Wahlen · Washington, McAllen und Vatikanstadt
Frühwahl der Latinos vor den US-Zwischenwahlen steigt stark – Demokraten führen in Umfragen
Bis Freitag, 30. Oktober, hatten 5,2 Millionen Latinos vorab gewählt, 12,75 % aller Stimmen, und in Umfragen liegen die Demokraten bei der allgemeinen Kongresswahl acht Punkte vorne – vor der Abstimmung am Dienstag.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, El Confidencial, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mehr als 43 Millionen Amerikaner hatten bis Freitag, 30. Oktober, vorab gewählt – etwa ein Drittel der Gesamtzahl von 2022 und fast 10 Millionen mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2022.
5,2 Millionen Latinos hatten bis Freitag, 30. Oktober, vorab gewählt, 12,75 % aller Stimmen, verglichen mit 8 % zum gleichen Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen 2018.
Umfragen sehen die Demokraten acht Punkte vorne bei der allgemeinen Kongresswahl, während die Vorsprünge im Senat in Texas, Ohio, Iowa und Alaska innerhalb der Fehlermarge liegen.
Laut The New York Times ist Trumps Unterstützung unter Latinos von 44 % auf 31 % gefallen, und im Rio Grande Valley überdenken Latino-Wähler, die ihn 2024 unterstützten, ihre Entscheidung.
Die Frühwahl liegt vor dem Stand von 2022
Am Dienstag, 3. November, wählen die Amerikaner bei Zwischenwahlen, die entscheiden, welche Partei in den letzten zwei Jahren von Donald Trumps Amtszeit den Kongress kontrolliert. Nach Angaben von El Confidencial hatten bis Freitag, 30. Oktober, mehr als 43 Millionen Menschen bereits ihre Stimme abgegeben. Das ist etwa ein Drittel aller bei den Zwischenwahlen 2022 abgegebenen Stimmen und fast 10 Millionen mehr als zum gleichen Zeitpunkt vier Jahre zuvor. Am stärksten ist der Anstieg in Bundesstaaten mit knappen Senatswettbewerben: In South Carolina liegen die Frühwahlstimmen um 83 % höher, in Texas um 50 %, und in Maine, Michigan, North Carolina und Kansas um mehr als 30 %.
Latino-Wähler, eine Gruppe, die sich traditionell häufiger der Wahl enthält als andere, geben in ungewöhnlich großer Zahl Frühwahlstimmen ab. Bis Freitag, 30. Oktober, hatten 5,2 Millionen Latinos vorab gewählt – nach Angaben von Voto Latino 12,75 % aller Stimmen, verglichen mit 8 % zum gleichen Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen 2018. Bei den Zwischenwahlen 2022 gingen nur 37 % der hispanischen Wähler zur Wahl, gegenüber 52 % der Wählerschaft insgesamt. In etwa zwei Dutzend knappen Rennen um das Repräsentantenhaus stellen Latinos mindestens 20 % der registrierten Wähler, darunter in Arizona, Kalifornien, Colorado, Florida, Pennsylvania und Texas.
- 2018 (gleicher Zeitpunkt vor der Wahl)
- 8 %
- 2026 (bis Freitag, 30. Oktober)
- 12.75 %
Daten aus dem Artikeltext
María Teresa Kumar, Präsidentin von Voto Latino, präsentierte die Zahlen mit einem unverblümten Urteil über den Trend.
„Das ist der Tsunami, den Voto Latino seit Langem vorhergesagt hat.“
Latino-Wähler in Südtexas
2024 unterstützten viele Latinos Trump, weil sie eine stärkere Wirtschaft erwarteten und glaubten, er werde Migranten abschieben, die Straftaten begangen haben. Nun treiben die hohen Lebenshaltungskosten und die Abschiebehaft der ICE viele von ihnen in die andere Richtung. Laut The New York Times ist Trumps Rückhalt unter Latinos von 44 % auf 31 % gefallen. Im Rio Grande Valley in Südtexas, wo sich mehr als 90 % der Einwohner als Latino oder Hispanic bezeichnen, verlor Trump die Region 2020 mit 15 Punkten Abstand, gewann aber 2024 die Countys Cameron, Hidalgo, Starr und Willacy mit einem Vorsprung zwischen 3 und 16 Punkten, wie BBC News Mundo berichtet. Umfragen sehen dort inzwischen die Demokraten vorn. Jessica Cantú, eine 38-jährige Mutter von sechs Kindern, die 2024 Trump gewählt hat, sagt, ihr Bruder sei abgeschoben worden, und beschreibt die Stimmung unter ihren Nachbarn.
