Digital · Rom, Palermo und Catania

Hackerangriffe überhitzen Supermarkt-Kühltruhen in Italien und Europa – Regierung sieht keinen Anlass zur Alarmbereitschaft

Cyberangriffe auf Kühlsysteme haben nach mehreren europäischen Supermärkten nun auch Italien erreicht, betroffen sind Coop-Filialen auf Sizilien. Palazzo Chigi spricht von begrenzten Auswirkungen, die großen Ketten hätten standgehalten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Il Sole 24 ORE, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Palermo, Catania, Paris · Italien, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 12.10.Tiefkühlware in mehreren französischen Supermärkten aufgetaut
  2. 2.11.Neue Welle von Kälteangriffen in ganz Europa, auch in Italien
  3. 3.11.Palazzo Chigi hält ein Treffen zu den Angriffen ab

Angriffe erreichen Sizilien und die Kühlkette

Cyberangriffe, die die Temperatureinstellungen von Kühltheken veränderten, haben Italien erreicht. Eine neue Welle traf am 2. November die Kühlsysteme mehrerer europäischer Supermärkte, und auf Sizilien änderten sich in Filialen, darunter Coop-Märkte in den Provinzen Palermo und Catania, die Temperaturen der Auslagen, Lebensmittel verdarben. Mindestens vier Coop-Filialen der Gruppe Radenza waren betroffen, drei in Catania und eine in Palermo, und ähnliche Störungen werden in der Toskana und in Emilia-Romagna untersucht. Der Generaldirektor Giuseppe Spadaro sagte, die veränderten Einstellungen hätten die Lebensmitteltheken überhitzt und die Produkte verderben lassen. Die Polizia Postale rekonstruiert, wie die Eindringlinge vorgingen, und prüft Verbindungen zu den Fällen im Ausland.

Von Kälteangriffen getroffene Coop-Filialen nach StadtFilialen
Catania
3 Filialen
Palermo
1 Filialen

Daten aus dem Artikeltext

Das Muster reicht über Italien hinaus. In der Nacht von Sonntag, 1. November, auf Montag, 2. November, meldeten Supermärkte in Schweden, Belgien, Irland, Estland, Luxemburg und Finnland Kühltruhen, die zu Backöfen geworden waren, ebenso einige Märkte in Italien. Keine Gruppe hat sich zu den gleichzeitigen Angriffen bekannt. Der vorangegangene Fall ereignete sich in Frankreich: Dort fanden Beschäftigte mehrerer Supermärkte am 12. Oktober aufgetaute Tiefkühlware vor, nachdem die Temperaturen der Auslagen über Nacht 50 Grad erreicht hatten.

Wie die Angriffe funktionieren

Die Schwachstelle wurde am 9. August verifiziert. Claroty, das Sicherheitsunternehmen hinter der Untersuchung, erklärte, es habe in etwa 28 Minuten Root-Rechte zur Befehlsausführung auf einem Laborgerät erlangen können, zu Kosten von 6 Dollar für den KI-Einsatz. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Manipulation von Danfoss-Ak-SM-800A-Steuerungen kursiert seit August im Netz, und fast 3.000 Geräte waren in den 63 Tagen vor dem französischen Angriff nicht aktualisiert worden.

Paolo Dal Checco, Cybersicherheitsexperte und forensischer IT-Berater, nennt drei Hypothesen: ein anderswo gefundenes Passwort, eine Phishing-Kampagne zur Erlangung von Zugangsdaten oder veraltete Steuerungssoftware, die er für am wahrscheinlichsten hält. Zum Motiv sagte er:

„Im Allgemeinen will derjenige, der einen Angriff durchführt, Geld.“

Paolo Dal Checco

Es wurde kein Geld gefordert und keine Daten wurden entwendet, was seiner Einschätzung nach auf eine demonstrative Aktion, einen Hacker aus Spaß oder eine Warnung vor Schlimmerem hindeutet. Antonella Maugliani, Forscherin am Istituto superiore di sanità, sagte, Lebensmittel, die nur begrenzte Zeit Hitze ausgesetzt waren, würden im Einzelfall beurteilt, während bei langer Exposition Vorsicht oberste Priorität habe. Kälte stoppt Bakterien, statt sie abzutöten, und beim Auftauen können sie sich vermehren und teils schädliche Toxine bilden.

Reaktion von Regierung und Branche

Im Palazzo Chigi fand ein Treffen unter Leitung von Alfredo Mantovano statt, dem Beauftragten für nationale Sicherheit, mit Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida, den Geheimdienstchefs und ACN-Direktor Andrea Quacivi. Piantedosi bezeichnete den Vorfall als koordinierten Akt, Lollobrigida sprach von einer hybriden Bedrohung. Quacivi berief anschließend ein Dringlichkeitstreffen mit dem großen Einzelhandel und dem Landwirtschaftsministerium ein, um den Informationsaustausch zu verstärken. In der Mitteilung der Regierung heißt es, es bestehe kein Anlass zur Alarmbereitschaft:

„Die große Mehrheit der Vertriebskette hat Schutzsysteme aktualisiert, die bösartige Eindringversuche abwehren können.“

Palazzo Chigi

Carlo Alberto Buttarelli, Präsident von Federdistribuzione, sagte:

„In den Vertriebsnetzen unserer mittleren und großen Unternehmen werden keine kritischen Probleme verzeichnet.“

Carlo Alberto Buttarelli

Paolo Mascarino, Präsident von Federalimentare, sagte, die italienischen Lebensmittelunternehmen arbeiteten uneingeschränkt und die Kontinuität der Lebensmittelversorgung sei nicht infrage gestellt. Die Verbraucherverbände Adoc und Codacons äußerten Besorgnis.

Die DDoS-Welle gegen Logistik und öffentliche Stellen

Vom 7. bis 21./22. Oktober führte das pro-russische Kollektiv NoName DDoS-Angriffe gegen italienische öffentliche Plattformen sowie Transport-, Schifffahrts- und Logistikunternehmen durch. Der erste Angriff am 7. Oktober galt dem Hub dei contratti pubblici, einer mit dem Verkehrsministerium verbundenen Vergabeplattform, die erklärte, der Angriff sei noch am selben Tag abgewehrt worden. Rund 24 Stunden später traf die Gruppe die Farnesina, nachdem die russische Sprecherin Maria Zakharova Antonio Tajani angegriffen hatte. Die Kampagne weitete sich dann auf Unternehmen wie Azimut Benetti Group und Neri Group aus, wo Aufträge stockten, Lieferungen zum Erliegen kamen und Portale stunden- oder tagelang ausfielen. Die wirtschaftlichen Kosten sind noch nicht beziffert.

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