Bevölkerungsanstieg in Hessens Großstädten, Stagnation auf dem Land
Hessens Großstädte haben zwischen 2004 und 2025 12,5 % mehr Einwohner gewonnen, während die ländlichen Kreise nur 0,2 % hinzugewannen, was die Kluft zwischen Stadt und Land in einem der dichtest besiedelten Bundesländer Deutschlands vergrößert.
Neue Daten des Hessischen Statistischen Landesamts in Wiesbaden, veröffentlicht vor dem Weltbevölkerungstag am 11. Juli, zeigen, dass die Bevölkerung des Bundeslandes bis Ende 2025 auf 6.278.594 anstieg, ein Plus von 3,0 % seit 2004. Das Wachstum konzentrierte sich überwiegend auf die fünf größten Städte.
Städtischer Aufschwung
Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Darmstadt und Offenbach verzeichneten zusammen im 21-Jahres-Zeitraum einen Bevölkerungszuwachs von 12,5 %. Allein Frankfurt wuchs um 17,6 % und erreichte Ende 2025 mit 781.337 Einwohnern (Hauptwohnsitz) einen Rekordwert.
- Hessen gesamt
- 3 %
- Fünf größte Städte
- 12.5 %
- Ländliche Kreise
- 0.2 %
- Frankfurt
- 17.6 %
Stagnation anderswo
Außerhalb dieser städtischen Zentren verzeichneten die 21 ländlichen Kreise ein nahezu Nullwachstum, das im gleichen Zeitraum nur 0,2 % betrug. Der Trend unterstreicht eine sich vertiefende demografische Kluft innerhalb des Bundeslandes.
Dichtegefälle
Hessen ist bereits dichter besiedelt als der Bundesdurchschnitt. Ende 2025 kamen 297 Einwohner auf jeden Quadratkilometer, verglichen mit dem deutschen Durchschnitt von 234. Das Statistische Landesamt merkte an, dass rechnerisch jeder hessische Einwohner etwa die Hälfte eines Fußballfeldes Platz habe.
- Hessen
- 297 Einwohner/km²
- Deutschland
- 234 Einwohner/km²


