Makroökonomie · London, Birmingham und Dewsbury
Healey erhöht Glücksspielabgabe auf 25 Prozent, um Entlastung der Einkaufsstraßen bei den Business Rates zu finanzieren
Der Haushalt von Finanzminister John Healey erhöht die Abgabe auf Automatenspiele ab April 2027 von 20 auf 25 Prozent und verpflichtet Online-Marktplätze, auf bestimmte Verkäufe britischer Unternehmen Mehrwertsteuer einzuziehen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Evening Standard, Al Jazeera Online, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Abgabe auf Automatenspiele mit Einsätzen über 1 Pfund steigt ab April 2027 von 20 auf 25 Prozent – deutlich weniger als die von Anlegern befürchtete Verdopplung. Die Rank-Aktie legte im FTSE 250 um 11 Prozent zu.
Die Schwelle für die 100-prozentige Entlastung bei den Business Rates steigt von 12.000 auf 18.000 Pfund, die gleitende Entlastung beginnt bei 21.000 Pfund. Healey zufolge fallen 70.000 weitere Firmen ganz aus den Business Rates.
Ab Oktober 2027 müssen Marktplätze die Mehrwertsteuer auf Verkäufe britischer Unternehmen über 90.000 Pfund einziehen, die über ihre Plattformen laufen.
Die 1899 erbaute viktorianische Passage öffnete im September 2026 nach etwa einem Jahrzehnt Leerstand wieder und zog laut Vorsitzender Jackie Ramsay am Eröffnungstag 5.000 Menschen an.

- 28.10.Haushalt kündigt Erhöhung der Glücksspielabgabe und Entlastung bei den Business Rates an
- April 2027Abgabe auf Automatenspiele steigt von 20 auf 25 Prozent
- Oktober 2027Marktplätze ziehen Mehrwertsteuer auf Verkäufe britischer Unternehmen über 90.000 Pfund ein
Glücksspielabgabe finanziert das Paket
Finanzminister John Healey nutzte den am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, vorgelegten Haushalt, um zusätzliche Unterstützung für die kriselnden britischen Einkaufsstraßen anzukündigen. Finanziert wird das Paket teilweise durch eine Steuererhöhung auf Glücksspiel: Die Abgabe auf Automatenspiele mit Einsätzen über 1 Pfund steigt ab April 2027 von 20 auf 25 Prozent. Anleger hatten befürchtet, der Satz würde verdoppelt; die geringere Anhebung sorgte für Erleichterung in der Branche. Die Aktien von Rank, dem Betreiber von Mecca Bingo und Grosvenor Casinos, stiegen im FTSE 250 um 11 Prozent, die der Ladbrokes-Gruppe Entain um 5 Prozent. Mit dem zusätzlichen Geld soll eine breitere Ausweitung der Entlastung bei den Business Rates für Einzelhandel und Gastgewerbe finanziert werden.
Entlastung bei den Business Rates für Läden und Gastgewerbe
Die Schwelle für die 100-prozentige Entlastung kleiner Unternehmen bei den Business Rates, die auf stark gebeutelte Einzelhandels- und Gastgewerbebetriebe zielt, steigt von 12.000 auf 18.000 Pfund. Die gleitende Entlastung beginnt künftig bei 21.000 statt 15.000 Pfund. Healey sagte, durch die Änderung würden 70.000 weitere Firmen ganz aus den Business Rates fallen. Das Finanzministerium listete zudem die Objekte auf, die von den Business Rates befreit werden.
- Pubs
- 3500 Standorte
- Restaurants
- 3900 Standorte
- Cafés
- 2200 Standorte
- Friseure und Kosmetiksalons
- 1700 Standorte
Daten aus dem Artikeltext
Zu den profitierenden Gruppen gehören Pubs, Restaurants, Cafés und Friseure; für qualifizierende englische Immobilien werden die realen Steuerbescheide in den Jahren 2027/28 und 2028/29 eingefroren. Insgesamt dürften die Maßnahmen dazu führen, dass etwa die Hälfte der Einzelhandels- und Freizeitbetriebe in England keine Business Rates mehr zahlt. Rund 110.000 Bescheide sollen 2027 sinken.
