Sicherheit · Crans-Montana, Sitten und Lens

Staatsanwaltschaft sagt Gegenüberstellung von Jessica Moretti nach mutmaßlicher Gewalt durch ihren Ehemann ab

Die Walliser Staatsanwaltschaft wird am 2. November nur Jacques Moretti befragen, nachdem ein psychotherapeutisches Attest seine Frau als nicht in der Lage beschrieben hat, ihm gegenüberzutreten. Die Sitzung sollte das erste Zusammentreffen des Paares sein, seit er wegen mutmaßlicher Gewalt gegen sie festgenommen wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, 20 Minuten, Le Temps und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Crans-Montana, Sitten, Lens, Grône · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass Jessica Moretti am 2. November nicht angehört wird
  2. 2.11.Geplante Gegenüberstellung in Sitten, bei der nur Jacques Moretti befragt wird
  3. 2.12.Zweite Gegenüberstellung angesetzt, die sich ebenfalls noch ändern könnte

Anhörung abgesagt

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat eine geplante Gegenüberstellung von Jacques und Jessica Moretti abgesagt, den Betreibern der Bar Le Constellation in Crans-Montana. Die Sitzung war für Montag, den 2. November 2026, in Sitten angesetzt. In einem Schreiben vom 27. Oktober an die am Verfahren beteiligten Anwälte erklärten die beiden Staatsanwälte, sie würden Jessica Moretti bei dieser Sitzung nicht anhören. Nur Jacques Moretti soll an diesem Tag noch Fragen beantworten, und das Strafverfahren zum Brand vom 1. Januar in der Bar läuft weiter.

„In Anbetracht des letzten Absatzes des psychotherapeutischen Berichts haben wir beschlossen, Jessica Moretti nicht anzuhören.“

Walliser Staatsanwaltschaft

Psychotherapeutisches Attest

Die Anwälte von Jessica Moretti, Yaël Hayat und Nicola Meier, übermittelten den Staatsanwälten am 26. Oktober ein psychotherapeutisches Attest. Eine Psychologin stellte das Dokument am 2. Oktober aus, und der Schweizer Sender RTS erhielt dessen Inhalt. Dem Attest zufolge befindet sich Jessica Moretti in einem besonders schweren Zustand psychischer Fragilität. Die Psychologin schrieb, sie habe bereits vor dem jüngsten körperlichen Angriff ihres Ehemanns eine akute, mit dem Brand verbundene posttraumatische Belastung gezeigt, und das laufende Gerichtsverfahren stelle eine schwere zusätzliche Belastung dar. Die Aussicht, ihrem Ehemann in einer gemeinsamen Anhörung gegenüberzutreten, beschrieb die Psychologin als besonders destabilisierende Konfrontation.

Mutmaßliche Gewalt und Festnahme

Jacques Moretti steht im Verdacht, Gewalt gegen seine Frau ausgeübt zu haben. Blick berichtet, Nachbarn hätten in der Nacht vom 11. auf den 12. August 2026 Schreie in der gemeinsamen Wohnung des Paares in Lens im Wallis gehört, die Rettungskräfte alarmiert, und die Polizei habe ihn festgenommen. Medienberichten zufolge waren die Verletzungen von Jessica Moretti so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Jacques Moretti befindet sich in Untersuchungshaft und wird laut Le Temps psychiatrisch begutachtet. Ihre Anwälte erklären, sie habe ihren Ehemann seit dem mutmaßlichen Angriff nicht mehr gesehen; die geplante Anhörung wäre daher ihr erstes Zusammentreffen seit seiner Inhaftierung gewesen.

Haltung der Anwälte und weiteres Vorgehen

Die Anwälte schrieben, ihre Mandantin sei weiterhin um den Fortgang der Ermittlungen besorgt und habe an der Anhörung teilnehmen wollen, um wie bisher weiter Fragen beantworten zu können. Sie baten darum, ihre Aussage aus gesundheitlichen Gründen durch Pausen oder Unterbrechungen zu entlasten. Das Schreiben der Staatsanwaltschaft kam jedoch zu dem Schluss, eine Gegenüberstellung erscheine kontraindiziert, da sie ein reales Risiko einer akuten psychischen Dekompensation berge. Die Staatsanwaltschaft erklärte, es werde klinisch dringend empfohlen, die Anhörung vom 2. November zu verschieben. Eine zweite Gegenüberstellung ist weiterhin für den 2. Dezember angesetzt, wobei auch dieser Termin sich noch ändern könnte.

Gedenkorte zum Jahrestag

Die Gemeinde Crans-Montana plant zwei provisorische Gedenkorte zum Jahrestag der Tragödie. Der erste soll am Standort der Bar selbst entstehen, wo die ausgebrannte Fassade verhüllt wird, damit Angehörige die Namen ihrer Liebsten anbringen lassen können. Der zweite ist ein überdachter Bereich nahe der Kapelle Saint-Christophe, wo Angehörige und Besucher persönliche Gegenstände und Andenken an die Opfer niederlegen können. Beide Orte sollen bis zur Errichtung eines dauerhaften Denkmals bestehen bleiben. Zudem ist am Lac Grenon eine Lichtinstallation mit sternförmigen Effekten geplant, die in den Nächten des 31. Dezember und des 1. Januar jeweils von 21:00 bis 02:00 Uhr leuchten soll. Die offizielle Gedenkfeier findet am 1. Januar um 10:00 Uhr in Grône im Wallis statt.

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