Sicherheit · Łączna, Świdnica und Wałbrzych

Polizistin beschuldigt, Betreiber des Zoos Łączna vor Tier-Razzia gewarnt zu haben

Die Staatsanwaltschaft in Świdnica wirft einer Polizistin vor, den Betreiber des Zoos über eine geplante Polizeiaktion informiert zu haben. Sie hat den Vorwurf eingeräumt und wurde suspendiert – wenige Tage, nachdem die rechtliche Vertreterin des Zoos wegen unklarer Zuständigkeiten zurückgetreten ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, TVP Info, Radio Wrocław und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Łączna, Świdnica, Wałbrzych · Polen
Wie es dazu kam
  1. 12.10.Der Betreiber des Zoos veröffentlicht ein Video, in dem er sagt, die Staatsanwaltschaft plane seine Festnahme – einen Tag vor der Razzia
  2. 13.10.Staatsanwälte und Polizisten betreten den Zoo, nehmen fünf Personen fest und entfernen Tiere
  3. 23.10.Die Staatsanwaltschaft Świdnica übernimmt den Fall; die rechtliche Vertreterin des Zoos tritt zurück
  4. 24.10.Die Polizistin wird beschuldigt, räumt den Vorwurf ein und wird vom Dienst suspendiert

Vorwurf und Suspendierung

Die Staatsanwaltschaft in Świdnica hat gegen eine Polizistin, Katarzyna S., den Vorwurf der Begünstigung (poplecznictwo) erhoben – des Straftatbestands der Vereitelung eines Strafverfahrens nach Artikel 239 §1 des Strafgesetzbuchs. Der Sprecher der Regionalstaatsanwaltschaft, Mariusz Pindera, sagte, sie habe den Vorwurf nach der Vernehmung eingeräumt und weitere Erklärungen abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft stellte sie unter Polizeiaufsicht und suspendierte sie vom Dienst, ihre Vorgesetzten wurden unverzüglich informiert. Der Vorwurf wurde am Samstag, 24. Oktober, bekannt gegeben.

„Grundlage dieser Maßnahmen war die Notwendigkeit, den ordnungsgemäßen Verlauf des Strafverfahrens zu sichern, da nicht gewährleistet war, dass dienstliche Informationen vertraulich behandelt werden.“

Mariusz Pindera

Die Aufnahme

Eine online veröffentlichte Aufnahme zeigt, wie die Beamtin dem Betreiber des Zoos, Marcin N., sagt, sie hoffe, er nehme sie nicht auf, denn sie rufe ihn inoffiziell an. Radio Wrocław berichtet, Marcin N. habe am Tag vor der Razzia ein Video veröffentlicht, in dem er sagte, die Staatsanwaltschaft plane, ihn festzunehmen und die Tiere zu verlegen, und diese Information von der Polizistin erhalten zu haben. Pindera sagte, die Aufnahme könne keine strafrechtliche Verantwortung für den anderen Gesprächsteilnehmer begründen, da der Anruf an ihn gerichtet gewesen sei und gerade die Weitergabe der geplanten Aktion das Verfahren vereitelt habe. Marek Rusin, der Regionalstaatsanwalt, sagte, das Leck habe die Lage eskaliert.

„Aus unserer Sicht hat das Leck zu einer Eskalation geführt. Diese Eskalation hat den Aktionsplan verändert.“

Marek Rusin

Die Razzia und die Tiere

Am 13. Oktober betraten Staatsanwälte und Polizisten den Zoo in Łączna bei Mieroszów, um eine Kontrolle durchzuführen. Fünf Personen wurden festgenommen und der Tierquälerei beschuldigt, 33 Tiere wurden entfernt, einige davon ins Ausland gebracht, wie TVP Info berichtet. Radio Wrocław nannte die Zahl 30. Der Aktion ging eine monatelange Untersuchung auf Grundlage einer Beschwerde der Niederschlesischen Tierschutzinspektion (DIOZ) voraus.

Mitte Oktober führte ein Versuch, den Transport der Tiere zu blockieren, zu einem Polizeieinsatz. Eine Person wurde mit einem Bußgeld belegt, vier wurden festgenommen, weil sie die körperliche Unversehrtheit der Beamten verletzten, und ein Teil der örtlichen Bevölkerung lehnt die Entfernung der Tiere ab. Der Zoo ist eine private Einrichtung, die seit 2012 den Status eines Zoos besitzt. Die Betreiber geben an, dass er etwa 100 Arten beherbergt, darunter Tiger, Kängurus, Davidshirsche und mehrere Affenarten.

Gazeta Wyborcza berichtet, die Polizistin sei bis 2022 Freiwillige der DIOZ gewesen. Sie habe der Zeitung gesagt, sie habe während ihrer Tätigkeit dort Beweise gesammelt und an die Staatsanwaltschaft weitergegeben; die Zeitung berichtet, sie werfe der Inspektion Rache vor.

Rücktritt und Übergabe

Am Freitag, 23. Oktober, kündigte die rechtliche Vertreterin des Zoos, Marta Zając-Ossowska, eine frühere Direktorin des Zoos von Wrocław, ihren Rücktritt in einem Beitrag auf X an. Sie sagte, sie habe eine Woche damit verbracht, formale Befugnisse für die Koordinierung der täglichen Pflege der Tiere und der Arbeit des Zoooteams zu erlangen, und die Formalitäten seien trotz früherer Zusicherungen der Behörden noch immer nicht abgeschlossen. Ihr Rücktritt erfolgte nach einer Frage bei der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft, wer die Verantwortung für die Tiere trage.

„Ich kann keine Verantwortung für Bereiche übernehmen, in denen ich keine klar definierten Kompetenzen und keine formale Befugnis zur Entscheidungsfindung habe.“

Marta Zając-Ossowska

Auf derselben Pressekonferenz am Freitag übernahm die Regionalstaatsanwaltschaft Świdnica die Ermittlungen von der Bezirksstelle Wałbrzych. Staatsanwalt Roman Kostowski wurde als Leiter des Falls benannt. Niezależna.pl berichtet, der Bürgermeister sei über den Rücktritt nicht informiert worden und die Tiere blieben in dessen Obhut.

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