
Polizei zerschlägt Hooligan-Drogenring: 17 Festnahmen in Thessaloniki und Mykonos, Anführer nach Deutschland geflohen
Koordinierte Razzien in der nördlichen Hafenstadt und auf der Kykladeninsel fassen 15 Kernmitglieder einer Bande, die rivalisierende Fans überfiel. Der mutmaßliche Anführer hält sich zuletzt in Deutschland auf.
Die Operation
Die griechische Polizei hat eine gewalttätige Bande mit Wurzeln im organisierten Sport-Hooliganismus zerschlagen und am 29. Juni 2026 bei zeitgleichen Razzien in Thessaloniki und Mykonos 17 Personen festgenommen. Die Operation wurde von der Unterdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität Nordgriechenlands geleitet. Von den Festgenommenen gelten 15 als Kernmitglieder der kriminellen Organisation. Unter den Festgenommenen befanden sich ein Minderjähriger und ein Mitglied, das auf Mykonos einen Saisonjob angenommen hatte.
Aktivitäten der Bande
Ermittlern zufolge operierte die Bande etwa 18 Monate lang, spürte rivalisierende Fans eines prominenten nordgriechischen Fußballclubs auf und griff sie an. Die Opfer wurden ausgeraubt und ihre Besitztümer als Trophäen behalten. Neben der Gewalt betrieb die Gruppe einen lukrativen Drogenhandel, um sich zu finanzieren.
Beschlagnahmte Beweise
Durchsuchungen von Immobilien der Bande förderten ein Waffenlager zutage, darunter eine 9-mm-Pistole, eine Luftpistole, eine Schrotflinte, Munition und mehrere Messer. Auch Mengen von Drogen wurden beschlagnahmt.
Flüchtiger Anführer
Der mutmaßliche Anführer entkam dem Netz, da er kürzlich aus beruflichen Gründen nach Deutschland gezogen war. Die Polizei erklärte, der Flüchtige sei den Ermittlern kein Unbekannter; er war bereits wegen Beherbergung eines Straftäters im Zusammenhang mit dem Messermord an dem 20-jährigen Kleomenis im März 2026 im Bezirk Kalamaria von Thessaloniki angeklagt.
Nächste Schritte
Die Verdächtigen bleiben in Untersuchungshaft, bis sie vor einem örtlichen Richter erscheinen, während die Polizei die Jagd nach dem fehlenden Anführer der Bande fortsetzt.