„Wir Latinos fühlen uns benutzt und verraten.“
Reporter von EL PAÍS, die das Tal besuchten, fanden Kirchen, die inzwischen halb leer sind, und ein kleiner Bauunternehmer sagte, die meisten seiner Arbeiter, fast alle Einwanderer, kämen aus Angst nicht mehr zur Arbeit.
Umfragen und Daten zur Frühwahl
Umfragen sehen die Demokraten acht Punkte vorne bei der allgemeinen Kongresswahl, ein Vorsprung ähnlich wie 2018, als sie das Repräsentantenhaus mit 41 zusätzlichen Sitzen zurückgewannen. Im Senat führen die demokratischen Kandidaten in Texas, Ohio, Iowa und Alaska, doch liegt der Abstand in diesen Rennen innerhalb der Fehlermarge. Charles Franklin, Meinungsforscher und Leiter eines Umfrageinstituts an der Marquette University in Wisconsin, sagt, der finale Durchschnitt der letzten fünf Zwischenwahlen habe die tatsächlichen Ergebnisse um 0,2 bis 3,5 Punkte verfehlt, und diese Abweichungen seien fast nie zufällig. Auch 2016 versagten die Umfragen, als Pennsylvania, Michigan und Wisconsin an Donald Trump gingen, obwohl die Erhebungen sie fest in demokratischer Hand sahen. Nevada, wo Trump 2024 mit etwa drei Punkten gewann, erlaubt einen klareren Blick, weil die Behörden täglich Parteiangaben zu den Frühwählern veröffentlichen. Jon Ralston, Direktor von The Nevada Independent, ermittelte, dass registrierte Demokraten bis Freitag mit fast 42.000 Stimmen vor den Republikanern lagen, während zwei Jahre zuvor die Republikaner zum gleichen Zeitpunkt führten. Zu wissen, wer gewählt hat, verrät jedoch nicht, wie gewählt wurde.
Die Briefwahl des Papstes
Papst Leo XIV. wurde vor 71 Jahren in Chicago geboren und hat eine gemeldete Wohnadresse in New Lenox, Illinois. Das Presseamt des Heiligen Stuhls bestätigte am 30. Oktober, dass er in Chicago per Briefwahl gewählt hat; wen er gewählt hat, wurde nicht bekannt. Die Erklärung des Vatikans ordnete die Stimmabgabe in seine langjährige Praxis der Bürgerbeteiligung ein.
„Leo XIV. hat sein Wahlrecht als Bürger der Vereinigten Staaten ausgeübt, wann immer er die Gelegenheit dazu hatte.“
Die Stimme des Papstes ist das erste Mal, dass ein Papst nach seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche an einer Wahl in seinem Herkunftsland teilnimmt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- eldiario.esUS-Zwischenwahlen: mehr Trumpismus oder der Anfang vom Ende🎙 PODCAST | 'Midterms' en EEUU: más trumpismo o el principio del fin · Original auf Spanisch
- El ConfidencialWarum die (geheime) Stimme des amerikanischen Papstes Trump zittern lässtPor qué el voto (secreto) del Papa estadounidense hace temblar a Trump · Original auf Spanisch
- BBC„Er schloss die Grenze, aber wir leben schlechter“: der Unmut der Latino-Wähler, die Trump im Süden von Texas historische Unterstützung gaben"Cerró la frontera, pero vivimos peor": el descontento de los votantes latinos que le dieron a Trump un histórico apoyo en el sur de Texas · Original auf Spanisch
- EL PAÍSLatinos wählen bei den Zwischenwahlen wie nie zuvor (und ihre Unterstützung für Trump fällt von 44% auf 31%)Los latinos votan como nunca en las 'midterms' (y su apoyo a Trump cae del 44% al 31%) · Original auf Spanisch
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Zwischenwahlen am 3. November antritt
- Leo XIV
- Papst, geboren in Chicago, der bei den US-Zwischenwahlen per Briefwahl gewählt hat
- María Teresa Kumar
- Präsidentin von Voto Latino, das die Daten zur Frühwahl der Latinos veröffentlichte
- Jon Ralston
- Direktor von The Nevada Independent, der die Parteidaten zur Frühwahl in Nevada zusammenstellte
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