Regierung · Hannover, Bremen und Göttingen
Proteste von Gen Z regelt in Deutschland: weniger Teilnehmer als angemeldet, Zusammenstöße mit der Polizei
Mehr als 180.000 Menschen hatten sich für den bundesweiten Protesttag von Gen Z regelt am Samstag, 31. Oktober, angemeldet, doch deutlich weniger kamen. Die Kundgebungen verliefen weitgehend ruhig, in Frankfurt am Main, Hamburg, Bremen, Köln und Berlin kam es anschließend zu Zusammenstößen mit der Polizei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mehr als 180.000 Menschen hatten sich bundesweit angemeldet, doch die Initiative zählte am Samstag, 31. Oktober, etwa 120.000 Teilnehmer in ganz Deutschland. In Berlin zählte die Polizei etwa 5.000 am Brandenburger Tor, die Initiative nannte 10.000.
In Hannover wurden zwei Beamte von Feuerwerkskörpern getroffen, einer wurde leicht verletzt. In Bremen wurden Polizisten getreten und geschlagen, in Frankfurt am Main wurde mindestens ein Beamter verletzt und Wasserwerfer kamen zum Einsatz.
Das Innenministerium meldete bis 20.00 Uhr 511 Festnahmen, während sich landesweit 320.000 Menschen an Märschen beteiligten, darunter 70.000 in Paris.
Die Initiative Gen Z regelt plant weitere Aktionen und nennt die europäischen Proteste am 20. November als nächstes Ziel, so Sprecher Amadeo.
Teilnahme deutlich unter den Anmeldungen
Mehr als 180.000 Menschen hatten sich für den bundesweiten Protesttag von Gen Z regelt am Samstag, 31. Oktober angemeldet, mit Kundgebungen in mehr als 30 deutschen Städten. Die Initiative bezifferte die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bundesweit auf etwa 120.000 und blieb damit deutlich unter ihren Erwartungen. Die Polizeiangaben für einzelne Städte lagen noch niedriger: bis zu 8.000 in Frankfurt am Main, etwa 5.800 zum Höchststand in Hannover, rund 2.800 in Bremen und etwa 800 in Göttingen. In Berlin zählte die Polizei etwa 5.000 Menschen am Brandenburger Tor, die Initiative sprach von 10.000. Die Bildungs- und Protestforscherin Nina Kolleck, die am Brandenburger Tor war, sagte, viele Ältere hätten ihre Kinder unterstützt; sie vermutete jedoch, dass die Angst vor Gewalt und die Entscheidung der Bundesschüler*innenkonferenz, nicht für die Proteste zu mobilisieren, viele Menschen ferngehalten hätten.
- Frankfurt am Main (bis zu)
- 8000 Personen
- Hannover (Höchststand)
- 5800 Personen
- Berlin (Brandenburger Tor)
- 5000 Personen
- Bremen
- 2800 Personen
- Göttingen
- 800 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Ruhige Kundgebungen, Gewalt nach den Veranstaltungen
Die Polizei bezeichnete die Kundgebungen selbst als weitgehend friedlich, doch in mehreren Städten kam es während oder nach dem offiziellen Programm zu Zwischenfällen. In Hannover wurden nach dem Marsch zwei Beamte von Feuerwerkskörpern getroffen, einer wurde leicht verletzt; zudem hätten Demonstranten nach Polizeiangaben wiederholt ihr Gesicht verhüllt und damit gegen das Vermummungsverbot verstoßen. In Bremen wurden Beamte, die die Identität einiger Personen feststellen wollten, getreten und geschlagen, in der Innenstadt wurde ein Mülleimer angezündet, ein Beamter wurde leicht verletzt. In Hamburg beendete die Polizei die Demonstration nach Zusammenstößen am Steindamm in St. Georg, wo Feuerwerkskörper, Steine und Bauzäune auf Beamte geworfen wurden. Nach Polizeiangaben setzte sie unmittelbaren Zwang ein, darunter einen Wasserwerfer, um die Räumung zu unterstützen. In Berlin wurden Eier und Flaschen auf eine separate Kundgebung mit mehr als 500 Menschen geworfen, die die Initiative nicht organisiert hatte; die Polizei sprach später von illegalem Einsatz von Pyrotechnik.
