Makroökonomie · London, Birmingham und Dewsbury

Healey erhöht Glücksspielabgabe auf 25 Prozent, um Entlastung der Einkaufsstraßen bei den Business Rates zu finanzieren

Der Haushalt von Finanzminister John Healey erhöht die Abgabe auf Automatenspiele ab April 2027 von 20 auf 25 Prozent und verpflichtet Online-Marktplätze, auf bestimmte Verkäufe britischer Unternehmen Mehrwertsteuer einzuziehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Evening Standard, Al Jazeera Online, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Chris McAndrew, CC BY 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Haushalt kündigt Erhöhung der Glücksspielabgabe und Entlastung bei den Business Rates an
  2. April 2027Abgabe auf Automatenspiele steigt von 20 auf 25 Prozent
  3. Oktober 2027Marktplätze ziehen Mehrwertsteuer auf Verkäufe britischer Unternehmen über 90.000 Pfund ein

Glücksspielabgabe finanziert das Paket

Finanzminister John Healey nutzte den am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, vorgelegten Haushalt, um zusätzliche Unterstützung für die kriselnden britischen Einkaufsstraßen anzukündigen. Finanziert wird das Paket teilweise durch eine Steuererhöhung auf Glücksspiel: Die Abgabe auf Automatenspiele mit Einsätzen über 1 Pfund steigt ab April 2027 von 20 auf 25 Prozent. Anleger hatten befürchtet, der Satz würde verdoppelt; die geringere Anhebung sorgte für Erleichterung in der Branche. Die Aktien von Rank, dem Betreiber von Mecca Bingo und Grosvenor Casinos, stiegen im FTSE 250 um 11 Prozent, die der Ladbrokes-Gruppe Entain um 5 Prozent. Mit dem zusätzlichen Geld soll eine breitere Ausweitung der Entlastung bei den Business Rates für Einzelhandel und Gastgewerbe finanziert werden.

Entlastung bei den Business Rates für Läden und Gastgewerbe

Die Schwelle für die 100-prozentige Entlastung kleiner Unternehmen bei den Business Rates, die auf stark gebeutelte Einzelhandels- und Gastgewerbebetriebe zielt, steigt von 12.000 auf 18.000 Pfund. Die gleitende Entlastung beginnt künftig bei 21.000 statt 15.000 Pfund. Healey sagte, durch die Änderung würden 70.000 weitere Firmen ganz aus den Business Rates fallen. Das Finanzministerium listete zudem die Objekte auf, die von den Business Rates befreit werden.

Objekte, die laut Finanzministerium von den Business Rates befreit werdenStandorte
Pubs
3500 Standorte
Restaurants
3900 Standorte
Cafés
2200 Standorte
Friseure und Kosmetiksalons
1700 Standorte

Daten aus dem Artikeltext

Zu den profitierenden Gruppen gehören Pubs, Restaurants, Cafés und Friseure; für qualifizierende englische Immobilien werden die realen Steuerbescheide in den Jahren 2027/28 und 2028/29 eingefroren. Insgesamt dürften die Maßnahmen dazu führen, dass etwa die Hälfte der Einzelhandels- und Freizeitbetriebe in England keine Business Rates mehr zahlt. Rund 110.000 Bescheide sollen 2027 sinken.

Onlinehändler und Mehrwertsteuer

Healey nahm auch die Online-Marktplätze in den Blick: Sie sollen künftig die Mehrwertsteuer einziehen, die Händler schulden, die über ihre Plattformen verkaufen. Plattformen müssen bereits jetzt die Mehrwertsteuer auf Waren abführen, die aus dem Ausland an britische Käufer verkauft werden, doch einige ausländische Verkäufer sollen sich laut Berichten über Briefkastenfirmen davor drücken. Ab Oktober 2027 ziehen die Marktplätze die Mehrwertsteuer auch auf Verkäufe britischer Unternehmen ein, die über ihre Plattformen mehr als 90.000 Pfund Umsatz machen. Die Regierung kündigte zudem an, weiter zu prüfen, wie die Business Rates Onlinehändler stärker belasten könnten, ohne die Folgen für andere Läden zu groß werden zu lassen.

Kleine Händler und Mietdruck

Surpreet Suri führt den letzten verbliebenen Laden eines Fotogeschäfts in Birmingham, das sein Vater vor 40 Jahren gegründet hat, in der Kings Heath High Street. Der Standort bringt mehr Sichtbarkeit, aber auch deutlich höhere laufende Kosten, und er denkt inzwischen über einen Umzug nach. Miete, Mehrwertsteuer, Löhne, Renten und Energiekosten zehren an seinen Einnahmen, und eine professionelle Druckerpatrone kostet rund 2.000 Pfund. Onlinehändler machen inzwischen 28 Prozent des britischen Einzelhandelsumsatzes aus, was Suri und andere unabhängige Ladenbesitzer als weiteren Druck nennen. Suri sagte Al Jazeera, er lebe von Monat zu Monat. Auf die Frage nach seinem eigenen Lohn sagte er:

„Ich zahle mir selbst weniger als den Mindestlohn.“

Surpreet Suri

Gemeinschaftseigentum in Dewsbury

Premierminister Andy Burnham kündigte im September ein Paket von 210 Mio. Pfund an, um verfallene Gebäude in Einkaufsstraßen wieder nutzbar zu machen und den Gemeinden mehr Kontrolle über ihre Einkaufsstraßen zu geben. In Dewsbury in West Yorkshire stand die 1899 erbaute viktorianische Passage etwa ein Jahrzehnt leer, bevor sie im September 2026 unter gemeinschaftlicher Verwaltung wiedereröffnete. Finanziert wird sie von zentraler und lokaler Regierung sowie von Anwohnern statt von einem kommerziellen Vermieter. Managerin Jenny Holden-Stokes sagte, die meisten Mieter seien neu im Handel oder hätten zuvor von zu Hause aus gearbeitet, und die niedrigen Mieten gäben ihnen Raum zu wachsen. Die Vorsitzende der Passage, Jackie Ramsay, sagte, es sei schwer gewesen, manche Anwohner zu überzeugen, und am Eröffnungstag seien 5.000 Menschen gekommen. Sie formulierte es so:

„Viele Leute haben es als sehr teuren weißen Elefanten bezeichnet.“

Jackie Ramsay

Julian Hindmarsh, Partner der Anwaltskanzlei Howard Kennedy, sagte, solche Ideen würden seit einiger Zeit diskutiert, aber selten umgesetzt, und er nannte die Bedingungen für ihren Erfolg:

„Ihr Erfolg hängt oft von langfristiger Finanzierung und dem Zugang zu geeigneten Räumlichkeiten ab, ebenso wie von der richtigen lokalen Führung.“

Julian Hindmarsh

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

London, Birmingham, Dewsbury · Vereinigtes Königreich

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