
Gastankexplosionen an Getreideanlage in Osięciny verletzen zwei Personen und sperren Landstraße 62
Eine Serie von Gastankexplosionen an einer Getreidetrocknungsanlage in Osięciny hat am Freitag zwei Menschen verletzt, die Evakuierung einer örtlichen Schule und die Sperrung der Landstraße 62 ausgelöst.
Explosionen an Getreidetrocknungskomplex
Am Freitag, dem 18. September 2026, brach in einer Getreidetrocknungsanlage der Firma CZEJ-DAG (auch als Seydak bezeichnet) im Dorf Osięciny, Kreis Radziejów, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, ein Feuer aus. Die Notrufzentrale erhielt den ersten Alarm um 11:41 Uhr. Das Feuer erreichte eine Anlage mit Druckgastanks neben dem Getreidetrockner und löste gegen 12:00 Uhr eine erste Explosion aus, gefolgt von mehreren weiteren Detonationen. Die Anlage umfasste insgesamt 12 Gastanks mit einem Fassungsvermögen zwischen 4.800 und 6.000 Litern. Konkret hatten zehn Tanks ein Fassungsvermögen von je 6.000 Litern, während zwei Einheiten je 4.800 Liter fassten.
- 6.000-Liter-Fassungsvermögen
- 10 Tanks
- 4.800-Liter-Fassungsvermögen
- 2 Tanks
Notfallmaßnahmen und Eindämmung
Die Rettungskräfte entsandten zwischen 16 und 19 Feuerwehreinheiten zum Einsatzort, die aus den Kreisen Radziejów und Włocławek sowie einer Einsatzgruppe der Woiwodschaftszentrale in Toruń kamen. Die Ersthelfer waren starker Hitze und Rauch ausgesetzt, während sie die Hauptbrandfront an der Anlage löschten. Die Feuerwehr brachte das offene Feuer unter Kontrolle und konzentrierte sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf verbleibende Gebäude zu verhindern. Die Flammen versengten eine Außenwand und die Tragkonstruktion eines Getreidesilos, benachbarte Industriegebäude blieben jedoch strukturell unbeschädigt. Małgorzata Jarocka-Krzemkowska, Sprecherin der Woiwodschaftszentrale der Staatlichen Feuerwehr in Toruń, gab eine erste Einschätzung des Vorfalls.
Die Explosion war gewaltig und weithin sichtbar. Zwei Menschen wurden verletzt, einer davon mit Verbrennungen.
- Die Notrufzentrale erhält die erste Meldung über den Brand an der Getreidetrocknungsanlage
- Erste Explosion unter den Gastanks, gefolgt von weiteren Detonationen
- Feuerwehr löscht offene Flammen und kühlt zwei nicht explodierte Tanks mit Wasserwerfern
Verletzte und örtliche Evakuierungen
Medizinische Teams versorgten zwei Personen, die auf dem Gelände der Anlage verletzt worden waren. Ein Opfer erlitt Verbrennungen und wurde der Obhut des Rettungsdienstes übergeben. Das zweite Opfer erlitt einen schweren psychischen Schock durch das Ereignis, blieb jedoch bei Bewusstsein und konnte mit den Rettern kommunizieren. Die Detonationen erzeugten Druckwellen, die Fensterscheiben und Wände in benachbarten Wohngebieten erzittern ließen, und dichter, schwarzer Rauch stieg so hoch auf, dass er von Włocławek aus sichtbar war. Aus Sicherheitsgründen ordneten die Behörden eine vorsorgliche Evakuierung einer nahegelegenen Schule und eines Kindergartens an. Sławomir Staniszewski, der Bürgermeister der Gemeinde Osięciny, bestätigte, dass die unmittelbare Gefahr gebannt sei.
Verkehrsbehinderungen und Ermittlungen
Das Industriegelände liegt in der Nähe der Kreuzung der Landstraße 62 (DK62) und der Woiwodschaftsstraße 267. Um die Rettungsarbeiten zu erleichtern und den Bereich abzusichern, sperrte die Polizei die Landstraße 62 in der Nähe von Osięciny und richtete Umleitungen über Jarantowice, Osięciny und Borucinek ein, wobei mit Verzögerungen von etwa drei Stunden zu rechnen war. Die Feuerwehr setzte stationäre Wasserwerfer ein, um zu verhindern, dass nicht explodierte Tanks unter Resthitze bersten. Patryk Wojciechowski, Pressesprecher der Staatlichen Feuerwehr in Radziejów, erläuterte die Eindämmungsmaßnahmen.
Die Feuerwehr kühlt intensiv die nicht explodierten Tanks. Sie werden mit stationären Wasserwerfern gesichert.
Die genaue Ursache des Brandausbruchs wird noch von Polizei und Feuerwehr untersucht, wobei erste Berichte darauf hindeuten, dass vor den Explosionen technische Wartungsarbeiten an der Anlage stattfanden.


