KI-generiert·Mehr erfahren
© adevarul.ro
Regierung·vor 3 Std.

Kelemen Hunor bezeichnet Unterstützung für Kabinett Tomac als ‚politischen Masochismus‘, während Regierungsgespräche in Rumänien ins Stocken geraten

UDMR-Präsident Kelemen Hunor erklärte am Dienstagabend, dass die Zustimmung zur geplanten technokratischen Regierung des designierten Premierministers Eugen Tomac ‚politischer Masochismus‘ wäre, was die Unsicherheit über die nächste Exekutive Rumäniens verstärkt.

Keine Argumente für Unterstützung

UDMR-Präsident Kelemen Hunor erklärte am Dienstagabend, dass seine Partei noch keine formelle Entscheidung über die Unterstützung des Kabinetts von Eugen Tomac getroffen habe, aber derzeit keine Argumente dafür habe. In einem Interview mit TVR Info sagte Hunor, Tomac habe in dieser Phase kein Regierungsprogramm und scheine nicht auf etwas sehr Ehrgeiziges abzuzielen.

Wir haben keine Argumente, um diese Regierung zu unterstützen, aber wir haben noch keine formelle Entscheidung getroffen. Herr Tomac hat derzeit kein Regierungsprogramm und glaubt nicht, dass er etwas sehr Ehrgeiziges vorlegen sollte.

Hunor bezeichnete die Situation als außergewöhnlich: eine technokratische Regierung, angeführt von einem Politiker, ohne parlamentarische Mehrheit. Er sagte, ohne eine Mehrheit zum Zeitpunkt der Abstimmung seien selbst die ausgefeiltesten Pläne nutzlos.

‚Politischer Masochismus‘

Der UDMR-Vorsitzende wählte deutliche Worte, um zu erklären, warum seine Partei das vorgeschlagene Kabinett nicht unterstützen kann. Er wies darauf hin, dass die vorherige Regierung, an der die UDMR beteiligt war, durch ein Misstrauensvotum gestürzt wurde, und dass es politisch keinen Sinn ergebe, für eine neue Regierung zusammen mit denjenigen zu stimmen, die den Misstrauensantrag eingebracht hatten.

Es wäre politischer Masochismus, für eine Regierung zu stimmen, der ich nicht angehöre, nachdem die Regierung, der ich angehörte, gestürzt wurde, und dafür mit denen zu stimmen, die die Regierung gestürzt haben.

Hunor versprach lediglich, dass die UDMR nicht gegen eine Regierung stimmen werde, könne aber nicht versprechen, dafür zu stimmen. Er sagte, er werde erneut mit Tomac sprechen, sobald ein Regierungsprogramm vorgelegt werde.

Technokraten und parlamentarische Demokratie

Hunor kritisierte das Konzept, dass ein Politiker ein technokratisches Kabinett führt, und bezeichnete es als Versuch, das Parlament zu umgehen und ohne es zu regieren. Er argumentierte, dass die Regierung in einer parlamentarischen Demokratie die Unterstützung des Parlaments benötige.

Aus unserer Sicht ist das ein Versuch, das Parlament zu umgehen, ohne Parlament zu regieren. Das bedeutet, die parlamentarische Demokratie in Klammern zu setzen. Das ist nicht in Ordnung.

Er fügte hinzu, dass ein technokratischer Premierminister mit einer politischen Regierung oder ein vollständig technokratisches Setup ein anderer Ansatz wäre. So wie die Dinge stünden, müsse Tomac mit einer Laterne durch das Parlament gehen, um für jeden Gesetzesentwurf und jede Dringlichkeitsverordnung Stimmen zu suchen.

Ein einsamer Mann auf der Suche nach einer Mehrheit

Hunor schilderte seinen persönlichen Eindruck vom designierten Premierminister nach ihrem Treffen. Er beschrieb Tomac als eine einsame Gestalt, die versucht, Unterstützung für eine technokratische Regierung zu finden.

Ich hatte den Eindruck, dass er ein einsamer Mann ist, der nach einer Mehrheit für eine technokratische Regierung sucht. Im Ernst, so kam es mir vor: ein einsamer Mann, der herumgeht und versucht, Unterstützung für eine Regierung zu finden.

Hunor bemerkte auch, dass er eine unvollständige Kabinettsliste mit unbesetzten Positionen gesehen habe, was darauf hindeute, dass die Regierung Personen ohne politische Erfahrung umfassen würde. Er sagte, er verstehe die Auswahlkriterien nicht.

Der Weg nach vorn

Hunor äußerte eine Präferenz für eine politische Regierung, idealerweise gebildet von den Parteien der ehemaligen Regierungskoalition, bis Ende Juni. Er sagte, Parteien, die die Bürger um ihre Stimmen gebeten hätten, hätten die Verantwortung für das Regieren übernommen und müssten nun liefern.

Der Wahlprozess kann nicht an einen anderen Ort verlagert werden. Wir brauchen eine politische Regierung. Mit wem? Wie? Mit welchen Stimmen? Ich weiß es nicht. Das muss diskutiert werden.

Er schlug vor, dass eine Minderheitsregierung funktionieren könne, wenn sie durch eine transparente, schriftliche parlamentarische Vereinbarung zu bestimmten politischen Punkten gestützt werde. Hunor bestand auch darauf, dass alle Abgeordneten, die für das Kabinett Tomac stimmen, sich schriftlich verpflichten sollten, seine Gesetzesvorhaben anschließend zu unterstützen, und warnte davor, dass eine Zustimmung gefolgt von sofortigem Rückzug in die Opposition keine Lösung sei.

Bukarest

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
Bandar Abbas · Sirik · Qeschm · Maskat