68-jähriger Fahrer ignoriert STOP-Schild und kollidiert mit Güterzug an unbeschranktem Bahnübergang in Prostki, Polen
Zwei Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, nachdem ein Pkw auf der Strecke Ełk–Białystok in einen Güterzug gefahren war. Der 68-jährige Fahrer habe an einem B-20-Schild nicht angehalten, teilte die Polizei mit.
Zusammenstoß an unbeschranktem Bahnübergang
Am Sonntag, den 19. Juli 2026, gegen 11:40 Uhr kollidierte ein Pkw an einem unbeschrankten Bahnübergang in der ul. Zielona in Prostki (Woiwodschaft Ermland-Masuren) mit einem Güterzug. Der Zug war von Ełk nach Białystok unterwegs. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen missachtete der 68-jährige Fahrer des Opel das B-20-Stoppschild, hielt vor dem Übergang nicht an und fuhr direkt in die Bahn des entgegenkommenden Zuges.
Verletzte und Rettungseinsatz
Zwei Insassen des Autos wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Lokale Medien berichteten, dass der Fahrer eine Wirbelsäulenverletzung erlitt. Ein Rettungshubschrauber (LPR) landete am Unfallort. Feuerwehreinheiten aus Grajewo, Ełk und der Freiwilligen Feuerwehr Prostki waren zusammen mit Polizei und Rettungsdiensten im Einsatz. Verletzte unter dem Zugpersonal oder den Fahrgästen wurden nicht gemeldet.
Straßen- und Bahnbeeinträchtigungen
Die ul. Zielona wurde gesperrt, und die Polizei forderte Autofahrer auf, Ausweichrouten zu nutzen. Die Bahnstrecke zwischen Grajewo und Ełk wurde gesperrt, was zu erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs führte. PKP Intercity gab bekannt, dass der IC Mamry (Białystok–Wrocław Główny) auf dem Abschnitt Grajewo–Ełk in beide Richtungen ausfällt und Ersatzbusse eingesetzt werden.
Der IC Nr. 1614/5 „MAMRY“ auf der Strecke Białystok–Wrocław Główny wurde auf dem Abschnitt Grajewo–Ełk eingestellt. Auf dem ausgefallenen Abschnitt wird ein Ersatzbusverkehr eingerichtet.
Der Betreiber riet den Fahrgästen, die Durchsagen auf den Bahnsteigen und im Zug zu verfolgen, und wies darauf hin, dass betroffene Reisende Entschädigungsansprüche geltend machen können.
Polizei appelliert an Vorsicht
Die Kreispolizeidienststelle Ełk gab eine Erklärung heraus, in der sie Autofahrer an die Gefahren an Bahnübergängen erinnerte. Sie betonte, dass das B-20-Schild einen obligatorischen Halt vorschreibt und dass ein Moment der Unachtsamkeit zu tragischen Folgen führen kann.
Das B-20-Stoppschild verpflichtet Autofahrer, vollständig anzuhalten und sicherzustellen, dass das Überqueren der Gleise sicher ist. Ein Moment der Unachtsamkeit oder Eile kann zu tragischen Vorfällen führen.
Anhalten. Umschauen. Horchen. Die Sicherheit hängt von Ihrer Entscheidung ab.
Die Beamten untersuchen weiterhin die genauen Umstände des Unfalls.


