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Heutiger Brief

Ceutas Behörden schätzen 60.000 Ankünfte

Ceuta belastet Spanien, während Bedingungen in Gaza, Marktschwankungen und Dürre Regierungen unter Druck setzen

Spanien entsandte Truppen nach Ceuta, nachdem seine zentralen und lokalen Behörden unterschiedliche Schätzungen zu einem außergewöhnlichen Grenzübertritt vorgelegt hatten. Andernorts blieb Donald Trumps Gaza-Ankündigung an Bedingungen geknüpft, asiatische Technologiewerte erholten sich nach Rekordverlusten, und niedrige Flusspegel drosselten in Rumänien die Atomstromproduktion.

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Europäische Union · Aktualisiert vor 3 m

Brüssel gegen die Hauptstädte: EU-Integration

Die anhaltende Situation mit Italiens vorübergehender Aussetzung des Schengen-Raums gegenüber Spanien und die Zurückweisung von Forderungen, Spanien aus Schengen auszuschließen, durch die EU veranschaulicht die fortwährende Anfechtung von Zuständigkeiten im Bereich Justiz und Inneres.

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© Deutsche Welle
Diplomatie·16. Juni

Guterres besucht Haiti inmitten der verheerenden humanitären Krise: „Schaut nicht weg“, fordert er die Welt auf

António Guterres ist am Dienstag zu einem Solidaritätsbesuch in Port-au-Prince eingetroffen und nannte die humanitäre Lage „verzweifelt“, aber auch „schwache Hoffnungsschimmer“. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, die Krise nicht länger zu ignorieren.

Besuch und Aufruf zum Handeln

UN-Generalsekretär António Guterres landete am Dienstag zu einem eintägigen Solidaritätsbesuch in Haiti, seinem ersten seit Juli 2023. Er traf Opfer von Bandengewalt und besuchte das Hauptquartier einer neuen multinationalen Antigang-Truppe. In einem Beitrag auf X schrieb er, die humanitäre Lage sei „verzweifelt“, er sehe aber „schwache Hoffnungsschimmer“.

Meine Botschaft an die internationale Gemeinschaft: Hört auf, wegzuschauen, wir müssen Haiti unterstützen.

— António Guterres

Ausmaß der Gewalt

Neue UN-Zahlen zeigen, dass in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 mindestens 2.310 Menschen getötet und 1.106 verletzt wurden. Sicherheitsoperationen verursachten etwa 65 % der Todesfälle, während Banden für rund 25 % verantwortlich waren. Banden verübten mindestens 99 Entführungen, und 699 Menschen – meist Frauen und Mädchen – wurden Opfer sexualisierter Gewalt. Eine der jüngsten Entführungen betraf James Boyard, den Kabinettsdirektor des Verteidigungsministeriums, der letzte Woche in einem ehemals sicheren Bezirk verschleppt wurde.

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Vertreibungskrise

Etwa 1,5 Millionen Haitianer sind vertrieben, mehr als jeder Zehnte der Bevölkerung. Allein im Mai flohen über 18.000 Menschen vor erneuter Gewalt im Slum Cité Soleil, wodurch die Zahl der Binnenvertriebenen in Port-au-Prince erstmals die Marke von 300.000 überschritt. Am vergangenen Wochenende wurden dort mehr als 30 Menschen getötet, verletzt oder werden vermisst.

Haitis Vertreibungskrise tritt in eine noch alarmierendere Phase ein.

— Gregoire Goodstein
Gewaltopfer in Haiti Januar–Mai 2026 · Personen
Getötet
2.310
Verletzt
1.106
Entführt
99
Sexualisierte Gewalt
699
Getötet
2310 Personen
Verletzt
1106 Personen
Entführt
99 Personen
Sexualisierte Gewalt
699 Personen

Internationale Reaktion

Eine neue, von der UNO unterstützte Antigang-Truppe, die im September vom Sicherheitsrat gebilligt wurde, ersetzt eine frühere kenianisch geführte Mission. Jamaika, der Tschad, El Salvador und Guatemala haben bisher weniger als 1.000 Soldaten entsandt; die Truppe kann schließlich bis zu 5.500 Mann umfassen und soll in den kommenden Wochen ihren Einsatz beginnen. Guterres beobachtete auch die Rekrutierung für Haitis Nationalpolizei und -armee. Der humanitäre UN-Aufruf für 2026 in Höhe von 880 Millionen Dollar ist zu weniger als einem Viertel finanziert, während die Hurrikansaison beginnt.

Kritik an der Rolle der UNO

Nicht alle begrüßen den Besuch. Der Soziologe Jean Saint Paul merkte an, dass viele Haitianer die UNO als „Persona non grata“ betrachten, und argumentierte, die Organisation habe zur Schwächung der staatlichen Institutionen beigetragen. Das Land bleibt das ärmste Lateinamerikas und der Karibik; 5,8 Millionen Menschen leiden unter schwerer Ernährungsunsicherheit, und die Polizeidichte beträgt nur 1,3 Beamte pro 1.000 Einwohner, was unter dem internationalen Standard liegt.

Dieser Besuch ist sehr wichtig, weil er einen Meilenstein darstellt. Es ist das zweite Mal, dass António Guterres Haiti besucht. Er kam bereits 2023, aber diesmal wird er die Opfer treffen.

— Eduardo Ordóñez
Port-au-Prince · Santo Domingo
António GuterresJames BoyardGregoire GoodsteinVolker TürkEduardo OrdóñezJean Saint PaulLuis Abinader
António GuterresColombiaPort-au-Prince

5 Quellen

  • Guterres viaja a Haití y busca "atisbos de esperanza" en una grave situación humanitaria y de inseguridad
    RTVE.es·16. Juni
  • UN Secretary-General visits Haiti as gang violence soars
    The Independent·16. Juni
  • ONU: secretario general hace "visita de solidaridad" a Haití
    Deutsche Welle·16. Juni
  • Guterres llega a Haití y califica de "desesperada" la situación humanitaria del país
    La Razón·16. Juni
  • Noticias de América - Haití: "Visita de solidaridad" del secretario general de la ONU a pesar de críticas contra la organización
    RFI·16. Juni

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