Spanien und Marokko beschlagnahmen fast 4,8 Tonnen Haschisch bei Hochgeschwindigkeitsjagd in der Straße von Gibraltar
Bei einer gemeinsamen Operation der spanischen Guardia Civil und der marokkanischen Königlichen Gendarmerie wurden am 13. Juni 2026 nach einer Verfolgungsjagd eines verdächtigen Schnellboots in der Straße von Gibraltar 121 Ballen Haschisch mit einem Gesamtgewicht von 4.777 kg sichergestellt.
Entdeckung und Verfolgung
Die Operation begann, als die Guardia Civil ein verdächtiges halbstarres Boot vom Typ „Go Fast“ entdeckte, ein von Drogenhändlerorganisationen häufig genutztes Wasserfahrzeug, das die Straße von Gibraltar befuhr. Nach Analyse seines Kurses, seiner Geschwindigkeit und seiner Flugbahn aktivierte der Marinedienst sofort seine Ressourcen, unterstützt vom Flugdienst der Guardia Civil. Das Boot war mit Haschischballen beladen und führte Ausweichmanöver durch, um die polizeiliche Verfolgung zu erschweren.
Während der ersten Phase der Verfolgung übte ein Patrouillenboot des Marinedienstes direkten Druck auf die Verdächtigen aus. Die Besatzung reagierte, indem sie einen Teil der Ladung über Bord warf, um das Boot zu erleichtern, an Geschwindigkeit zu gewinnen und es den Beamten zu erschweren, die Drogen zu beschlagnahmen. Der Flugdienst ortete die über Bord geworfenen Ballen, während Landeinheiten mögliche Anlandepunkte entlang der Küste abdeckten, falls die Schmuggler versuchen sollten, an Land zu fliehen.
Bergung auf See
Dank der koordinierten Luft- und Seeanstrengungen wurden 32 Ballen Haschisch mit einem Gewicht von etwa 1.200 kg aus dem Wasser geborgen. Das immer noch unter Druck stehende Boot änderte dann den Kurs und steuerte auf marokkanische Gewässer zu, um die spanische Gerichtsbarkeit zu verlassen und zu seinem Ausgangspunkt zurückzukehren.
Marokkanische Zusammenarbeit besiegelt die Operation
In diesem Moment wurden die Kanäle der internationalen Zusammenarbeit mit der Königlichen Marokkanischen Gendarmerie aktiviert. Die marokkanischen Seebehörden setzten schnell eigene Ressourcen ein, um das halbstarre Boot abzufangen. Dieses integrierte Vorgehen schnitt Fluchtwege ab und verhinderte, dass die Besatzung ihre Ladung sichern oder eine Lieferung abschließen konnte. Die Verdächtigen warfen den Rest der Ladung über Bord, und marokkanische Einheiten bargen 89 weitere Ballen mit einem Gewicht von etwa 3.577 kg.
Ergebnis
Die Gesamtbeschlagnahme belief sich auf 121 Ballen Haschisch mit rund 4.777 kg. Es wurden keine Verletzten gemeldet, anders als bei früheren Vorfällen in Punta Umbría oder am Fluss Guadiana. Die Guardia Civil hob die effektive Koordinierung der See-, Land- und Lufteinheiten sowie die schnelle bilaterale Zusammenarbeit mit Marokko hervor, die sicherstellte, dass die gesamte Drogenlieferung abgefangen wurde.


