Bayerische Gewitter fällen Bäume, Zug mit 70 Fahrgästen kollidiert mit umgestürztem Baumstamm bei Erlangen
Schwere Gewitter zogen am Dienstag über Franken und die Oberpfalz hinweg, entwurzelten Bäume und führten zu einer Kollision eines Personenzugs mit einem umgestürzten Stamm bei Erlangen. Alle 70 Fahrgäste wurden unverletzt evakuiert.
Eine Reihe heftiger Gewitter zog am 14. Juli 2026 über Nordbayern hinweg und löste hunderte Wetterwarnungen sowie mehrere Notrufe aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits Stunden vor Eintreffen der ersten Zellen vor gefährlichen Bedingungen gewarnt. Die Polizei in Mittelfranken meldete mehrere Einsätze, und ein Regionalzug prallte im Landkreis Erlangen-Höchstadt gegen einen Baum.
Unwetterwarnungen
Der DWD gab am Dienstagnachmittag Warnungen der Stufe drei von vier für alle drei fränkischen Regierungsbezirke und die Oberpfalz heraus. Meteorologen warnten, dass die Gewitter häufige Blitze, großen Hagel, Überschwemmungen von Kellern und vor allem Böenfronten, die Bäume entwurzeln können, mit sich bringen könnten. Die Warnungen umfassten 44 Landkreise in der Region. Die Behörden forderten die Bewohner auf, Waldgebiete zu meiden und lose Gegenstände im Freien zu sichern.
Sturm trifft Franken und Oberpfalz
Die ersten Gewitterzellen erreichten am Nachmittag den Großraum Nürnberg. Das Polizeipräsidium Mittelfranken bestätigte mehrere Notfalleinsätze, teilte aber mit, dass eine vollständige Schadensbilanz bis zum frühen Abend noch nicht vorlag. Beamte berichteten, dass an mehreren Orten um Erlangen Bäume umgestürzt seien. Weiter östlich zogen Gewitter über Regensburg hinweg; ein Polizeisprecher dort sagte, dass bis Dienstagabend keine schweren Schäden gemeldet worden seien.
Zug kollidiert mit umgestürztem Baum
Der dramatischste Vorfall ereignete sich auf einer Bahnstrecke im Landkreis Erlangen-Höchstadt, wo ein Personenzug gegen einen durch den Sturm umgestürzten Baum prallte. News5 berichtete, dass sich etwa 70 Reisende an Bord befanden. Alle konnten sicher aussteigen, und es wurden keine Verletzungen gemeldet. Rettungskräfte waren vor Ort, und die Fahrgäste wurden in alternative Verkehrsmittel umgesetzt. Der Zug erlitt nicht näher bezeichnete Schäden, und die Strecke wurde vorübergehend gesperrt, während das Hindernis beseitigt wurde.
Nachwirkungen und Vorhersage
Bis zum späten Abend sollte die Gewitteraktivität nachlassen. Der DWD erwartete, dass die labile Luftmasse nach Osten abzieht, wobei sich über Nacht eine Aufhellung einstellt. Der Ausblick für Mittwoch sah deutlich ruhigeres Wetter in Bayern vor, mit einer Mischung aus Sonnenschein und Schönwetterwolken. Die Polizei in Mittelfranken teilte mit, dass am Mittwochmorgen eine vollständigere Bilanz der Sturmschäden, einschließlich weiterer umgestürzter Bäume und möglicher Überschwemmungen, erstellt werde.
- DWD-Warnungen gehen dem Eintreffen schwerer Gewitter in Franken und der Oberpfalz voraus.
- Bäume fallen bei Erlangen; Zug prallt gegen Stamm, 70 Fahrgäste unverletzt evakuiert.
- Gewitter sollen laut DWD-Vorhersage nachlassen.
- Ruhigeres Wetter mit Sonnenschein und Schönwetterwolken für Bayern vorhergesagt.


