
Griechenland bekämpft 45 Waldbrände in 24 Stunden und verhängt Rote Warnstufe für Chios, Samos, Kreta und weitere am 15. Juli
Die griechische Feuerwehr bekämpfte am 14. Juli 2026 landesweit 45 Agrar- und Waldbrände, darunter einen Großbrand in Aliveri auf Euböa und einen schnell eingedämmten Brand in Perea bei Thessaloniki. Die Regierung hat für den 15. Juli eine sehr hohe Gefahrenwarnung herausgegeben.
45 Brände an einem Tag
Griechenland verzeichnete am 14. Juli 2026 zwischen Morgen und Abend landesweit 45 Agrar- und Waldbrände, wie das Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz mitteilte. Viele brachen fast gleichzeitig aus und zwangen die Feuerwehr, Bodentruppen und Luftfahrzeuge zu mobilisieren. Todesfälle oder großflächige Gebäudeschäden wurden nicht bestätigt, doch die schiere Anzahl der Einsätze hielt die Einsatzkräfte rund um die Uhr in Atem.
- 45 Agrar- und Waldbrände brechen innerhalb von 24 Stunden in ganz Griechenland aus; Boden- und Luftkräfte werden mobilisiert.
- Großbrand in Aliveri auf Euböa: 80 Feuerwehrleute, 12 Luftfahrzeuge, zwei 112-Warnungen; später eingedämmt.
- Brand in Perea bei Thessaloniki bricht aus; innerhalb von 50 Minuten unter Kontrolle.
- Besucher der archäologischen Stätte Knossos auf Kreta werden vorsorglich evakuiert.
- Brände in Oinofyta, Messenien und Rodopi werden schnell gelöscht.
- Sehr hohe Brandgefahr (Stufe 4) für Chios, Samos, Ikaria, Kalymnos, Kos und Kreta; Rote Warnstufe ausgelöst.
Wichtige Brandherde
Der größte einzelne Einsatz fand in einem halbländlichen Gebiet in Aliveri auf Euböa statt, wo 80 Feuerwehrleute, Fußtrupps, 12 Luftfahrzeuge und eine Überwachungsdrohne im Einsatz waren. Über das 112-System wurden zwei Notfallwarnungen versendet. Das Ministerium erklärte, der Brand sei nun eingedämmt und habe keine aktive Front mehr.
In Perea bei Thessaloniki wurde ein um 18:00 Uhr am Dienstag ausgebrochener Brand laut Feuerwehr innerhalb von 50 Minuten unter Kontrolle gebracht. In Vasilika bei Thessaloniki, Ypato in Böotien und Psakoudia auf Chalkidiki konnten Bodentruppen die Flammen ebenfalls eindämmen. An der archäologischen Stätte Knossos auf Kreta wurden Besucher vorsorglich evakuiert, da ein nahegelegener Brand ausgebrochen war; Schäden am Monument wurden nicht gemeldet. Brände in Oinofyta in Böotien, Messenien und Rodopi wurden schnell gelöscht, sodass eine Ausbreitung verhindert werden konnte.
Rote Warnstufe für den 15. Juli
Für Mittwoch, den 15. Juli, hat das Generalsekretariat für Katastrophenschutz sechs Inselregionen und ganz Kreta unter sehr hohe Brandgefahr (Stufe 4) gestellt, was die Auslösung der Roten Warnstufe bedeutet. Betroffen sind Chios, Samos, Ikaria, Kalymnos, Kos und die Region Kreta. Der Staatsapparat ist in erhöhter Alarmbereitschaft; regionale und kommunale Behörden wurden informiert und müssen für jeden neuen Ausbruch vollständig bereit sein.
Die Erfahrung der letzten Tage zeigt, dass selbst ein kleiner Brandherd in kürzester Zeit zu einem besonders gefährlichen Feuer werden kann, wenn widrige Wetterbedingungen herrschen. Vorbeugung bleibt die Antwort.
Warnungen an die Bevölkerung
Das Ministerium forderte die Bürger zu äußerster Vorsicht auf und riet davon ab, Aktivitäten im Freien durchzuführen, die durch Fahrlässigkeit einen Brand auslösen könnten. Besonders hingewiesen wurde auf den Einsatz von Funken erzeugenden Maschinen, Grillen im Freien, Imkerarbeiten mit Rauch und das Wegwerfen brennender Zigaretten. Das Abbrennen von Feldern und Ernteabfällen ist während der gesamten Brandsaison verboten. Die Behörden erinnerten daran, dass die Notrufnummer 112 für sofortige Meldungen zur Verfügung steht.

