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Heutiger Brief

Explosion in Depot bei Kiew tötet 37

Gletscherkollaps tötet Hunderte, Regierungen reagieren auf Sicherheitsschocks von Kiew bis Niamey

Die schlimmsten Nachrichten des Tages kamen aus dem Himalaya, wo ein Gletscherabbruch Grenztäler in Schlamm und Trauer verwandelte. Andernorts sahen sich Sicherheitsverantwortliche mit einer schwierigeren Lage konfrontiert: russische Angriffe rund um Kiew, eine eingedämmte Meuterei in Niger und neue wirtschaftliche Manöver um Öl.

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  • Angriff von Siedlern in Qusra

    Das israelische Militär greift ein, um Siedler zu stoppen, die ein palästinensisches Haus im Westjordanland umzingelten. Netanyahu verurteilte die Gewalt.

  • Ukrainische Drohnen treffen russische Raffinerien

    Die Türkei bestellte am Samstag den ukrainischen Botschafter ein, nachdem zwei türkisch verbundene Handelsschiffe im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen wurden.

  • Israelischer Angriff auf Krankenhaus in Gaza

    Angriffe trafen das Gelände des Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhauses in Deir al-Balah. Drei Menschen wurden verletzt, Israel meldet Angriff auf Hamas-Kommandeur.

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Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Das italienische SAMP/T-Luftverteidigungspaket und die erweiterten russischen Treibstoffexportverbote sind inkrementell; der Angriff auf das Lager in Myla mit 37 Toten ist tödlich, verändert aber das strategische Bild nicht.

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Wohnen·28. Juni

SPD und Grüne in Hamburg fordern höhere Geldstrafen für illegale Luxussanierungen

Der Antrag, der am Mittwoch in der Bürgerschaft debattiert wird, soll die Höchststrafe über die derzeitigen 30.000 Euro anheben und fordert eine Bundesratsinitiative zur Verschärfung von Sanktionen gegen unerlaubte Luxusmodernisierungen.

Die regierende SPD und Grünen in Hamburg wollen die finanziellen Sanktionen für Vermieter erhöhen, die in Gebieten mit sozialen Erhaltungssatzungen unerlaubte Luxussanierungen durchführen. Ein Antrag für die Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft am 1. Juli fordert den Senat auf, eine Bundesratsinitiative für eine „deutliche Erhöhung“ der Bußgelder auf Bundesebene zu starten. Die Koalition argumentiert, dass die derzeitige Höchststrafe von 30.000 Euro Regelbrecher nicht mehr abschrecke und dass jeder, der gegen die Regeln verstoße, nicht von dem Verstoß profitieren dürfe.

Der vorgeschlagene Antrag

Der Antrag stellt fest, dass in Stadtteilen mit angespannten Wohnungsmärkten „Wohnungen ohne Genehmigung hochwertig saniert und dann dem preiswerten Wohnungsbestand entzogen werden.“ Er fordert den Senat auf, über die Länderkammer, den Bundesrat, bundesweit für schärfere Sanktionen einzutreten. Der Text wird am Mittwoch in der turnusmäßigen Sitzung der Bürgerschaft diskutiert.

Wer bewusst gegen die Regeln der Milieuschutzsatzung verstößt und Luxussanierungen ohne Genehmigung durchführt, darf daraus keinen wirtschaftlichen Vorteil ziehen.

— Martina Koeppen

Wo die Regeln gelten

Soziale Erhaltungssatzungen, auch als Milieuschutz bekannt, gelten derzeit in 16 Hamburger Stadtteilen. Sie sollen das soziale Gefüge der Quartiere schützen und Wohnraum bezahlbar halten. Koeppen betonte, das Instrument sei „in den letzten Jahren systematisch ausgebaut worden.“ Rund 320.000 Bewohner sind durch diese Satzungen vor Verdrängungsdruck geschützt, so der grüne Wohnungsexperte Leon Alam.

Wer durch unerlaubte Maßnahmen, sogenannte Luxussanierungen, bezahlbaren Wohnraum gefährdet oder Menschen aus ihren Wohnungen verdrängt, muss wissen, dass dies nicht hingenommen wird und Konsequenzen hat.

— Leon Alam

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Abschreckungslücke

Nach geltendem Recht können unerlaubte Luxussanierungen mit einer Höchststrafe von 30.000 Euro geahndet werden. Die Koalition sagt, diese Summe sei „kaum noch abschreckend“, da sie durch den wirtschaftlichen Gewinn aus der Aufwertung und Neuvermietung einer sanierten Immobilie zu einem Marktpreisaufschlag aufgewogen werden könne. Der Antrag warnt, dass ohne eine glaubwürdige Sanktion die wirtschaftlichen Anreize für einen Verstoß gegen die Erhaltungssatzungen sprechen.

Vorstoß zur Einbindung der Bundesebene

Hamburg will die Änderung über eine Bundesratsinitiative vorantreiben und andere Länder bitten, einen schärferen rechtlichen Rahmen bundesweit zu unterstützen. Alam betonte, die Stadt habe gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft im „Bündnis für das Wohnen“ einen verlässlichen wohnungspolitischen Rahmen geschaffen und die Einhaltung vereinbarter Regeln sei Teil des Paktes. Die bestehenden Sanktionen müssten überprüft und gegebenenfalls deutlich verschärft werden.

Hamburg
Martina KoeppenLeon Alam
Hamburg

2 Quellen

  • Rot-Grün will höhere Bußgelder für illegale Luxussanierungen
    Süddeutsche Zeitung·28. Juni
  • Wohnungspolitik: Rot-Grün will höhere Bußgelder für illegale Luxussanierungen
    ZEIT ONLINE·28. Juni

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