
Portugal schwitzt unter gelber Hitzewarnung: Mai-Hitzewelle erfasst Europa, Temperaturen nahe 39 °C
Fast ganz Festlandportugal steht unter einer gelben Wetterwarnung wegen extremer Hitze. Für einige Regionen werden Höchsttemperaturen von 38–39 °C und Tropennächte erwartet.
Hitzewellenbedingungen verschärfen sich
Festlandportugal befindet sich im Griff einer Hitzewelle. Das Portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) hat gelbe Wetterwarnungen wegen anhaltend hoher Höchsttemperaturen herausgegeben. Die Warnungen treten am Dienstag, dem 26. Mai, um 09:00 Uhr für die Distrikte Évora, Setúbal, Santarém, Lisboa, Leiria, Beja und Portalegre in Kraft. Die übrigen Distrikte des portugiesischen Festlands, mit Ausnahme von Faro, werden ab Mittwoch, dem 27. Mai, um 09:00 Uhr unter dieselbe Warnung gestellt. Die Warnung soll bis Donnerstag, den 28. Mai, um 18:00 Uhr in Kraft bleiben.
Für heute erwarten wir einen Temperaturanstieg, insbesondere der Höchsttemperaturen, die in Gebieten des Alentejo, des Tejo-Tals und im Landesinneren 38/39 Grad erreichen könnten.
Die Meteorologin Alexandra Fonseca vom IPMA erklärte, dass der Montag der sechste Tag in Folge mit überdurchschnittlichen Temperaturen für die Jahreszeit war, und bestätigte damit, dass nun praktisch das gesamte Land von einer Hitzewelle betroffen ist. Sie merkte an, dass die Situation zwar nicht normal für diese Jahreszeit sei, aber nicht beispiellos.
Regionale Auswirkungen und Waldbrandgefahr
An der Westküste werden die Temperaturen im Vergleich zum Montag um 6 bis 7 Grad steigen, während im restlichen Land Anstiege von 1 bis 2 Grad erwartet werden. Auch die Tiefsttemperaturen bleiben hoch; es werden Tropennächte über 20 Grad vorhergesagt, insbesondere im Landesinneren, im Alentejo und in der Algarve. Das IPMA hat zudem für mehrere Regionen in den kommenden Tagen vor einer sehr hohen bis extremen Waldbrandgefahr gewarnt.
- Gelbe Warnung beginnt für Évora, Setúbal, Santarém, Lisboa, Leiria, Beja und Portalegre
- Gelbe Warnung wird auf die übrigen Festlanddistrikte außer Faro ausgeweitet
- Mögliche Schauer, Gewitter und Hagel im Norden und zentralen Landesinneren
- Gelbe Warnung läuft aus; Temperaturen sollen allmählich zu sinken beginnen
Neben der Hitze werden ab Dienstag auch Schwebstaubpartikel in der Atmosphäre erwartet, allerdings wird die Episode voraussichtlich nicht so intensiv wie die der Vorwoche sein. Eine Änderung wird für Mittwochnachmittag vorhergesagt, wenn im Norden und im zentralen Landesinneren Schauer mit Gewitter und Hagel möglich sind.
Ein europäisches Phänomen
Portugal ist nicht das einzige Land, das mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zu kämpfen hat. Eine Hitzewelle erfasst weite Teile Europas, mit Rekordtemperaturen für Mai und offiziellen Warnungen in Ländern wie Spanien, Frankreich, Irland, dem Vereinigten Königreich, Österreich und Tschechien. Die Behörden auf dem ganzen Kontinent ergreifen extreme Vorsichtsmaßnahmen, um Waldbrände zu verhindern.
Wir haben bereits eine Hitzewelle in praktisch dem gesamten Gebiet. Es ist keine sehr normale Situation, aber sie ist nicht beispiellos.
Ausblick für die kommenden Tage
Während die Vorhersagemodelle für Donnerstag und Freitag einen Abwärtstrend bei den Temperaturen anzeigen, wird die Hitze voraussichtlich anhalten. Die Meteorologen gehen davon aus, dass die Temperaturen mit Werten zwischen 30 und 35 Grad erhöht bleiben. Das genaue Ausmaß des Temperaturabfalls im Laufe der Woche bleibt unsicher.

