
Regionalzug in Frankreich entgleist bei Rouen, rund 20 Verletzte
Ein TER-Personenzug mit bis zu 200 Fahrgästen ist am Freitagabend bei Cléon in Seine-Maritime nach dem Zusammenprall mit einem unbekannten Gegenstand entgleist, wobei etwa 20 Menschen verletzt wurden und der ORSEC-Massenunfallplan aktiviert wurde.
Zugentgleisung bei Cléon
Ein Regionalzug der Bauart TER entgleiste am Freitagabend, dem 11. September 2026, während der Fahrt auf der Bahnstrecke zwischen Rouen im Département Seine-Maritime und Caen im Département Calvados. Der Vorfall ereignete sich zwischen 19:30 und 19:45 Uhr auf dem Streckenabschnitt zwischen Tourville-la-Rivière und Elbeuf-Saint-Aubin, nahe der Gemeinde Cléon. Erste Fahrgastzahlen von Verkehrsbehörden und Regionalverwaltung lagen zwischen 180 und 200 Personen an Bord des Zuges zum Zeitpunkt des Unfalls.
Nach Angaben einer Polizeiquelle stieß der Zug mit einem unbekannten Gegenstand auf den Gleisen zusammen, bevor er entgleiste. Die Wucht des Aufpralls führte dazu, dass vier Waggons aus den Gleisen sprangen, wobei ein Waggon vollständig umkippte. Nach der Entgleisung warnte die Präfektur von Seine-Maritime über offizielle Kanäle Autofahrer und Anwohner, den unmittelbaren Bereich um Cléon und Tourville-la-Rivière zu meiden, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern.
- TER-Zug entgleist zwischen Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin nach Zusammenprall mit einem Gegenstand
- Präfektur aktiviert das Département-Einsatzzentrum und den ORSEC-NOVI-Notfallplan
- Verkehrsminister Philippe Tabarot meldet eine vorläufige Bilanz von etwa 20 Verletzten
- SNCF setzt Strecken Rouen-Caen und Caen-Le Havre außer Betrieb und richtet Ersatzbusverkehr ein
Massenunfallplan aktiviert
Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot gab kurz nach der Entgleisung eine vorläufige Opferbilanz bekannt, die von etwa 20 Verletzten spricht. Einsatzkräfte errichteten schnell Triage-Stationen in Gleisnähe, um verletzte Fahrgäste zu versorgen, bevor sie in regionale Krankenhäuser gebracht wurden.
Zu dieser Stunde geht die vorläufige Bilanz von etwa zwanzig Verletzten aus.
Als Reaktion auf die Schwere des Unfalls aktivierte die Präfektur Seine-Maritime um 20:00 Uhr ihr Département-Einsatzzentrum (COD). Der Präfekt setzte gleichzeitig den ORSEC-NOVI-Plan in Kraft, ein spezielles französisches Notfallprotokoll zur Bewältigung zahlreicher Verletzter bei Katastrophen. Der Präfekt begab sich direkt zur Unfallstelle, um die Rettungsdienste zu koordinieren und den Personaleinsatz zu überwachen. Laut Einsatzmeldungen schickten die Rettungsdienste rund 40 Fahrzeuge zum Unfallort, um Evakuierungen durchzuführen, während die Präfektur mitteilte, dass regelmäßig weitere Status-Updates folgen würden.
Regionale Zugausfälle und Ermittlungen
Der Unfall führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im gesamten normannischen Personenzugnetz. Die französische Staatsbahn SNCF gab bekannt, dass der Zugverkehr auf der Strecke Rouen-Caen in beide Richtungen sowie zwischen Caen und Le Havre sofort eingestellt wurde. Um den gestrandeten Fahrgästen alternative Reisemöglichkeiten zu bieten, richtete die SNCF ein Ersatzbusnetz auf den betroffenen Strecken ein.
Spezialisten der SNCF und technische Teams trafen am Freitagabend an der Unfallstelle bei Cléon ein, um die Schäden zu begutachten und den genauen Unfallhergang zu untersuchen. Minister Tabarot erklärte, dass die Regierungsbehörden, die Département-Präfektur und die SNCF-Krisenstäbe die Lage in Echtzeit verfolgen. Arbeitskolonnen koordinieren sich mit den Rettungskräften, um die Gleisinfrastruktur zu sichern und mit der Planung des Abtransports der vier entgleisten Waggons und des umgestürzten Wagens zu beginnen.


