Regierung · Warschau

Polizei legt Ehemann von TV-Republika-Journalistin auf Warschauer Friedhof Handschellen an und löst Empörung aus

Die Warschauer Polizei hat am Sonntag, 1. November 2026, den Ehemann der Telewizja-Republika-Journalistin Danuta Holecka vor einem Friedhof mit Handschellen gefesselt. Die Polizei erklärt, das Auto habe eine für den Verkehr gesperrte Zone befahren und der Mann habe sich nicht ausweisen wollen; das Innenministerium nennt die Kritik Manipulation.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, polsatnews.pl, NIEZALEZNA.PL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen

Die Festnahme

Am Sonntag, 1. November 2026, hielt die Polizei ein Auto vor dem Friedhof in der ul. Fosa im Warschauer Stadtteil Służewiec an, wohin Danuta Holecka, Journalistin bei Telewizja Republika, mit ihrem Ehemann gekommen war, um das Grab ihres Sohnes zu besuchen. Die Beamten überprüften das Fahrzeug und nahmen anschließend den Ehemann fest, der nach Angaben des Abgeordneten Marek Jakubiak fast 70 Jahre alt ist, legten ihm die Hände auf dem Rücken in Handschellen und führten ihn zu einem Streifenwagen. Telewizja Republika, die eine Aufnahme der Szene ausstrahlte, erklärte, als Grund sei falsches Parken genannt worden. Der Senderchef Jarosław Olechowski sagte, das Paar sei zum Grab eines Sohnes gekommen, der vor mehr als zwei Jahren gestorben sei.

Die Version der Polizei

Die Polizei des Warschauer Bezirks II, der Mokotów, Wilanów und Ursynów umfasst, erklärte, der Fahrer habe einen Bereich befahren, der mit dem Schild B-1 gekennzeichnet sei; dieses verbietet den Verkehr in beide Richtungen und galt, weil die Verkehrsregelung rund um den Friedhof vorübergehend geändert worden war. Laut der Polizeimitteilung folgte der Mann den Anweisungen der Beamten nicht und weigerte sich, seine Personalien anzugeben, weshalb Handschellen eingesetzt wurden, um ihn am Weggehen zu hindern. In derselben Mitteilung heißt es, er habe sich unwohl gefühlt und die Beamten hätten einen Krankenwagen gerufen. Die Polizei erklärte zudem, der Einsatz habe keinen Zusammenhang mit der Identität der Insassen oder ihrer beruflichen Tätigkeit.

Karolina Gałecka, Sprecherin des Innenministeriums, wies in einem Beitrag auf X das Bild eines Angriffs auf die Familie zurück.

„Diesen Einsatz als Angriff auf eine Familie darzustellen, lässt seine entscheidenden Umstände aus und ist Manipulation.“

Karolina Gałecka

Aufnahmen und die Darstellung der Familie

Telewizja Republika zeigte Aufnahmen, in denen ein Beamter zu hören ist, der sagt, der Mann habe gesundheitliche Probleme gemeldet und ein Krankenwagen sei unterwegs. Holeckas Sohn, der angab, Arzt zu sein, bat darum, den Zustand seines Vaters überprüfen zu dürfen. Als die Beamten einen Nachweis seiner beruflichen Stellung verlangten, antwortete er, er sei nicht verpflichtet, diesen mitzuführen, und nannte seine Zulassungsnummer, woraufhin ein Beamter ihn herantreten ließ. Auf der Aufnahme ist Danuta Holecka zu hören, die sagt, ihr Ehemann sei auf den Gehweg gestoßen worden.

Politische Reaktionen

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit, schrieb auf X, der Ehemann sei bei einer Kontrolle am Grab seines Sohnes zu Boden gestoßen und mit Handschellen gefesselt worden; er nannte das absurd und ein Zeichen dafür, wie die Regierung arbeite.

„Sie haben vor nichts Heiligem Respekt!“

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit

Er verknüpfte den Vorfall zudem mit dem, was er Druck auf regierungskritische Medien nannte, warf der Regierungsseite vor, das Verfassungsgericht rechtswidrig übernommen zu haben, und warnte, es werde weitere solche Fälle geben. Der Abgeordnete Marek Jakubiak sagte Telewizja Republika, er werde sich einem Verfahren nach dem Gesetz über das Mandat von Abgeordneten und Senatoren anschließen. Er erklärte, er sei eine halbe Stunde vor dem Vorfall am Ort gewesen, und vermutete ein politisches Motiv hinter dem Vorgehen der Beamten. Der Anwalt Artur Wdowczyk, der nach eigenen Angaben mit Holecka in Kontakt stand, argumentierte, die Beamten hätten ihre Befugnisse eindeutig überschritten, indem sie von ihrem Ehemann eine Identitätsfeststellung verlangten, und der Beamte hätte selbst seine Personalien angeben müssen.

„Das sind Methoden wie aus dem Kriegsrecht.“

Artur Wdowczyk

Auch der frühere stellvertretende Justizminister Sebastian Kaleta äußerte sich zu der Festnahme.

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