
Feuerwehrmann aus Toruń stürzt beim Klettern abseits der markierten Wege in der Hohen Tatra 200 Meter in den Tod
Der 40-Jährige kletterte ohne Seile auf den Czarny Szczyt, als er ausrutschte und in die Dziką Dolinę stürzte; sein Partner alarmierte die Retter, doch er starb noch am Unfallort.
Der Vorfall
Am Montag, dem 13. Juli 2026, stürzte ein 40-jähriger polnischer Tourist aus Toruń etwa 200 Meter vom Czarny Szczyt (2.434 m) in der slowakischen Hohen Tatra ab. Er kletterte mit seinem Partner in technisch schwierigem, exponiertem Hochgebirgsgelände abseits aller markierten Wege. Das Paar hatte keine Kletterausrüstung oder Sicherungsseile dabei. Nachdem der Mann das Gleichgewicht verlor und in die Dziką Dolinę (auch als Großes Gefrorenes Tal bekannt) stürzte, verlor sein Partner jeden Sicht- und Sprechkontakt.
Rettungsaktion
Die Frau kontaktierte den slowakischen Bergrettungsdienst (HZS) und bat um Hilfe; die Berichte über den genauen Zeitpunkt variieren geringfügig, einige Quellen nennen die Zeit vor Mittag, andere den frühen Nachmittag. Aufgrund der unzugänglichen Lage wurde ein Hubschrauber des slowakischen Innenministeriums entsandt. Er nahm Retter des Regionalzentrums in Stary Smokovec auf und flog sie zur Unfallstelle. Als sie den Talgrund erreichten, bestätigten die Retter, dass der Mann an den multiplen traumatischen Verletzungen durch den Sturz gestorben war. Seine Partnerin, die sich in einem tiefen Schockzustand befand, wurde aus dem exponierten Gebiet evakuiert und nach Stary Smokovec geflogen. Die Leiche des Mannes wurde ebenfalls dorthin transportiert und später der Polizei übergeben.
Identität des Opfers
Lokale Medien, darunter Radio PiK und Toruńer Nachrichtenportale, identifizierten den Verstorbenen als Feuerwehrmann der Rettungs- und Brandbekämpfungseinheit Nr. 2 (JRG-2) in Toruń. Diese Einheit ist auf chemische Rettungseinsätze spezialisiert. Kollegen beschrieben ihn als herausragenden Fachmann mit einer großen Leidenschaft für die Berge und langjähriger Klettererfahrung. Die Toruńer Notdienste trauern um ihn.
Risiken und Vorschriften abseits der Wege
Die slowakischen Behörden betonten, dass der Czarny Szczyt über keine markierten Wanderwege verfügt und nur für entsprechend ausgerüstete Kletterer geeignet ist. Sowohl die polnische als auch die slowakische Seite der Tatra sind Nationalparks, in denen das Verlassen der ausgewiesenen Wege verboten ist; Ausnahmen erfordern eine Bergführerlizenz und entsprechende Sicherheitsausrüstung. Trotz dieser Regeln drängen immer mehr Besucher auf überfüllte Hauptwege und versuchen sich an inoffiziellen Routen, oft ohne die nötige Vorbereitung oder Ausrüstung.
Steigende Zahl von Tatra-Unfällen
Die Bergrettungsdienste verzeichnen in den letzten Jahren einen starken Anstieg der Unfälle in der Tatra. Von der HZS zitierte Daten unterstreichen, dass selbst erfahrene Alpinisten tödlichen Risiken ausgesetzt sind, wenn sie ohne angemessenen Schutz von den markierten Wegen abweichen. Die Tragödie am Czarny Szczyt ist eine weitere Erinnerung daran, dass die Missachtung der Parkvorschriften und grundlegender Sicherheitsprotokolle tödliche Folgen haben kann.

