
Griechische Polizei beschlagnahmt 324 kg Cannabis, versteckt in Altpapier, und nimmt zwei in Thessaloniki fest
Griechische Behörden haben eine internationale kriminelle Organisation zerschlagen, die rohes Cannabis von Albanien über Griechenland in die Türkei schmuggelte und die Drogen in Altpapierlieferungen versteckte. Die Polizei nahm am 14. August zwei ausländische Staatsangehörige in Thessaloniki fest und beschlagnahmte 324 Kilogramm Cannabis.
Polizeieinsatz in Thessaloniki
Am Morgen des 14. August 2026 um 08:35 Uhr führten Beamte der Unterdirektion für Rauschgiftverfolgung der Direktion für organisierte Kriminalität einen groß angelegten Polizeieinsatz in einem umzäunten Gelände in der Gemeinde Delta von Thessaloniki durch. Der Einsatz wurde von der Abteilung für Drogenbekämpfung der Unterdirektion für organisierte Kriminalität Nordgriechenland und der Abteilung für Kriminalprävention und -bekämpfung der Direktion für Strafverfolgung Thessaloniki unterstützt. Die beiden Festgenommenen wurden am Tatort aufgefunden, in deren Besitz sich acht mit Altpapier beladene Paletten befanden. Vier der Paletten befanden sich in einem auf dem Fahrzeug montierten LKW, und vier waren daneben abgestellt. In speziell angefertigten Verstecken in der Papierfracht befanden sich Pakete mit rohem Cannabis mit einem Gesamtgewicht von 324 Kilogramm und 474 Gramm, mit der Türkei als endgültigem Bestimmungsort.
Schmuggelroute und -methode
Die kriminelle Organisation transportierte große Mengen rohen Cannabis von Albanien über Griechenland in die Türkei mit internationalen Transport-LKW. Die Gruppe nutzte legitime Altpapierladungen als Tarnung und baute in den Sendungen versteckte Fächer ein, um die Drogen zu verbergen. Diese Methode ermöglichte es den LKWs, sich als normale gewerbliche Transporte auszugeben, während erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln unentdeckt über Grenzen bewegt wurden. Der Ermittlung folgte die Nutzung von Informantenhinweisen zu den Aktivitäten der Organisation, gefolgt von polizeilichen Maßnahmen, Überprüfungen und dem Abgleich von Daten. Sie wurde in Zusammenarbeit mit den Drogenbekämpfungsbehörden Nordmazedoniens und des Kosovo durchgeführt und umfasste die Sammlung von Informationen und die Erstellung von Profilen der beteiligten Personen. Nach polizeilichen Erkenntnissen hatte die Organisation eine hierarchische Struktur und eine professionelle Infrastruktur, die ihre internationalen Aktivitäten ermöglichte.
Rollen innerhalb der Organisation
Die Mitglieder der Organisation hatten unterschiedliche und klar definierte Rollen. Der gesuchte Verdächtige, ein nordmazedonischer Staatsangehöriger, der sich noch auf freiem Fuß befindet, fungierte als allgemeiner Koordinator der Aktivitäten der Gruppe in Griechenland. Er war dafür verantwortlich, vorübergehende Lagermöglichkeiten für die Drogen zu finden, die versteckten Fächer in den Papierladungen zu bauen, in denen die Betäubungsmittel versteckt wurden, Kontakte zu Lieferanten zu pflegen und die LKW-Fahrer für den Weitertransport der Drogen von Griechenland in die Türkei zu koordinieren. Der 43-Jährige hatte die Aufgabe, die Cannabis-Lieferungen aus Albanien zu empfangen und in den speziell angefertigten Verstecken in den Papiersendungen zu platzieren. Der 58-Jährige spielte eine unterstützende Rolle beim Transport, Verstecken und der Lieferung der Drogen von Griechenland in die Türkei.
Beschlagnahmte Vermögenswerte und geschätzter Gewinn
Zusätzlich zu den 324 Kilogramm und 474 Gramm Cannabis beschlagnahmten die Behörden einen LKW, zwei Pkw, zwei Mobiltelefone, ein ausländisches Kennzeichen, 11 leere Koffer und 1.165 Euro Bargeld. Der illegale finanzielle Vorteil, den die Organisation durch diese Aktivität voraussichtlich erzielen würde, wurde auf über 700.000 Euro geschätzt. Zwei ausländische Staatsangehörige wurden festgenommen: einer ein Staatsbürger Nordmazedoniens und der andere ein Staatsbürger des Kosovo. Ein dritter Verdächtiger, ein nordmazedonischer Staatsangehöriger, wurde identifiziert und wird von den Behörden gesucht. Die Ermittlungen erstrecken sich auch auf unbekannte Personen, von denen angenommen wird, dass sie eine Rolle bei der Lieferung der Drogen aus Albanien und beim Empfang und der Weiterverbreitung in der Türkei gespielt haben.
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