
Hitzewelle in Frankreich: Schulen geschlossen und Wälder gesperrt – rote Alarmstufe in Sarthe und der Bretagne
Temperaturen über 40 °C haben die französischen Behörden veranlasst, weitreichende Einschränkungen in Sarthe und Ille-et-Vilaine zu verhängen, darunter Schulschließungen, Waldbetretungsverbote und die Absage von Sportveranstaltungen.
Eine schwere Hitzewelle hat die Départements Sarthe und Ille-et-Vilaine unter rote Alarmstufe gestellt, mit Temperaturen von 41,5 °C in Rennes und über 40 °C in Le Mans am Montag. Der Präfekt von Sarthe, Sébastien Jallet, bezeichnete die Episode als außergewöhnlich in ihrer Intensität und Dauer und warnte vor ernsthaften Gesundheitsrisiken. Mehrere Gemeinden haben Notfall-Hitzepläne aktiviert.
Als Reaktion wurden die Schulpläne stark geändert. Öffentliche Schulen in Montval-sur-Loir sind bis Freitag, den 26. Juni, vollständig geschlossen, während die in Saint-Brieuc nur morgens ohne Anwesenheitspflicht öffnen und nachmittags schließen. Eine Schule in Saint-Brieuc, die aus Fertigteilbauten besteht, wird komplett geschlossen. In Voivres-lès-le-Mans endet der Unterricht am frühen Nachmittag. In Val-de-la-Hune haben Schulen Ventilatoren installiert und Fenster mit Alufolie abgedeckt, um die Hitze zu reduzieren, und versorgen die Schüler den ganzen Tag über mit Wasser.
Der Waldzugang in Sarthe ist von Dienstag, dem 23. Juni, bis Freitag, dem 26. Juni, von Mittag bis Mitternacht aufgrund der hohen Waldbrandgefahr verboten. Auch Grillen, Lagerfeuer und Feuerwerk im Umkreis von 200 Metern von Waldgebieten sind untersagt. Wettkampfsport im Freien wird für die Dauer der roten Alarmstufe abgesagt, und der Präfekt empfiehlt, alle Trainings und Veranstaltungen im Freien zu verschieben. Lärmschutzbeschränkungen wurden vorübergehend aufgehoben, um Bauarbeitern frühere Arbeitszeiten zu ermöglichen, obwohl von Arbeiten im Freien zwischen 13 und 21 Uhr dringend abgeraten wird.
In Saint-Brieuc hat die Stadt ihren Hitzeschutzplan für Pflegeheime aktiviert, die Trinkrunden erhöht und die Bewohner in gekühlten Räumen untergebracht. Ein Register für isolierte ältere und gefährdete Personen wurde eingerichtet; 140 Personen haben sich bereits für regelmäßige Anrufe zur Überprüfung ihres Zustands eingetragen.


