Konflikte · London

Großbritanniens Militärchef Richard Knighton: London muss bei Russland zu Europa aufschließen

Air Chief Marshal Sir Richard Knighton sagte der Financial Times, Großbritannien müsse bei der Bedrohung aus Moskau zu den europäischen Verbündeten aufschließen. Er bezeichnete die aktuelle Lage als die gefährlichste Phase seines Erwachsenenlebens. Bombendrohungen gegen europäische Fluggesellschaften und Medienhäuser werden derzeit untersucht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Telegraph, Mediafax.ro, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2025Knighton sagt am Londoner Institut RUSI, die russische Führung wolle die NATO letztlich zerstören
  2. Oktober 2026Schatzkanzler John Healey sagt im Haushalt Militärausgaben von 3 Prozent des BIP bis 2030 zu
  3. 5.11.Falsche Bombenalarme betreffen mindestens 27 Flüge in Europa, darunter einen Wizz-Air-Flug von Mailand nach Bukarest
  4. 8.11.Knighton gibt vor dem Remembrance Sunday Interviews bei FT und BBC

Großbritanniens Militärchef sieht wachsende Bedrohung

Air Chief Marshal Sir Richard Knighton, Chef des Verteidigungsstabs, sagte der Financial Times in einem seltenen Interview vor dem Remembrance Sunday, Großbritannien müsse zu seinen europäischen Verbündeten aufschließen. Die Verbündeten, die Russland am nächsten liegen, spürten dessen Aggression und den Krieg in der Ukraine stärker, und Moskaus Risikobereitschaft sei erkennbar gewachsen. Der 57-jährige Knighton sagte, der Begriff „hybride Aktivitäten“ werde der Schwere der russischen Handlungen nicht mehr gerecht.

Er formulierte es drastisch:

„Dies ist die gefährlichste Phase, die ich in meinem Erwachsenenleben erlebt habe“

Richard Knighton, Britischer Air Chief Marshal und Chef des Verteidigungsstabs

Die Bedrohung – hauptsächlich aus Russland, aber auch global – nehme zu, fügte er hinzu.

Sabotage, Attentate und Bombendrohungen

Knighton sagte, der russische Staat führe gezielte Attentate, Sabotageakte und Cyberangriffe durch, und dafür gebe es Belege in Europa und in gewissem Umfang auch in Großbritannien. Europäische Sicherheitsbeamte erklärten Anfang November 2026, sie prüften, ob eine Serie von Bombendrohungen gegen europäische Fluggesellschaften und Medienhäuser aus Russland stammte. Eine grenzüberschreitende Untersuchung von Nachrichten- und Sicherheitsdiensten läuft, und Beamte sagten der FT, eine Zuschreibung sei noch weit entfernt. Einige im nachrichtendienstlichen Umfeld seien dennoch überzeugt, dass Russland der wahrscheinlichste Urheber sei, berichtete die FT, während Russland eine Beteiligung an hybriden Angriffen auf europäischem Boden bislang bestritten hat. Falsche Alarme am Donnerstag, dem 5. November 2026, betrafen mindestens 27 Flüge in Europa, darunter einen Wizz-Air-Flug von Mailand nach Bukarest.

Hamsterkäufe und das Notfallpaket

Am Sonntag, dem 8. November 2026, sagte Knighton der BBC, er reagiere damit auf den Aufruf der Regierung an die Haushalte, Wasser und Lebensmittel zu bevorraten, angesichts wachsender Sorge über Störungen durch feindliche Staaten. Auf die Frage, was in seinem eigenen Notfallpaket sei, sagte er, er habe das mit seiner Frau besprochen und das Wochenende damit verbracht, Schränke auszuräumen; dabei sei er zu dem Schluss gekommen, dass „es im Hause Knighton eine Menge Dosen gibt“. Die Rettungsdienste und die Streitkräfte seien die erste Verteidigungslinie der Nation, aber jeder könne seinen Teil zur Vorbereitung beitragen.

Ein Marinepakt und der Hohe Norden

Seine Äußerungen fielen am Vorabend eines Marinepakts zur Stärkung der Verteidigung des Nordatlantiks, der Arktis und der Ostsee. Die von Großbritannien geführte Joint Expeditionary Force, der auch die Niederlande, die baltischen Staaten und die skandinavischen Länder angehören, soll über Absichtserklärungen und Treffen hinaus zu praktischen Maßnahmen übergehen, wie Marine, Luftwaffe und Heer zusammenarbeiten. Knighton nannte die Abschreckung russischer U-Boote, damit diese im Kriegsfall Schiffe nicht angreifen oder bedrohen können, als eine der wichtigsten Aufgaben. Den Hohen Norden, der Teile des Nordatlantiks und der Arktis umfasst, bezeichnete er als zunehmend entscheidend für die westlichen Volkswirtschaften und die Sicherheit der NATO – auch wegen des Klimawandels und der besseren Befahrbarkeit zuvor eisbedeckter Gebiete.

Ausgabenversprechen und die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit zu überzeugen

Schatzkanzler John Healey sagte im Haushalt im Oktober 2026 zu, Großbritannien werde die Militärausgaben bis 2030 auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Knighton sagte, der Staat müsse der Öffentlichkeit die russische Bedrohung erklären, zumal die Regierung von der Gesellschaft die Akzeptanz höherer Verteidigungsausgaben verlange. In einer Rede im Dezember 2025 am Londoner Institut RUSI sagte er, die russische Führung wolle die NATO letztlich zerstören. In einem Artikel für The Independent im Oktober 2026 argumentierte er, das Ziel sei, einen Krieg zu verhindern, statt sich auf einen vorzubereiten.

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