiten. Die Gruppe und Everton erklärten, sie würden sich während des laufenden Verfahrens nicht weiter äußern.
Die Übernahme und das Stadion
Die berichteten Zahlen für das Geschäft von 2024 unterscheiden sich je nach Quelle. AFP berichtete, die Gruppe habe einen gemeldeten Betrag von 400 Millionen Pfund (529 Millionen Dollar) für Farhad Moshiris 94,1-Prozent-Anteil gezahlt, während The Telegraph den Preis mit mehr als 400 Millionen Pfund für einen 99,5-Prozent-Anteil angab, wobei das Geschäft am 19. Dezember 2024 abgeschlossen wurde. Ouest France nannte einen Anteil von 98,8 Prozent. The Telegraph berichtete zudem, TFG habe Everton zum Verkauf gestellt und begonnen, neue Käufer zu suchen – eine Formulierung, die die Erklärung des Klubs selbst nicht verwendet. Unter den Eigentümern zog Everton vom Goodison Park in das neue Hill Dickinson Stadium mit 53.000 Plätzen um, zu dessen Fertigstellung die Eigentümer nach Angaben des Klubs beigetragen haben.
- Friedkin Group schließt Kauf von Farhad Moshiris Anteil ab
- Eigentümer erklären, neue Investitionsoptionen zu prüfen, einschließlich eines Verkaufs einer Mehrheitsbeteiligung
Als TFG die Verantwortung für Everton übernahm, stand der Klub vor erheblicher finanzieller Unsicherheit und Herausforderungen auf und neben dem Platz.
Fußballerischer Kontext und Kritik
Everton, seit 1954 ununterbrochen in der englischen Eliteklasse, beendete nach AFP-Berichten unter Trainer David Moyes jede der beiden vergangenen Premier-League-Saisons auf Platz 13. Von Reuters zitierte britische Medienberichte besagten, die Eigentümer hätten Kritik von Anhängern auf sich gezogen wegen eines Sommertransferfensters, in dem Everton durch Spielerverkäufe erhebliche Einnahmen erzielte, vor dem Deadline Day aber nur begrenzt Zugänge verpflichtete. AFP berichtete vom späten Scheitern eines Deals zur Verpflichtung des US-Stürmers Folarin Balogun, wodurch Thierno Barry der einzige anerkannte Stürmer blieb. Im September sagte Moyes, er habe Dan Friedkin, CEO der Friedkin Group, nie getroffen oder mit ihm gesprochen; dieser hat noch kein Heimspiel besucht. Ouest France berichtete, Everton stehe derzeit nach fünf Spieltagen auf Platz sieben. Der letzte Ligatitel des Klubs datiert von 1987, der letzte Pokal war der FA Cup 1995, so AFP.
Nächste Schritte
Il Messaggero berichtete unter Berufung auf The Athletic, die Friedkins arbeiteten zudem daran, ein NHL-Franchise nach Houston zu holen, ein Projekt von etwa 3,5 Milliarden Dollar. Derselbe italienische Bericht besagte, ein Verkauf von Everton könne ein UEFA-Problem mit Mehrfachbeteiligungen für AS Roma lösen, da Klubs unter gemeinsamer Eigentümerschaft im selben europäischen Wettbewerb Unabhängigkeitsanforderungen erfüllen müssen. TFG besitzt auch AS Roma und AS Cannes. Die Erklärung der Eigentümer legt die Bedingungen für potenzielle Käufer fest.
Wir werden nur Interesse von Parteien berücksichtigen, von denen wir fest überzeugt sind, dass sie die richtigen Verwalter sind, um den Klub voranzubringen und auf der entstandenen Dynamik aufzubauen.


