Entdeckungen · Paris
Archäologen entdecken 2000 Jahre alten gallischen Wall unter Pariser Krankenhaus
Ausgrabungen am Hôtel-Dieu-Krankenhaus auf der Île de la Cité haben eine 20 Meter lange Stein- und Holzmauer aus der Zeit zwischen 200 v. Chr. und 10 v. Chr. zutage gefördert und damit einen physischen Beweis für die gallische Siedlung Lutetia erbracht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, BFMTV, Digi24 und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die im Februar 2026 begonnenen Ausgrabungen legten eine 20 Meter lange, einen Meter hohe Stein- und Holzmauer frei, die vier Meter unter dem Krankenhaushof vergraben war.
Die C14-Datierung datiert die Holzelemente der Mauer auf die Zeit zwischen 200 v. Chr. und 10 v. Chr., was mit der Ära der römischen Eroberung im Jahr 52 v. Chr. übereinstimmt.
Archäologen unter der Leitung von David Couturier bargen eine gallische Speerspitze und Amphorenfragmente in der Nähe von Brandschichten, die mit Julius Cäsars Chronik von 52 v. Chr. übereinstimmen.
Kulturministerin Catherine Pégard und Archäologe Matthieu Poux erklärten, dass die Entdeckung die Île de la Cité als Kern von Lutetia stützt und die Behauptungen der 1990er Jahre für Nanterre widerlegt.
- Februar 2026Präventive archäologische Ausgrabungen beginnen am Hôtel-Dieu-Krankenhaus.
- Juli 2026Archäologen entdecken den 20 Meter langen verkohlten gallischen Wall vier Meter unter der Erde.
- September 2026Das französische Kulturministerium präsentiert der Öffentlichkeit die archäologischen Funde.
Entdeckung unter dem Krankenhaus
Archäologen, die den Innenhof des Hôtel-Dieu-Krankenhauses auf der Île de la Cité im Zentrum von Paris ausgraben, haben eine 20 Meter lange Befestigungsmauer aus der späten Eisenzeit freigelegt. Die im Februar 2026 im Vorfeld geplanter Krankenhausumbauarbeiten begonnene Rettungsgrabung erreichte eine Tiefe von vier Metern, bevor die Stein- und Holzkonstruktion freigelegt wurde. Die Forscher erwarteten zunächst, Überreste mittelalterlicher Besiedlungen, Straßen oder übliche römische Siedlungsschichten zu finden. Stattdessen legten Teams des regionalen archäologischen Dienstes (DRAC Île-de-France), der Stadt Paris und des französischen Kulturministeriums die Basis eines Verteidigungswalls von etwa einem Meter Höhe frei. Die Mauer ruht auf einer zwei Meter dicken künstlichen Plattform aus verdichtetem Sand und Kies. Die Ausgräber fanden außerdem eine gallische Speerspitze direkt am Fuß der Mauer, Amphorenfragmente aus dem ersten Jahrhundert v. Chr. und die verkohlten Überreste eines angrenzenden Holzgebäudes.
„Die Architektur der Mauer mit diesen großen Blöcken und diesem System gekreuzter Balken ließ uns sehr schnell an eine Mauer gallischer Tradition denken.“
- Wandlänge
- 20 m
- Vergrabungstiefe
- 4 m
- Plattformdicke
- 2 m
- Wandhöhe
- 1 m
Daten aus dem Artikeltext
Datierung und Brandspuren
Erste Radiokarbonanalysen der erhaltenen Holzbalken datieren den Bau des Walls zwischen 200 v. Chr. und 10 v. Chr. Sowohl das Holzgerüst als auch die angrenzenden Bodenschichten weisen deutliche Brandspuren auf, die on einen schweren Brand in den letzten Jahrzehnten des ersten Jahrhunderts v. Chr. hindeuten. Diese physische Schicht stimmt eng mit schriftlichen Berichten über die römische Eroberung Galliens überein. In seinen historischen Aufzeichnungen schrieb Julius Cäsar, dass der gallische Stamm der Parisii ihre befestigte Siedlung, die auf Latein Lutetia genannt wurde, im Jahr 52 v. Chr. absichtlich niederbrannte und ihre Brücken abriss, um die Festung den vorrückenden römischen Legionen zu verwehren. Obwohl die Forscher betonen, dass wissenschaftliche Tests die Brandspezifisch auf das Jahr 52 v. Chr. noch nicht eingrenzen können, entspricht die Kombination aus Verteidigungsarchitektur, Waffenartefakten und Zerstörung durch Feuer den aufgezeichneten Kampfbedingungen.
„Wissenschaftliche Vorsicht erfordert noch immer die Überprüfung ihrer Funktion und Chronologie, aber die Konvergenz der Indizien ist nun besonders bemerkenswert.“
Klärung der Debatte um das antike Paris
Die Entdeckung liefert physische Daten, um eine jahrhundertealte Frage nach dem genauen Standort des vorrömischen Paris zu klären. Julius Cäsar beschrieb Lutetia als Oppidum, ein befestigtes Machtzentrum eines Stammes, das auf einer Insel in einer Seine-Schleife lag und durch Brücken verbunden war. Das Fehlen vorrömischer Überreste auf der Île de la Cité hatte jedoch Wissenschaftler dazu veranlasst, den Bericht anzuzweifeln. In den 1990er Jahren förderten umfangreiche archäologische Ausgrabungen in Nanterre, einem Vorort westlich von Paris, bedeutende späteisenzeitliche Siedlungen zutage, was viele Historiker zu der Annahme veranlasste, dass das gallische Lutetia dort und nicht im modernen Stadtzentrum lag.
Matthieu Poux, Archäologieprofessor an der Universität Lyon II, der zuvor die Nanterre-Hypothese unterstützt hatte, bestätigte, dass die Mauer einen schlüssigen Beweis für den Inselstandort liefert. Der stellvertretende Bürgermeister von Paris, Emmanuel Grégoire, besichtigte den vier Meter tiefen Graben und betonte die Bedeutung der Identifizierung des wahrscheinlichen Ursprungsortes der Stadt. Die archäologischen Arbeiten unter der Leitung von David Couturier werden am Hôtel-Dieu noch mehrere Monate lang fortgesetzt, um weitere Siedlungsschichten zu dokumentieren, bevor der Krankenhausbau fortgesetzt wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The IndependentFrance hails discovery of ancient wall as 'major breakthrough' for history of Paris
- BFMTVUn rempart gaulois exhumé sur l'île de la Cité
- Digi24Unul dintre marile mistere ale istoriei Parisului e la un pas să fie elucidat: Dezvăluirea făcută de un vestigiu de peste 2.000 de ani
- RFIDes fouilles archéologiques à Paris dévoilent un rempart révélant les origines gauloises de la capitale
- Catherine Pégard
- Französische Kulturministerin, die für die Bekanntgabe von Kulturerbe zuständig ist
- Emmanuel Grégoire
- Erster stellvertretender Bürgermeister von Paris, der die Ausgrabungsstätte besichtigte
- Orte
- Paris, Frankreich
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