Frankfurt, Köln und kleinere Zwischenfälle
In Frankfurt warfen Demonstranten nach Polizeiangaben Feuerwerkskörper und Steine auf Beamte, woraufhin am Abend ein Wasserwerfer und ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurden. Mindestens ein Beamter wurde verletzt und musste medizinisch behandelt werden, und Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte nach ersten Erkenntnissen, mehrere Beamte seien verletzt worden. Der Marsch in Frankfurt wurde mehrfach gestoppt, weil Teilnehmer ihr Gesicht verhüllten und Nebeltöpfe zündeten; in Teilen der Innenstadt eskalierte die Lage in der Nacht. In Köln setzte die Polizei Wasserwerfer ein, nachdem Beamte mit Pyrotechnik beworfen worden waren, und eine Kundgebung mit mehreren Tausend Teilnehmern endete wegen einzelner Störungen vorzeitig. In Karlsruhe erlitt ein Beamter ein Knalltrauma, nachdem in einer Menschenmenge Feuerwerkskörper explodiert waren; die Polizei löste die Menge mit Pferden auf. In Bonn wurde ein Beamter bei einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe leicht verletzt.
Polizei und Veranstalter ziehen Bilanz
Die Gewerkschaft der Polizei fiel ein gemischtes Urteil. Andreas Roßkopf, Vorsitzender ihres Bundespolizeiausschusses, sagte der Rheinischen Post, die Proteste seien sehr friedlich verlaufen, doch in einigen Städten habe sich die Lage nach dem Ende der offiziellen Veranstaltungen verschärft.
„Die Gen-Z-Proteste sind sehr friedlich verlaufen.“
Roßkopf führte die Gewalt auf autonome Gruppen zurück, deren Mitglieder teils vermummt gewesen seien, und sagte, die Polizei habe konsequent und massiv eingegriffen, wo es nötig gewesen sei. Amadeo, der für das Presseteam der Initiative spricht und nur seinen Vornamen nannte, sagte der dpa, hunderttausend Menschen hätten gezeigt, wofür sie protestierten. Die Initiative wolle junge Menschen erneut mobilisieren, nächstes Ziel seien die europäischen Proteste am 20. November.
„Für uns ist das nur der erste Schritt.“
Frankreich am selben Tag
In Frankreich beteiligten sich 320.000 Menschen an Märschen, 70.000 davon in Paris. Das Innenministerium meldete bis 20.00 Uhr 511 Festnahmen, Sicherheitskräfte setzten in Paris und Lyon Tränengas ein. Die deutsche Polizei berichtete, der Tag sei in Deutschland am Abend länger ruhig geblieben als in Frankreich.
- Deutschland (Angabe der Initiative)
- 120000 Personen
- Frankreich (landesweit)
- 320000 Personen
- Paris
- 70000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Süddeutsche ZeitungTausende demonstrierten: Bilanz der Gen-Z-Proteste
- tagesschau.deFAQ: Wie lief der "Gen Z regelt"-Protest? Wie geht es weiter?
- Wirtschafts WocheDemonstrationen: Gen-Z-Demos: Erst friedlicher Protest, dann Zwischenfälle
- tagesschau.deTausende bei weitgehend friedlichen "Gen Z regelt"-Demos in Niedersachsen und Bremen
- Roman Poseck
- Hessischer Innenminister (CDU), der nach ersten Erkenntnissen erklärte, in Frankfurt seien mehrere Beamte verletzt worden
- Andreas Roßkopf
- Vorsitzender des Bundespolizeiausschusses der Gewerkschaft der Polizei, zitiert von der Rheinischen Post
- Amadeo
- Sprecher des Presseteams von Gen Z regelt, der nur mit Vornamen genannt wurde
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