KI & Tech · Venedig

Google und italienische Partner starten 1,3-Millionen-Euro-Fonds für KI-Schulungen im Kreativsektor

Google.org und der Fondo per la Repubblica Digitale haben über 1,3 Millionen Euro zugesagt, um 2.500 Kreativschaffende in Italien weiterzubilden, die durch künstliche Intelligenz vor Veränderungen am Arbeitsplatz stehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, Il Messaggero, La Repubblica.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Venedig · Italien
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Öffentliche Ausschreibung zur Auswahl von zwei bis vier gemeinnützigen Schulungsanbietern wird eröffnet
  2. Mitte 2027Kursdurchführung beginnt für 2.500 Kreativschaffende
  3. 2027–2028Durchführung von KI-Literacy-Modulen und spezialisierten Branchenworkshops
  4. 2035Zielhorizont für prognostiziertes Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum

Finanzierung und Programmstruktur

Google.org und der Fondo per la Repubblica Digitale haben auf den Filmfestspielen von Venedig 2026 einen KI-Trainingsfonds von über 1,3 Millionen Euro für italienische Kreativschaffende angekündigt. Google.org steuert 1 Million Dollar zu der Initiative bei, während der Fondo per la Repubblica Digitale bis zu 500.000 Euro an Kofinanzierung bereitstellt. Das Programm zielt darauf ab, bis zu 2.500 Beschäftigte aus den Bereichen Kino, audiovisuelle Medien, Musik und Journalismus weiterzubilden, die mit digitalen Umwälzungen konfrontiert sind.

Eine öffentliche Ausschreibung, die für Mitte Oktober 2026 vorgesehen ist, wird zwischen zwei und vier gemeinnützige Organisationen auswählen, die das Curriculum umsetzen. Die Kursdurchführung beginnt Mitte 2027 und erstreckt sich über den Zweijahreszeitraum 2027–2028. Die Teilnehmer absolvieren ein von MinnaLearn entwickeltes KI-Literacy-Modul sowie spezialisierte Workshops, die mit einem strategischen Lenkungsausschuss aus dem Kulturministerium, der SIAE, ANICA, Confindustria Radio TV, FIEG und der Fondazione Milano Scuole Civiche erstellt wurden.

Branchenperspektiven und menschliche Aufsicht

Das Projekt stellt eine neue Phase von Googles Programm KI für Italien dar. Am Lido di Venezia sprachen Unternehmensvertreter über die Bedenken der Kreativbranche hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit, geistigem Eigentum und Inhaltsauthentizität. Die Google-Italien-Landesdirektorin Melissa Ferretti Peretti wies darauf hin, dass Werkzeuge wie das Veo-Videomodell und das Lyria-Musikmodell in Zusammenarbeit mit mehr als 100 Künstlern entwickelt wurden.

„Generative KI-Tools stellen das nächste Kapitel in der kontinuierlichen Entwicklung dieser Branche dar. Sie wurden nicht geschaffen, um menschliches Feingefühl zu ersetzen, sondern um es zu verstärken, indem sie den kreativen Prozess bereichern.“

Melissa Ferretti Peretti

Massimo Osanna, Leiter der Abteilung für kulturelle Aktivitäten im Kulturministerium, erklärte, dass technologische Effizienz nicht die menschliche Absicht, Erfahrung und künstlerische Entscheidungsfindung ersetzen könne.

Wirtschaftsprognosen für den Kreativsektor

Die Ankündigung fiel mit der Veröffentlichung eines von Public First für Google erstellten Wirtschaftsberichts zusammen. Die Studie schätzt, dass generative Medien bis 2035 ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von bis zu 11 Milliarden Euro für Italien generieren könnten, darunter 3,3 Milliarden Euro an direkter Bruttowertschöpfung für Kino, Musik, Design, Verlagswesen und audiovisuelle Produktion.

Wirtschaftsprognosen von Public First für generative KI in Italien bis 2035Mrd. €
Zusätzliches nationales BIP
11 Mrd. €
Direkte kreative Wertschöpfung
3.3 Mrd. €
Kulturexporterlöse
1.9 Mrd. €

Daten aus dem Artikeltext

Der Bericht prognostiziert, dass automatisierte Übersetzungs- und Lokalisierungstools die globale Sichtbarkeit italienischsprachiger Inhalte um bis zu 540 % steigern könnten, was Exporterlöse in Höhe von 1,9 Milliarden Euro generieren würde. Auf individueller Ebene errechnet die Analyse eine potenzielle Produktivitätssteigerung von 20 % für Kreativschaffende, was durchschnittlich 390 Stunden pro Jahr einspart.

Beschäftigungsprognosen und Festivalinitiativen

Das Wirtschaftsmodell von Public First prognostiziert eine Nettoschaffung von 44.000 Arbeitsplätzen im italienischen Kreativsektor im nächsten Jahrzehnt. Niedrigere Produktionskosten könnten zudem etwa 59.000 Personen in Italien den Übergang in Vollzeit-Digital- und Content-Karrieren ermöglichen. Das italienische Kulturproduktionssystem umfasst derzeit knapp 289.000 Unternehmen, von denen rund 95 % Kleinstunternehmen sind.

„In einem strategischen Sektor für das Land verändert KI bereits Prozesse, Berufe und Arbeitsweisen. In die Aufwertung und Umschulung von Fähigkeiten zu investieren, ist grundlegend, um den Wandel zu bewältigen und neue Chancen zu ergreifen.“

Martina Lascialfari

Begleitend zum Schulungsprogramm präsentierte Google seine Initiative 100 ZEROS im Bereich Venice Immersive, die Projekte auf Android XR wie Andy Serkis' Nevatars unterstützt. YouTube kündigte zudem Partnerschaften mit Rai Cinema für Kurzfilme und mit Minerva Pictures für den internationalen Vertrieb von Archivfilmkatalogen an.

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