
Google investiert 13 Milliarden Euro in finnische KI-Rechenzentren an vier Standorten
Alphabet investiert mindestens 13 Milliarden Euro in vier finnische Gemeinden in den Jahren 2027 und 2028 und finanziert damit Rechenzentren, Batteriespeicher und langfristige Stromabnahmeverträge für saubere Energie.
Ausbau in vier Gemeinden
Alphabet gab am 9. September 2026 bekannt, dass es mindestens 13 Milliarden Euro (15,1 Milliarden US-Dollar) in die digitale KI-Infrastruktur in Finnland investieren wird. Das für 2027 und 2028 geplante Investitionsprogramm ist die größte Einzelinvestition des Unternehmens in Europa. Die Mittel werden die digitale Kapazität in vier Gemeinden ausbauen: dem bestehenden Rechenzentrumsstandort in Hamina, den Google seit 2009 betreibt, sowie drei neuen Standorten in Kajaani, Muhos und Vaala. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, Rechenlasten für KI-Systeme, einschließlich Googles Gemini-Modelle, sowie für Kernverbraucherdienste wie Google Search, Maps und YouTube zu bewältigen.
Die neue digitale Infrastruktur wird als Bausteine für die digitale Bereitschaft, Innovation und KI-Entwicklung in Finnland und ganz Europa dienen.
Stromabnahmeverträge und Energieinfrastruktur
Zur Versorgung der Anlagen schloss Google langfristige Stromabnahmeverträge direkt mit finnischen Erzeugungsanlagen. Das Unternehmen unterzeichnete einen 22-jährigen Stromabnahmevertrag mit dem Versorger Fortum zur Verlängerung der Betriebsdauer des Kernkraftwerks Loviisa, das derzeit etwa 10 % des finnischen Stroms liefert. Darüber hinaus kontrahierte Google 629 Megawatt neuer Onshore-Windkapazität über die Entwickler Valorem und Suomen Hyötytuuli. Der Infrastrukturplan umfasst auch ein 94-Megawatt-Batteriespeichersystem in der Nähe von Kajaani, das Ende 2027 in Betrieb gehen soll.
- Windkraftverträge mit Valorem und Suomen Hyötytuuli
- 629 MW
- Batteriespeicheranlage Kajaani
- 94 MW
Die Strategie der Eigenstromerzeugung und -speicherung folgt auf wachsende Stromengpässe in den nordischen Stromnetzen, wo Netzbetreiber mit einer steigenden Nachfrage von Hyperscale-Tech-Betreibern konfrontiert sind. Dänemark hatte zuvor neue Rechenzentrumsanschlüsse pausiert, nachdem festgestellt wurde, dass sein Netz keine zusätzliche Last ohne Belastungen aufnehmen kann. Während Google seine kontrahierten Erzeugungszubauten angab, machte das Unternehmen keine Angaben zum gesamten Spitzenstrombedarf, den die vier finnischen Rechenzentrumsstandorte nach vollständiger Inbetriebnahme verbrauchen werden.
- Google nimmt ersten Rechenzentrumsbetrieb in Hamina auf
- Alphabet kündigt 13-Milliarden-Euro-Investition in vier Gemeinden an
- Eine 94-MW-Batterieanlage bei Kajaani geht in Betrieb
- Bauarbeiten an drei neuen Rechenzentrumsstandorten und Erweiterung in Hamina laufen
Inländische wirtschaftliche Auswirkungen und Beschäftigung
Die mit dem Plan veröffentlichten finnischen Wirtschaftsprognosen schätzen, dass die Bauphase in den Jahren 2027 und 2028 durchschnittlich 3,6 Milliarden Euro (3,6 Milliarden US-Dollar) pro Jahr zum finnischen Bruttoinlandsprodukt beitragen wird. Das Bauprogramm wird voraussichtlich mehr als 37.000 Arbeitsplätze im ganzen Land unterstützen, darunter rund 16.000 direkte Bauarbeitsplätze. Sobald die Standorte in Betrieb gehen, rechnet Google damit, dass die Rechenzentren 7.000 dauerhafte Arbeitsplätze mit einem durchschnittlichen Vergütungsniveau von 24 % über dem finnischen Mediangehalt unterstützen werden.
Der finnische Premierminister Petteri Orpo begrüßte das kommerzielle Engagement nach der Ankündigung.
Der Wert der Datenwirtschaft geht weit über direkte Investitionen hinaus und fördert Innovation, Forschung und Entwicklung.
Gemeinschafts- und Umweltzuweisungen
Über Datenverarbeitungsanlagen und Erzeugungshardware hinaus lenkt das Investitionspaket Kapital in Gemeinschafts- und Umweltprogramme in den Gastregionen. Google hat spezielle Natur- und Gemeinschaftsfonds eingerichtet, um die lokale Biodiversitätserhaltung, wissenschaftliche Forschung, Bildungsprogramme und die technische Personalentwicklung in den vier regionalen Zentren zu finanzieren.


