
Drei Tote bei Helikopterabsturz auf Sifnos – Griechische Luftfahrtbehörde ordnet Überprüfung der Bell-206-Flotte an
Am 17. August 2026 stürzte ein privater Bell-206-Helikopter nahe dem Landeplatz auf der griechischen Insel Sifnos ab. Dabei kamen ein erfahrener Pilot und zwei britische Passagiere auf ihrer Hochzeitsreise ums Leben.
Absturzdetails und Flughintergrund
Am Nachmittag des 17. August 2026 stürzte ein privater Bell-206-Helikopter nahe dem Landeplatz auf der Ägäisinsel Sifnos ab, wobei alle drei Insassen getötet wurden. Der gecharterte Flug startete in Markopoulo in Attika und folgte einem Flugplan mit einer erwarteten Landezeit um 18:15 Uhr sowie einem geplanten Rückflug zur Basis um 18:40 Uhr. Nach Angaben der griechischen Polizei ereignete sich der Absturz gegen 18:08 Uhr im Gebiet Exampela, etwa 50 Meter von der Landezone der Insel entfernt. Aufzeichnungen von Sicherheitskameras und Augenzeugenvideos zeigen, wie das Fluggerät schnell um seine Hochachse rotierte, sich überschlug und dann steil in einen Hügelhang stürzte. Der Aufprall löste sofort ein Feuer aus, das die Zelle zerstörte, Rotorkomponenten schmolz und die umliegende Vegetation verbrannte.
Opfer und erste Notfallmaßnahmen
Ersthelfer und Anwohner erreichten den Ort des Geschehens innerhalb weniger Minuten nach dem Aufprall, während die Flammen das Wrack verzehrten. Die Einsatzkräfte bargen drei verkohlte Leichen aus dem Umkreis; umliegende Häuser oder Privatgrundstücke wurden nicht beschädigt. Bei dem Piloten handelte es sich um Giorgos Raikos, einen erfahrenen Flieger mit umfangreichen Flugstunden auf militärischen Chinook-Transporthubschraubern, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Die Quellenangaben zu seinem genauen Alter schwanken zwischen 53 und 55 Jahren. Bei den beiden Passagieren handelte es sich um das britische Hochzeitspaar, den 31-jährigen Alexander Cromie, Vizepräsident für Private Wealth Solutions bei der Investmentfirma Blackstone mit Sitz in London, und seine 30-jährige Frau Marie Ebert, die auf Sifnos ankamen, um ihre Flitterwochen zu beginnen.
Anordnung der Luftfahrtbehörde und technische Hypothesen
Nach einer vorläufigen Auswertung von Videoaufnahmen, die eine schnelle Rotation in der Luft vor dem Aufprall zeigen, erließ die Griechische Zivile Luftfahrtbehörde (APA) eine dringende Anweisung für das betreffende Flugzeugmodell. Die Behörde wies alle Betreiber von Bell-206-Helikoptern im griechischen Luftfahrzeugregister an, vor jedem weiteren Flug zwingende Sicht- und Funktionsprüfungen des Heckrotorsystems durchzuführen. Die Inspektionen müssen streng nach den Herstellervorgaben und technischen Handbüchern erfolgen. Technische Spezialisten und Ermittler konzentrieren sich vorrangig auf zwei Arbeitshypothesen: einen mechanischen Defekt in der Heckrotoranordnung, der zum Verlust der Gierkontrolle führte, oder ein akutes gesundheitliches Ereignis, das den Piloten während des Endanflugs handlungsunfähig machte.
- Der Bell-206-Flug startet in Markopoulo in Attika mit dem Piloten und zwei Passagieren nach Sifnos.
- Der Helikopter gerät außer Kontrolle und stürzt in Exampela ab, etwa 50 Meter vom Landeplatz entfernt.
- Geplante Landezeit laut offiziellem Flugplan.
- Geplante Abflugzeit für den Rückflug zur Basis in Attika.
- Die griechischen Behörden setzen eine fünfköpfige Polizeieinheit für den Fall ein und ordnen landesweite Heckrotorprüfungen der Bell 206 an.
Formelle Untersuchung und forensische Verfahren
Die vorläufige Untersuchung wird von der Polizeidienststelle Milos in Zusammenarbeit mit der Polizeistation Sifnos unter der formellen Aufsicht der Staatsanwaltschaft Syros geführt. Am Morgen des 18. August 2028 übertrug die Staatsanwaltschaft die administrative Zuständigkeit für die Fallakte von der Feuerwehr an ein spezialisiertes fünfköpfiges Team der griechischen Polizei. Diese Taskforce besteht aus zwei Beamten der Direktion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (DAOE) und drei Angehörigen der Polizeidirektion Kykladen. In Zusammenarbeit mit der Nationalen Behörde für Flug- und Eisenbahnunfalluntersuchung und Transportsicherheit (EODASAAM) befragt das Team Augenzeugen und Unternehmensvertreter und sammelt gleichzeitig Vergleichs-DNA-Proben von Angehörigen in Großbritannien, um die formelle Identifizierung in forensischen Laboren abzuschließen.

