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Klima·vor 2 Std.

Rekordhitze mit 36,2 °C und schwere Unwetter erschüttern Deutschland: Autobahnen verformt, Cottbuser Stadtfest unterbrochen, 58 Feuerwehreinsätze in Brandenburg

Rekordhitze und schwere Gewitter haben am Samstag Deutschland getroffen, Autobahnen beschädigt, Straßen überflutet und eine Unterbrechung des Cottbuser Stadtfestes erzwungen. Der DWD warnt vor einer Verschärfung der Lage am Sonntag.

Rekordhitze

Deutschland erlebte am Freitag seinen heißesten Tag des Jahres. Cottbus in Brandenburg verzeichnete 36,2 °C, gefolgt von Baruth (Mark) mit 35,7 °C, während Potsdam und Berlin-Tempelhof beide 35,3 °C erreichten. Der DWD gab extreme Hitzewarnungen für Teile Brandenburgs heraus.

Höchsttemperaturen am Freitag, 19. Juni 2026 · °C
Cottbus
36.2 °C
Baruth (Mark)
35.7 °C
Potsdam
35.3 °C
Berlin-Tempelhof
35.3 °C

Am Samstag hielt die Hitze an, in der Lausitz wurden erneut bis zu 35 °C erwartet. DWD-Meteorologe Florian Engelmann warnte, dass sich am Nachmittag und Abend lokal schwere Gewitter entwickeln würden, insbesondere entlang von Oder und Neiße, die innerhalb kurzer Zeit orkanartige Böen, Hagel und sintflutartigen Regen brächten.

Aber nach 20 bis 30 Minuten ist der ganze Spuk vorbei.

Gewitter in Brandenburg

Am Samstagnachmittag zogen schwere Gewitter über den Süden und Osten Brandenburgs hinweg. Die regionale Leitstelle Lausitz meldete 58 Feuerwehreinsätze in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus. Blitzeinschläge verursachten vermutlich einen Scheunenbrand in Großkrausnick und einen Getreidefeldbrand in Calau. Verletzte gab es nicht. Straßen wurden überflutet, Bäume entwurzelt, während starker Regen Unterführungen und Veranstaltungsflächen überflutete.

Cottbuser Stadtfest unterbrochen

Die Unwetter trafen Cottbus direkt und erzwangen eine Unterbrechung des größten Volksfestes der Stadt. Ein Stadtsprecher bestätigte, dass Strom- und Bühnentechnik überprüft werden mussten, bevor die Aufführungen fortgesetzt werden konnten. Sechs Bühnen waren unterschiedlich stark betroffen; die auf Grasflächen hatten so viel Wasser aufgenommen, dass das Abpumpen schwierig war. Die Unterbrechung sollte bis etwa 17:00 Uhr dauern.

Infrastruktur in der Krise

Die extreme Hitze hinterließ auch im Verkehrsnetz ihre Spuren. Am Freitagabend fiel der Server der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) aus, der die Echtzeitdaten liefert, sodass Abfahrtsanzeigen, die KVB-App und die Website ausfielen. Am Samstag verursachten durch Hitze beschädigte Fahrbahndecken auf der A1 zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein und auf der A13 von Dresden in Richtung Schönefelder Kreuz südlich von Berlin lange Staus.

Es wird noch eine Stufe gefährlicher.

Ausblick: Sonntag mit erhöhter Gefahr

Der DWD warnte, dass sich die Bedingungen am Sonntag, dem kalendarischen Sommerbeginn, verschlechtern würden. Für Nordrhein-Westfalen, insbesondere das Ruhrgebiet, werden am Morgen schwere Gewitter vorhergesagt, die dann auf Mitteldeutschland und später auf die südöstlichen Bundesländer übergreifen. In der südöstlichen Hälfte Brandenburgs könnten orkanartige Böen bis zu 100 km/h erreichen. Der DWD warnte, dass stärkere Regenfälle und heftigere Winde als bei den Gewittern am Samstag die Abwassersysteme erneut überfordern könnten.

Hitze- und Unwetterchronologie
  1. Heißester Tag des Jahres: Cottbus 36,2 °C, Berlin-Tempelhof 35,3 °C. Neuruppin: Straßen überflutet, Bäume entwurzelt, Stromausfälle. Kölner KVB-Anzeigenausfall durch Hitze.
  2. A1 bei Bargteheide beschädigt; A13 südlich von Berlin beschädigt. Schwere Unwetter in Brandenburg: 58 Feuerwehreinsätze, Scheunen- und Feldbrände, Cottbuser Stadtfest unterbrochen.
  3. DWD prognostiziert schwere Gewitter über NRW, später über Mittel- und Südostdeutschland; orkanartige Böen bis 100 km/h.
Cottbus · Berlin · Köln · Neuruppin

7 Quellen

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