Onlinehändler und Mehrwertsteuer
Healey nahm auch die Online-Marktplätze in den Blick: Sie sollen künftig die Mehrwertsteuer einziehen, die Händler schulden, die über ihre Plattformen verkaufen. Plattformen müssen bereits jetzt die Mehrwertsteuer auf Waren abführen, die aus dem Ausland an britische Käufer verkauft werden, doch einige ausländische Verkäufer sollen sich laut Berichten über Briefkastenfirmen davor drücken. Ab Oktober 2027 ziehen die Marktplätze die Mehrwertsteuer auch auf Verkäufe britischer Unternehmen ein, die über ihre Plattformen mehr als 90.000 Pfund Umsatz machen. Die Regierung kündigte zudem an, weiter zu prüfen, wie die Business Rates Onlinehändler stärker belasten könnten, ohne die Folgen für andere Läden zu groß werden zu lassen.
Kleine Händler und Mietdruck
Surpreet Suri führt den letzten verbliebenen Laden eines Fotogeschäfts in Birmingham, das sein Vater vor 40 Jahren gegründet hat, in der Kings Heath High Street. Der Standort bringt mehr Sichtbarkeit, aber auch deutlich höhere laufende Kosten, und er denkt inzwischen über einen Umzug nach. Miete, Mehrwertsteuer, Löhne, Renten und Energiekosten zehren an seinen Einnahmen, und eine professionelle Druckerpatrone kostet rund 2.000 Pfund. Onlinehändler machen inzwischen 28 Prozent des britischen Einzelhandelsumsatzes aus, was Suri und andere unabhängige Ladenbesitzer als weiteren Druck nennen. Suri sagte Al Jazeera, er lebe von Monat zu Monat. Auf die Frage nach seinem eigenen Lohn sagte er:
„Ich zahle mir selbst weniger als den Mindestlohn.“
Gemeinschaftseigentum in Dewsbury
Premierminister Andy Burnham kündigte im September ein Paket von 210 Mio. Pfund an, um verfallene Gebäude in Einkaufsstraßen wieder nutzbar zu machen und den Gemeinden mehr Kontrolle über ihre Einkaufsstraßen zu geben. In Dewsbury in West Yorkshire stand die 1899 erbaute viktorianische Passage etwa ein Jahrzehnt leer, bevor sie im September 2026 unter gemeinschaftlicher Verwaltung wiedereröffnete. Finanziert wird sie von zentraler und lokaler Regierung sowie von Anwohnern statt von einem kommerziellen Vermieter. Managerin Jenny Holden-Stokes sagte, die meisten Mieter seien neu im Handel oder hätten zuvor von zu Hause aus gearbeitet, und die niedrigen Mieten gäben ihnen Raum zu wachsen. Die Vorsitzende der Passage, Jackie Ramsay, sagte, es sei schwer gewesen, manche Anwohner zu überzeugen, und am Eröffnungstag seien 5.000 Menschen gekommen. Sie formulierte es so:
„Viele Leute haben es als sehr teuren weißen Elefanten bezeichnet.“
Julian Hindmarsh, Partner der Anwaltskanzlei Howard Kennedy, sagte, solche Ideen würden seit einiger Zeit diskutiert, aber selten umgesetzt, und er nannte die Bedingungen für ihren Erfolg:
„Ihr Erfolg hängt oft von langfristiger Finanzierung und dem Zugang zu geeigneten Räumlichkeiten ab, ebenso wie von der richtigen lokalen Führung.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Evening StandardUnterstützung für Einkaufsstraßen zugesagt, doch Glücksspielunternehmen müssen zahlenHigh street support pledged but gambling firms set to pay the price · Original auf Englisch
- Al Jazeera Online„Wir arbeiten uns bis auf die Knochen ab“: Kann das Vereinigte Königreich seine notleidenden Einkaufsstraßen retten?'Working our fingers to the bone': Can the UK save its struggling high streets? · Original auf Englisch
- Financial Times NewsKönnen lokale Gemeinschaften die britischen Einkaufsstraßen neu erfinden?Can local communities reinvent the UK high street? · Original auf Englisch
- Financial Times NewsWas kommt nach der britischen Einkaufsstraße?What comes after the British high street? · Original auf Englisch
- John Healey
- Finanzminister, der die Haushaltsmaßnahmen ankündigte
- Andy Burnham
- Britischer Premierminister, der das 210-Mio.-Pfund-Paket für Einkaufsstraßen ankündigte
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