Diplomatie · Atlanta, Shenzhen und Abu Dhabi

G20-Außenminister beenden Treffen in Atlanta ohne Konsens zur Ukraine

US-Außenminister Marco Rubio erklärte, das Treffen der G20-Außenminister in Atlanta sei ohne Konsens zu Ende gegangen, während er und Sergei Lawrow kurz über ein mögliches Zusammentreffen von Trump und Putin am APEC-Gipfel in China sprachen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von adevarul.ro, SWI swissinfo.ch, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Atlanta, Shenzhen, Abu Dhabi, Istanbul · Vereinigte Staaten, China, Vereinigte Arabische Emirate
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Rubio eröffnet die Gespräche mit einem Aufruf zur Einheit und sagt dann das Gruppenfoto nach europäischen Einwänden gegen Lawrow ab
  2. 31.10.Abschließende Pressekonferenz in Atlanta, auf der Rubio erklärt, es sei kein Konsens erzielt worden
  3. Anfang November 2026Trilaterale Gespräche zwischen Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi erwartet, kein offizielles Datum festgelegt
  4. 18.11.APEC-Gipfel in Shenzhen, angesetzt bis zum 19. November

Kein Konsens in Atlanta

Die Außenminister der G20 beendeten am 31. Oktober ihr zweitägiges Treffen in Atlanta ohne Einigung in Sicherheitsfragen, wobei Russlands Krieg gegen die Ukraine die zentrale Trennlinie bildete. US-Außenminister Marco Rubio, der an den Gesprächen teilnahm, hatte für den späteren Samstag eine gemeinsame Erklärung angekündigt, die die Diskussionen zusammenfassen sollte. Auf seiner abschließenden Pressekonferenz räumte er ein, dass die Teilnehmer von einer Lösung ihrer wichtigsten Meinungsverschiedenheiten noch weit entfernt seien. Den ersten Tag nannte er sehr produktiv und verwies auf eine Gruppe von Ländern, die gemeinsam an Lieferketten und kritischen Rohstoffen arbeiteten.

Rubio sagte den Partnern, sichere Lieferketten seien entscheidend für Wachstum, und Handelsrouten wie die Straße von Hormus und die Bab-el-Mandeb-Meerenge müssten sicher und offen bleiben. Die Debatte über Lieferketten berührte auch die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer, im Schwarzen Meer und im Südchinesischen Meer. Am Samstag führte Rubio vor der letzten G20-Sitzung separate Gespräche mit den Außenministern Australiens, Indiens und Japans.

Ein abgesagtes Gruppenfoto

Rubio eröffnete die Beratungen am Freitag mit einem Aufruf zur Einheit, sagte dann aber das traditionelle Gruppenfoto der Minister ab. Europäische Diplomaten hatten sich dagegen gewandt, dass der russische Außenminister Sergei Lawrow daran teilnimmt, und damit gedroht, die Fotosession zu boykottieren oder währenddessen den Saal zu verlassen. Russland ist G20-Mitglied, und Lawrows Anwesenheit sorgte bei den Teilnehmern für Unbehagen. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sagte, der fehlende Konsens überrasche ihn nicht, denn es seien Kriege im Gange und die Menschen am Tisch seien Konfliktparteien. Es ist sein erstes G20-Treffen, an dem er als von Polen eingeladener Gast teilnimmt.

Delegierte, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, sagten, die Delegationen hätten vereinbart, zu versuchen, ihre Differenzen zu verringern.

Ein mögliches Treffen von Trump und Putin

Rubio und Lawrow hatten einen kurzen Wortwechsel, den Rubio nicht als formelles Treffen bezeichnete. Rubio sagte, die beiden hätten kurz erörtert, ob Donald Trump und Wladimir Putin am APEC-Gipfel im kommenden Monat, der für den 18. und 19. November in Shenzhen angesetzt ist, Gedanken austauschen könnten. Lawrow beschrieb das Gespräch als recht angenehm und kurz und sagte, sie hätten Teile der bilateralen Beziehungen und der Zusammenarbeit in multilateralen Gremien behandelt. Trump hatte zuvor erklärt, er sei bereit, im November in China mit den russischen und chinesischen Staatschefs zusammenzutreffen, und am Samstag sagte er gegenüber Reportern, es wäre kein Problem für ihn, auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensky einzuladen. Rubio sagte zudem, Selensky könne zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen werden, falls Trump zu dem Schluss komme, dass seine Anwesenheit etwas Positives bewirken könne.

Ukraine-Gespräche stocken

Rubio sagte, er wisse nicht, ob ein ausgehandelter Frieden in der Ukraine erreichbar sei, und fügte hinzu, genau das versuche Washington festzustellen. Niemand in Atlanta habe behauptet, die Seiten stünden kurz vor einer ausgehandelten Einigung. Kiew befürchtet, dass die Vereinigten Staaten ihre Haltung gegenüber Russland vor den trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi abgeschwächt haben, die für Anfang November erwartet werden, ohne dass ein offizielles Datum feststeht. Ukrainische Vertreter erwarten von der ersten Runde keinen Durchbruch, hoffen aber, dass sie regelmäßige Verhandlungen wieder in Gang bringt und begrenzte Ergebnisse liefert. Rubios zurückhaltenderer Ton folgt auf mehr als anderthalb Jahre von Trumps Bemühungen um eine Friedensvereinbarung. Trump war zunächst optimistisch, innerhalb von Monaten nach seinem Amtsantritt eine Einigung zu erzielen, doch Russland lehnte eine Waffenruhe wiederholt ab, und der fehlende Fortschritt frustrierte ihn mehrfach.

Schwarzes Meer und Istanbul

Selensky äußerte sich in Istanbul nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, etwa zur selben Zeit, als Rubio in Atlanta sprach. Es wurden nur wenige konkrete Ergebnisse bekannt gegeben, doch Selensky sagte, die beiden Staatschefs hätten die Lage im Schwarzen Meer erörtert. Er sagte, die Türkei unterstütze die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine konsequent sowie Schritte, die die Schifffahrt im Schwarzen Meer sichern könnten. Die Angriffe Russlands und der Ukraine auf die Schifffahrt im Schwarzen Meer hatten sich in den Monaten zuvor verstärkt. Im August hatte Ankara nach mehreren Zwischenfällen ein Moratorium für Angriffe auf Schiffe gefordert.

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