
12 Hantavirus-Kontaktpersonen aus Madrider Krankenhaus entlassen, ein bestätigter Fall bleibt unter Beobachtung
Die 12 Personen, die nach einer Exposition gegenüber Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius im Madrider Gómez-Ulla-Krankenhaus in Quarantäne gehalten wurden, sind entlassen worden und werden die Isolation zu Hause fortsetzen, während ein bestätigter Patient mit leichtem Fieber weiterhin im Krankenhaus behandelt wird.
## Krankenhausentlassung Alle 12 Personen, die als Kontaktpersonen von Hantavirus-Fällen des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius im Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla in Madrid in Quarantäne gehalten wurden, sind am Sonntag entlassen worden. Sie hatten am Samstag im letzten PCR-Test negativ getestet und waren während der gesamten Überwachungszeit asymptomatisch und bei gutem Allgemeinzustand. Zur Gruppe gehören fünf Bewohner Kataloniens, die nach Angaben der katalanischen Gesundheitsbehörde unter Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen in ihre Wohnungen transportiert wurden.
Regeln für die häusliche Quarantäne
Die entlassenen Kontaktpersonen setzen ihre Quarantäne nun zu Hause fort. Gemäß dem epidemiologischen Überwachungsprotokoll müssen sie weitere 14 Tage in Isolation bleiben, insgesamt also 42 Tage Quarantäne. Sie dürfen gelegentlich das Haus verlassen, dabei aber eine Maske tragen und Schutzmaßnahmen einhalten. Das Protokoll schreibt zweimal tägliche Temperaturmessungen und die sofortige Meldung jeglicher kompatibler Symptome vor: Fieber, Husten, Atembeschwerden, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall oder Schmerzen im unteren Rückenbereich. Ihre Wohnungen müssen über ein gut belüftetes Einzelzimmer und ein eigenes Bad verfügen.
Der verbleibende Krankenhausfall
Der zweite bestätigte spanische Fall bleibt in der Hochsicherheits-Isolierstation (UATAN) im Gómez-Ulla-Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht. Der Patient, der am 25. Mai positiv getestet wurde, hat leichtes Fieber, zeigte aber keine klinische Verschlechterung. Um entlassen zu werden, muss der Patient mindestens drei Tage ohne Symptome verbringen und zwei negative PCR-Tests (Urin und Rachenabstrich) im Abstand von 48 Stunden vorweisen.
Erster genesener Patient
Der erste spanische Passagier, der positiv auf Hantavirus getestet wurde, ein 70-jähriger Mann, der am 11. Mai positiv getestet wurde, wurde am Donnerstag, dem 4. Juni, nach drei asymptomatischen Tagen und zwei negativen PCR-Tests entlassen. Anders als die Kontaktpersonen muss er keine Quarantäne einhalten, wird jedoch sechs Monate lang klinisch nachbeobachtet, mit monatlichen Blutproben, da Studien zum Andes-Hantavirus-Stamm darauf hindeuten, dass das Virus nach klinischer Genesung über einen längeren Zeitraum im Blut persistieren kann. Das Virus kann auch im Sperma persistieren.
Hintergrund des Ausbruchs
Die MV Hondius, ein Expeditionskreuzfahrtschiff, erlitt während einer Reise, die im April 2026 in Ushuaia, Argentinien, begann, einen schweren Ausbruch des Andes-Stamms des Hantavirus. Die Gesundheitskrise führte zu drei Todesfällen (zwei niederländische Staatsbürger und ein Deutscher) und erforderte einen internationalen Notfalleinsatz auf den Kanarischen Inseln. Die 12 spanischen Kontaktpersonen waren seit dem 10. Mai 2026 im Gómez-Ulla-Krankenhaus isoliert, das als Tag Null der Quarantäne festgelegt wurde, nachdem ein französischer Passagier an Bord positiv getestet worden war.
Die Passagiere, die das Zentrum verlassen, werden die von den Gesundheitsbehörden festgelegte Quarantäne zu Hause fortsetzen.
Laufende Überwachung
Sobald die Kontaktpersonen ihre häusliche Quarantäne abgeschlossen haben und asymptomatisch bleiben, wird eine Probe entnommen und vom Nationalen Zentrum für Mikrobiologie analysiert. Erst nach einem negativen Ergebnis können die Überwachungsmaßnahmen beendet und die normale Aktivität vollständig wieder aufgenommen werden. Die katalanische Gesundheitsbehörde bestätigte, dass das öffentliche Gesundheits- und medizinische Notfallsystem in Abstimmung mit den nationalen Gesundheitsbehörden weiterhin aktiv ist.
- Die Expeditionskreuzfahrt MV Hondius startet in Ushuaia, Argentinien
- Tag Null der Quarantäne wird erklärt, nachdem ein französischer Passagier positiv getestet wurde; 12 spanische Kontaktpersonen werden im Gómez-Ulla-Krankenhaus isoliert
- Erster spanischer Passagier (70-jähriger Mann) positiv auf Hantavirus getestet
- Zweiter spanischer Fall bei routinemäßigen diagnostischen Kontrollen der Kontaktpersonen bestätigt
- Erster positiver Patient nach drei asymptomatischen Tagen und zwei negativen PCR-Tests entlassen
- Alle 12 Kontaktpersonen nach negativem PCR-Test aus dem Gómez-Ulla-Krankenhaus entlassen; setzen Quarantäne zu Hause fort

