Bootsbesatzung wirft 665.000 Euro in versiegelten Tüten vor Sizilien ins Meer; Geld schwimmt an überfülltem Strand an
Drei Männer aus Malta warfen wasserdichte Geldpakete über Bord, als ihr Motorboot auf den Strand von Casuzze bei Marina di Ragusa zutrieb. Badegäste öffneten die Tüten und fanden rund 665.000 Euro in Scheinen.
Die Entdeckung im Sand
Am Morgen des Mittwochs, 29. Juli, hatte ein Motorboot mit drei Männern und einem Kind an Bord, alle aus Malta, einen Motorschaden und trieb auf den Strand von Casuzze zu, einem beliebten Badeort im Süden Siziliens. Badegäste alarmierten die Küstenwache, doch als ein Patrouillenboot sich dem Fahrzeug näherte, begannen die Insassen, Dutzende versiegelter Pakete ins Wasser zu werfen. Wellen trugen die Bündel an den Strand, wo Touristen sie öffneten und Geldbündel fanden. Aufnahmen italienischer Medien zeigten Scheine zu 20, 50 und 100 Euro, die in wasserdichten Lidl-Gefrierbeuteln verpackt waren, mit rund 20.000 Euro in einer einzigen versiegelten Tüte. Die Behörden bargen etwa 665.000 Euro, obwohl einige Medien eine Summe von knapp 700.000 Euro meldeten.
Diese Personen nehmen wahrscheinlich keinen sehr hohen Rang in der kriminellen Hierarchie ein. Und es ist auch eine verzweifelte Geste, offensichtlich.
Das Boot und die Festnahmen
Nach der Rekonstruktion der Staatsanwaltschaft Ragusa war das Schlauchboot ohne Treibstoff und trieb langsam auf die Küste zu. Zwei der Insassen erreichten das Ufer, um Hilfe zu suchen, kontaktierten die Behörden jedoch nicht formell, während ein dritter an Bord blieb. Als die Küstenwache zur Hilfe kam, begann der noch an Bord befindliche Mann, die Pakete ins Meer zu werfen. Zwei der Insassen wurden später von der italienischen Polizei festgenommen; der Minderjährige wurde dem Sozialdienst übergeben. Das Boot und das Geld wurden beschlagnahmt und werden untersucht.
Die Ermittlungen
Die Ermittler haben eine Untersuchung zur Herkunft und zum Ziel des Geldes eingeleitet. Erste Hinweise, die von Rai berichtet wurden, deuten darauf hin, dass das Geld aus kriminellen Aktivitäten stammen könnte, obwohl es keine offizielle Bestätigung gibt. Die Behörden prüfen mögliche Verbindungen zu illegalen Geldflüssen auf dem Seeweg, einschließlich Drogenhandel, aber es wurden keine konkreten Beweise gefunden. Derzeit geht es um mögliche Ordnungswidrigkeiten. Die Staatsanwaltschaft Ragusa behandelt das Eigentum an dem Geld und den Grund für den Transport auf dem Seeweg als Schlüsselfragen.
Der Schauplatz
Der Strand von Casuzze liegt in Marina di Ragusa, einem der bekanntesten Badeorte Siziliens. Die Gegend ist einem breiten italienischen Publikum durch die Krimiserie „Commissario Montalbano“ vertraut, deren viele Szenen in Marina di Ragusa gedreht wurden. Das plötzliche Auftauchen von Bargeld an einem überfüllten Sommerstrand verwandelte einen routinemäßigen Küstenwache-Einsatz in ein chaotisches Szenario, bei dem Badegäste ins Wasser stürzten, um die Pakete zu greifen, bevor Polizei und Guardia di Finanza eingriffen, um die Ordnung wiederherzustellen.


