Hamburgs Wirtschaftssenatorin fordert Stromnetzausbau für Klimaziel 2040
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard hat die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT aufgefordert, die Netze schneller auszubauen. Sie warnte, dass die Schwerindustrie grünen Strom aus Schleswig-Holstein benötige, um das Klimaziel der Stadt für 2040 zu erreichen.
Forderungen nach Netzausbau für den Norden
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Übertragungsnetzbetreiber aufgefordert, den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze zu beschleunigen, die Norddeutschland verbinden. In Hamburg ansässige Industrieunternehmen benötigen große Mengen an Strom, insbesondere aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen im benachbarten Schleswig-Holstein. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte Leonhard, dass die überregionalen Leitungen, die Strom in die Stadt liefern, sowie die begrenzte Anzahl lokaler Verteilungsknotenpunkte dringend umfassend modernisiert werden müssten. Die überregionale Stromübertragung in Hamburg fällt in das Netzgebiet des Betreibers 50Hertz, während das Umland vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT verwaltet wird. Diese Übertragungsnetzbetreiber sind für die übergeordnete Netzinfrastruktur verantwortlich und arbeiten getrennt von den lokalen Verteilnetzbetreibern, die die Endverbraucher direkt mit Strom versorgen.
Im Norden wird sehr viel Strom aus nachhaltigen Quellen erzeugt. Die Übertragungsnetze, die Hamburg anbinden, und die wenigen Verteilungspunkte hätten längst ausgebaut werden müssen.
Volksentscheid-Ziele und der Zeitplan 2040
Leonhard warnte, dass die Stadt ihre Klimaziele verfehlen könnte, wenn nicht sofort Planungsentscheidungen getroffen und von den Netzbetreibern zügig technisch umgesetzt würden. Im Oktober letzten Jahres stimmte eine Mehrheit der Hamburger Wähler einem Volksentscheid zu, der das Ziel der Klimaneutralität der Stadt von 2045 auf 2040 vorzog. Die um fünf Jahre vorgezogene Beschleunigung des Fahrplans zur Dekarbonisierung bleibt bei regionalen Wirtschaftsverbänden umstritten, die sich um die Infrastrukturkapazität sorgen. Leonhard wies darauf hin, dass Industrieunternehmen in der Stadt klare Planungssicherheit und garantierte Strommengen benötigen, um ihre betrieblichen Transformationsstrategien umzusetzen. Die Senatorin erklärte, dass die Machbarkeit des vom Volk beschlossenen Ziels für 2040 direkt vom Ausbau der Netzkapazität abhänge, um Strom aus nördlichen Erzeugungsstandorten zu transportieren.
Industrielle Umstellung und Großverbraucher
In Hamburg sind mehrere Grundstoffhersteller mit sehr energieintensiven Produktionsanlagen ansässig. Zu den wichtigsten Industrieunternehmen der Hafenstadt gehören der Kupferhersteller Aurubis, der Stahlhersteller ArcelorMittal und das Aluminiumwerk von Trimet. Diese produzierenden Unternehmen beabsichtigen, ihre Produktionsanlagen von fossilen Energieträgern auf Elektrizität umzustellen. Neben klimapolitischen Erwägungen verfolgen die Unternehmen die Elektrifizierung, um ihre betriebliche Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Marktstörungen zu erhöhen. Leonhard merkte an, dass fossile Brennstoffe geopolitische Risiken bergen, und verwies auf den Krieg im Iran und die daraus resultierenden Preissteigerungen bei Rohöl und Erdgas als Beleg für die Volatilität konventioneller Energiemärkte.
Infrastrukturabhängigkeiten und Klimaziele
Die Stadtregierung vertritt die Auffassung, dass eine stabile, großvolumige Stromübertragung die grundlegende Voraussetzung für die industrielle Dekarbonisierung in der gesamten Metropolregion sei. Produktionsstätten, die von Erdgas und Öl wegkommen wollen, benötigen planbare Netzanbindungen, die erhebliche Zuwächse bei Grundlast und Spitzenlast bewältigen können. Laut Leonhard hängt der Erfolg der Hamburger Energiewende vollständig von der technischen Verstärkung und geografischen Erweiterung des übergeordneten Stromnetzes ab. Ohne koordinierte Investitionen von 50Hertz und TenneT werde die Kluft zwischen dem Angebot an erneuerbarer Energie in den nördlichen Regionen und der industriellen Nachfrage in den Städten den Fortschritt bei den Emissionsminderungszielen behindern.
Deshalb steht und fällt das Erreichen unserer Klimaziele bis 2040 mit dem Aus- und Umbau der Netze.
- Hamburger Wähler stimmen einem Volksentscheid zu, der das Ziel der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 vorzieht
- Melanie Leonhard fordert die Übertragungsnetzbetreiber auf, den Netzausbau zu beschleunigen
- Durch den Volksentscheid festgelegte Frist für die Klimaneutralität Hamburgs
- Ursprüngliches Ziel der Klimaneutralität vor dem Volksentscheid
Industrielle Brennstoffumstellung und Großverbraucher
In Hamburg sind mehrere Grundstoffhersteller mit sehr energieintensiven Produktionsanlagen ansässig. Zu den wichtigsten Industrieunternehmen der Hafenstadt gehören der Kupferhersteller Aurubis, der Stahlhersteller ArcelorMittal und das Aluminiumwerk von Trimet. Diese produzierenden Unternehmen beabsichtigen, ihre Produktionsanlagen von fossilen Energieträgern auf Elektrizität umzustellen. Neben klimapolitischen Erwägungen verfolgen die Unternehmen die Elektrifizierung, um ihre betriebliche Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Marktstörungen zu erhöhen. Leonhard merkte an, dass fossile Brennstoffe geopolitische Risiken bergen, und verwies auf den Krieg im Iran und die daraus resultierenden Preissteigerungen bei Rohöl und Erdgas als Beleg für die Volatilität konventioneller Energiemärkte.
Infrastrukturabhängigkeiten und Klimaziele
Die Stadtregierung vertritt die Auffassung, dass eine stabile, großvolumige Stromübertragung die grundlegende Voraussetzung für die industrielle Dekarbonisierung in der gesamten Metropolregion sei. Produktionsstätten, die von Erdgas und Öl wegkommen wollen, benötigen planbare Netzanbindungen, die erhebliche Zuwächse bei Grundlast und Spitzenlast bewältigen können. Laut Leonhard hängt der Erfolg der Hamburger Energiewende vollständig von der technischen Verstärkung und geografischen Erweiterung des übergeordneten Stromnetzes ab. Ohne koordinierte Investitionen von 50Hertz und TenneT werde die Kluft zwischen dem Angebot an erneuerbarer Energie in den nördlichen Regionen und der industriellen Nachfrage in den Städten den Fortschritt bei den Emissionsminderungszielen behindern.
Deshalb steht und fällt das Erreichen unserer Klimaziele bis 2040 mit dem Aus- und Umbau der Netze.
- Hamburger Wähler stimmen einem Volksentscheid zu, der das Ziel der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 vorzieht
- Melanie Leonhard fordert die Übertragungsnetzbetreiber auf, den Netzausbau zu beschleunigen
- Durch den Volksentscheid festgelegte Frist für die Klimaneutralität Hamburgs
- Ursprüngliches Ziel der Klimaneutralität vor dem Volksentscheid


